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1001 Abenteueridee

Hab gestern ma noch Crooked Little Vein gelesen: tja, typisch Warren Ellis — Mindfuck á würdest du einen Comic vor dir haben. Ich finde es genial, dass er dabei auch eine groteske Gesellschaftssatire schafft — wie immer halt. Anfänglich erinnerte mich das Buch etwas an Sam & Max. Ein Plot ist eigentlich kaum einer vorhanden, und der vorhanden ist, springt von einer Szene in die nächste — da fehlt dem Leser schon manchmal eine logische Schlussfolgerung und ehrlich: da fühle ich mich auch etwas „gerailroaded“. Eine Privat-Detektiv Story ist das keine — aber dafür ein angefucktes Lebensgefühl. Wer mit Mindfuck und Fetish nichts anfangen kann, oder wer nicht weiß was Bukkake oder Inflation ist, wird daran kaum Spaß haben.

Obiges Zitat stammt von einem Freund ebenso wie ich begeisterter Unknown Armies Spieler und Spielleiter. Und es stimmt, das Buch ist wirklich so quer und verrückt wie er schreibt, eben voller Ideen über den Okkulten Untergrund, Splittergruppen, Adepten, Avatare, Macher… Krank, richtig krank und absolut empfehlenswert.

Weiterführende Links:

Auch Edieh hat gezeigt das die Community noch aktiv ist. In seinem Blog hat er die ersehnte zweite Seite für den Unknown Armies Charakterbogen online gestellt und die erste Seite auch gleich überarbeitet und korrigiert.

Posted in Abenteuer(ideen).

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3 Responses

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  1. mg says

    Man sollte dann vll. noch erwähnen, was Warren Ellis mit dem Buch am Herzen gelegen zu sein scheint. Seine These ist so einfach wie genial: Mainstream ist längst nicht mehr die Popkultur anleine. Der neue Mainstream sind die Perversitäten des Internets. Pornoseiten erreichen viel mehr Menschen und gezielter als ein Fersehsender es jemals kann. Der Mainstream ist pluralistisch geworden. Jedem seinen eigenen Fetish!
    Damit ist das Buch in der Tat wirklich in gewisserweise artverwandt mit UA, welches ja die Popkultur mit „Popkultur Pervers“ auch paradiert. Der Begriff geht auf Tim Struck zurück, und wie ich finde ist es eine sehr betreffende Bezeichung.
    In dem Sinne (aus dem Kopf zitiert): Sie sind ein heruntergekommen Privatdetektiv, Alkoholiker und sie haben keine Aufträge weder Geld. Sie brauchen den Job! – Alkoholiker bin ich keiner. Ich nehme Heroin.

  2. Tom says

    Einspruch euer Ehren, McGill stellt dem Stabschef folgende Frage: “Ich nehme nicht an , dass [...] und ein Alkohohlproblem haben, oder? Um Gottes Willen, nein. Ich nehme Heroin, mein Sohn. In der Szene erzählt der mächtigste Mann im Weißen Haus dann, wie er nackt auf dem Bett liegt, sich Heroin spritzt und sich sein Darm in die Laken entleert.
    Das Buch ist wirklich nichts für schwache Gemüter aber lesenswert.
    Und hier noch ein ganz interessanter Link: http://www.hdschellnack.de/?p=2088

  3. mg says

    Och schade.. darf ich nicht an dem Image des Privatdetektives kratzen?



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