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	<title>unknown armies &#187; Rezensionen</title>
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	<description>Das Haus der Renunziation</description>
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		<title>Christmas with China</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 18:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Zusammenhang mit dem Thema urbaner Horror für den letzten Kassiber hatte ich mir für kleines Geld China Miévilles „Andere Himmel“ gekauft und kürzlich zu Ende gebracht. China Miéville,  ein englischschreibender ›Weird Fiction‹-Jungmeister wurde 1972 in London geboren. Sein Ideenwelt spielt sich irgendwo nahe Clive Barker und Neil Gaiman ab. Schon sein erster Roman King [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" title="China" src="http://molochronik.antville.org/static/molochronik/images/china_mieville_02.jpg" alt="" width="210" height="228" />Im Zusammenhang mit dem Thema <strong>urbaner Horror</strong> für den letzten <a href="http://www.unknown-armies.de/artikel/kassiber_6/"><strong>Kassiber</strong></a> hatte ich mir für kleines Geld China Miévilles „<strong>Andere Himmel</strong>“ gekauft und kürzlich zu Ende gebracht.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/China_Mi%C3%A9ville"><strong>China Miéville</strong></a>,  ein englischschreibender ›Weird Fiction‹-Jungmeister wurde 1972 in London geboren. Sein Ideenwelt spielt sich irgendwo nahe <strong>Clive Barker</strong> und <strong>Neil Gaiman</strong> ab. Schon sein erster Roman <strong>King Rat</strong> hatte 1999 eine Nominierung für einen Award erhalten. Auch die Romane <strong>Perdido Street Station</strong> und <strong>The Scar</strong> sorgten international für Aufsehen und wurden unter anderen für den Hugo Award nominiert. </p>
<p>Aber die Kurzgeschichtensammlung „<a href="http://www.amazon.de/Andere-Himmel-China-Mi%C3%A9ville/dp/3404243617"><strong>Andere Himmel</strong></a>“ gibt bereits einen guten Überblick über Chinas Ideenwelt.  Nur eine der Geschichten spielen in seiner  Fantasy-Steampunk-Stadt <strong>New Crobuzon</strong>, ansonsten ist <strong>London</strong> das Zentrum von Monsterattacken aus Spiegeln, Geistern und wandernden Straßen. </p>
<p>Hier nur einige <strong>Unknown-Armies-</strong>würdige Ideen aus den 14 Geschichten:</p>
<p>In <strong>Details</strong> erzählt Miéville die Geschichte einer Frau, die einem Monster davon läuft, dass sie in den Mustern ihrer Tapete entdeckt. Einmal auf das Schauen trainiert, kommt das Monster näher und näher. Doch es gelingt ihr, es schlußendlich in ihren Vorstadt-Alltag einzubauen. </p>
<p><strong>Fundament</strong> handelt von einem Mann, der durch Mauern sehen kann, der unter den Fundamenten der Häuser die Toten sieht, auf den die Mauern stehen. Er kann sie hören, meint zu verstehen, wonach sie sich sehnen und gibt schließlich ihrem Drängen nach. </p>
<p>Die Geschichte <strong>Kullerbuntland</strong> jagt allen Eltern eiskalte Gänsehaut über den Rücken, die ihren Nachwuchs schon mal in die Kinder-Übergangsaufbewahrung schwedischer Möbelhäuser abgeschoben haben, um in Ruhe Klappsofas und Kleiderschränke zu shoppen. </p>
<p>Zur Weihnachtszeit passend gab es dann <strong>Eia Weihnacht</strong>, eine dystopische Geschichte, die sich mit der Frage auseinandersetzt, was mit Weihnachten passieren würde, wenn sich jemand daran das Markenrecht sichert? </p>
<p>Wer sie in Englisch nachlesen möchte, folge bitte diesem <a href="http://www.socialistreview.org.uk/article.php?articlenumber=9150">Link</a>.</p>
<p>Ansonsten seien jedem UA-Adepten seine Geschichten wärmstens ans Herz zu legen…</p>
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		<title>Review: The Unwritten (Comic)</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 20:28:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tommy Taylor ist weltberühmt, und das hat er seinem Vater Wilson Taylor zu verdanken. Dieser schuf die 13-teilige Buchreihe über Tommy Taylor, einem Zauberlehrling, die Harry Potter und den Books auf Magic nicht unähnlich ist. Nun assoziiert alle Welt Tommy mit der Romanfigur. Für Tommy allerdings bedeuten der Kult, das Leben im Rampenlicht, die Signierstunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tommy Taylor ist weltberühmt, und das hat er seinem Vater Wilson Taylor zu verdanken. Dieser schuf die 13-teilige Buchreihe über Tommy Taylor, einem Zauberlehrling, die <strong>Harry Potter</strong> und den <strong>Books auf Magic</strong> nicht unähnlich ist. Nun assoziiert alle Welt Tommy mit der Romanfigur.</p>
<p>Für Tommy allerdings bedeuten der Kult, das Leben im Rampenlicht, die Signierstunden und Pressekonferenzen auf einschlägigen Conventions nicht nur Stress, er fühlt sich zunehmend auch als Experiment seines Vaters; nur dass er eben den nicht mehr fragen kann, da er vor einigen Jahren spurlos verschwunden ist. An seine Mutter hat Tommy keine Erinnerungen mehr.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Convention" src="http://cdn.ifanboy.com/wp-content/uploads/2011/07/unwritten_botm_2.jpg" alt="" width="474" height="332" /></p>
<p>Während einer dieser Pressekonferenzen äußert die Reporterin Lizzie Hexam den Verdacht, dass Tommy nicht der leibliche Sohn Wilson Taylors sei, sondern der angenommene Sohn von Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien, und belegt diese These auch so eindrucksvoll, dass der Hype der Massen in blanken Hass umschlägt und sich der junge Mann auf einmal in der Rolle des Verfolgten wiederfindet, gejagt von den Medien, gehetzt von enttäuschten Fans, die ihn als neuen Messias verehren, und bedroht von Mächten, die wissen, dass Worte Macht bedeuten und die vor nichts zurückschrecken, um ihre dubiosen Ziele zu verfolgen und durchzusetzen.</p>
<p>Sind Daddys Geschichten vielleicht doch mehr wert, als das Papier, auf welchem sie gedruckt wurden? Und was passiert, wenn die Grenze zwischen Realität und Fiktion sich zunehmend auflöst? Ist das Leben am Ende nur ein weiterer böser Traum oder steckt da noch mehr dahinter?</p>
<p>Mike Carey und Peter Gross (das Team von <a href="http://www.dccomics.com/dccomics/search/?q=lucifer&amp;s=na">&#8216;Lucifer&#8217;</a>) erzählen hier ein fantasiereiche Geschichte um Schein, Literatur und Wirklichkeit, wobei sie geschickt mehrere Erzähl- und Wahrnehmungsebenen miteinander verflechtet: neben der Haupthandlung um den &#8220;realen&#8221;, den fast erwachsenen, von den Medien profitierenden und an den Medien leidenden Tommy, stehen sowohl kurze Szenen, in der die im Comic-Kontext fiktive Romanfigur – der kindliche Tommy Talyor – als Protagonist fungiert und die visuell durch eine blassere und farbreduzierte Koloration erkennbar sind, als auch gleichsam kurze Einblendungen aus Chatroom-Dialogen, Website- und TV-Nachrichten.</p>
<p>Doch die authentische Atmosphäre währt nie sonderlich lange, da sie immer wieder durch surreale Geschehnisse und Ereignisse durchbrochen wird, welche neben einigen manchmal recht blutigen Action-Momenten maßgeblich die Spannung befördern, da sie nahelegen, dass hinter der medialen, gesellschaftlichen Realität etwas Unbestimmtes wirkt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Unwritten Cover" src="http://scifimafia.com/wp-content/uploads/2011/04/unwritten-wide-560x282.jpg" alt="" width="448" height="226" /></p>
<p>Taylor begibt sich auf eine Reise zu den Hotspots der Literatur, durchschreitet die Karte der Imagination &#8211; egal, ob vor dem realarchitektonischen Vorbild für das <strong>Wahrheitsministerium</strong> über Orwells <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)">1984</a> sinniert, Shakespeares <strong>Globe Theater</strong> in London oder in der <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Diodati">Villa Diodati</a></strong>, dem Entstehungsort von Frankenstein tief in eine der folgemächtigsten Geschichten der Moderne eintaucht &#8211; immer wieder wird die Grenze zwischen Realität und Fiktion und die Überlappung der beiden Sphären der Literatur deutlich markiert. </p>
<p>Das passt hervorragend zu Toms besonderer Fertigkeit: Er kennt sich extrem gut mit Literatur-Geografie aus. Er hat zwar nicht unbedingt viele Bücher gelesen, kennt aber die (realen) Orte, wo diese spielen. All das hat ihm sein Vater eingebläut und wie es scheint, nicht ohne Hintergedanken.</p>
<p>Und schliesslich gibt es da noch einen vermeintlichen Irren, der als <strong>Graf Ambrosio</strong>, Tommy Tailors Roman-Erzfeind, durch die Gegend läuft  und den armen Tom terrorisiert. Zuerst als Stalker, dann als Entführer.</p>
<p>Für den Unknown-Armies-Enthusiasten ist dieses Comic ein Quell von Inspiration. Insbesondere <strong>Bibliomanten</strong> (aber auch <strong>Cinemanten</strong>) werden ihre Freude daran haben, zu sehen, wie weit ein literarischer Fakt in die Realität einschlagen kann. Zudem bekommt man einen guten Eindruck davon, inwieweit das <a href="http://www.mikeandpeter.com/wp-content/uploads/the-unwritten-14.jpg">kollektives Bewußtsein</a> einer großen Gruppe von Menschen auf eine einzelne Person wirkt, die in ihr ihre Ideen verwirklich sehen wollen. Sogesehen kann man Tommy Taylor auch als einen <strong>Gottläufer</strong> des „jugendlichen Helden“ sehen.</p>
<p>Der erste Band erschien im Juli dieses Jahres auf deutsch bei <a href="http://www.paninicomics.de/special/unwritten1.html">Panini</a>. Seit dem 15.11 sollte der zweite Band in eurem bevorzugtem Comic-Laden stehen. Bei Vertigo gibt es bereits vier englischsprachige Sammelbände und die Serie wird in monatlichen Abstände fortgeführt. </p>
<p>Für alle, die <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sandman">Sandman</a></strong>, <strong>Luzifer</strong> oder die <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_B%C3%BCcher_der_Magie">Bücher der Magie</a></strong> mögen, ein klarer Kauftipp…</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Review: Dylan Dog</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 16:32:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Ex-Scotland-Yard-Mitarbeiter, der an Flugangst leidet, ein trockener Alkoholiker, der ausschließlich dunkle Jeans, ein rotes Oberhemd und ein schwarzes Sakko trägt (wovon er ein Dutzend identisch aussehende, im Kleiderschrank hat), ein selbsternannter Detektiv des Grauens (&#8220;indagatore dell´incubo&#8221;), der zugleich ein hoffnungsloser Romantiker und melancholischer Frauenfreund ist, Fahrer eines alten VW-Käfers mit dem Kennzeichen &#8220;DYD 666&#8243; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" title="Dylan Dog" src="http://www.dylandogfansclub.org/dylan3.gif" alt="" width="189" height="561" />Ein Ex-Scotland-Yard-Mitarbeiter, der an Flugangst leidet, ein trockener Alkoholiker, der ausschließlich dunkle Jeans, ein rotes Oberhemd und ein schwarzes Sakko trägt (wovon er ein Dutzend identisch aussehende, im Kleiderschrank hat), ein selbsternannter Detektiv des Grauens (&#8220;indagatore dell´incubo&#8221;), der zugleich ein hoffnungsloser Romantiker und melancholischer Frauenfreund ist, Fahrer eines alten VW-Käfers mit dem Kennzeichen &#8220;DYD 666&#8243; und Arbeitgeber eines Assistenten, der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Groucho_Marx">Groucho Marx</a> nicht nur ähnlich sieht, sondern auch so heißt und dem filmischen Original in punkto dämlich-tiefgründiger Kommentare in nichts nachsteht. Um sich zu entspannen, spielt er uncoolerweise Flöte oder bastelt Modellschiffe. Trinken hat er, nachdem er seine Sucht besiegt hat, aufgegeben, dafür versucht er jetzt regelmäßig wieder anzufangen zu rauchen, um cooler zu wirken.</p>
<p>Es ist erstaunlich, weshalb er überhaupt immer wieder heil aus seinen Fällen herauskommt &#8211; dafür sterben andere umso häufiger. Der Tod, in der Gestalt eines traditionellen Skeletts mit Roben oder als die wunderschöne Frau namens <strong>Hope</strong>, ist in den Comics omnipräsent. Alles andere sind Monster des Tages, die die feste Sitcom-Welt besuchen und wieder verschwinden. Es gibt Zombies, Vampire, Werwölfe, Gespenster, Hexen, Jack the Ripper, Frankenstein, Dr. Jekyll, gerne mal alles auf einmal. Dass übernatürliches Zeug existiert ist gar keine Frage. Die wahren Monster sind jedoch meist die Menschen &#8211; und Dylan durchaus einer von ihnen.</p>
<p>Dabei nimmt sich Dylan selbst nicht allzu ernst. Ganz bewusst hat der Autor und Journalist <a href="http://www.msw-medienservice.de/schwarzerklecks/autoren/sclavi/">Tiziano Sclavi</a> hier einen <strong>Antihelden</strong> geschaffen und damit eine Kultfigur des  italienischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fumetti_neri">fumetti</a>, der vom ersten Jahr (1986) an in Italien (und später anderswo in der Welt) einen unglaublichen Erfolg genießt. Dies ist nicht zuletzt der außergewöhnlichen Schwarzweiß-Düsternis der Zeichnungen sowie dem filmischen Touch zu verdanken, der die komplette Serie durchzieht, wobei letzterer bisweilen in eine ziemliche Filmzitate-Sammlung ausartet, ohne jedoch die Story zu stören oder zu gefährden &#8211; oder gar über Gebühr zu ironisieren. Das geht soweit, dass große Teile bekannter Erzählungen, wie “<strong>Das Schweigen der Lämmer</strong>“ oder “<strong>The Green Mile</strong>“ in einzelnen Folgen verarbeitet werden.<br />
Und Sclavi macht kein Geheimnis aus den Werken, die ihn beeinflusst haben. Da wäre in erster Linie <strong>David Lynch</strong> (insbesondere &#8220;Elephant Man&#8221;), <strong>Todd Browning</strong>s &#8220;Freaks&#8221; und immer wieder <strong>Alfred Hitchcock</strong>. Geschmeichelt von <strong>Umberto Eco</strong>s offener Verehrung baut Sclavi auch häufiger Zitate dieses Meisters ein. Dylan selbst ist optisch dem Schauspieler<strong> Rupert Everett</strong> nachempfunden, sein Name dem Autor <strong>Dylan Thomas</strong> entliehen, seine Adresse, Craven Road 7, dem Regisseur <strong>Wes Craven</strong>.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter" title="Dylan and Friends" src="http://wp.modernfilmzine.com/wp-content/uploads/2009/02/dylan1.jpg" alt="" width="337" height="480" /><br />
<strong>Dylan und Unknown Armies</strong></p>
<p>Doch ungeachtet der brodelnden Zitateküche nehmen Sclavi und seine Zeichner die Gestalt Dylan Dog ernst, auch wenn künstlerische Brechungen und Verfremdungseffekte immer wieder durch die Geschichten mäandern. Und das ist es auch, was die Figur für den <strong>Unknown-Armies-Spielleiter</strong> interessant macht. Die Geschichten spielen mit Zitaten aus der Horror-Welt und ordnet sie neu und überraschend und durchbricht auch mal die “<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vierte_Wand">Vierte Wand</a>”, wenn der Zeichner von Dylans Zombie-Abenteuer selbst in einer Welt von <strong>Zombies</strong> lebt. Und deshalb ist die Frage nach Realität und Fiktion in den Geschichten mehr als fliessend. Ähnlich wie sein ernsteres Alter-Ego <a href="http://www.unknown-armies.de/artikel/review-hellblazer-comic/">John Constantine</a> lebt er in einem <strong>okkulten Untergrund</strong> parallel zur normalen Gesellschaft.</p>
<p>2001 brachte der <a href="http://www.carlsen.de/">Carlsen-Verlag</a> den Comic in Deutschland auf den Markt. Aufgrund mangelnder Nachfrage stellte er allerdings die Serie nach Band 20 im November 2002 wieder ein. Die Edition <a href="http://www.msw-medienservice.de/schwarzerklecks/titel/dylandog/">Schwarzer Klecks</a> führt die Serie dankenswerterweise seitdem in niedriger Auflage monatlich fort. Da man sich bei dieser Ausgabe auf ein &#8220;Best of&#8221; beschränkt (wohl leider auch beschränken muß), fehlt eine klare Chronologie.</p>
<p>Optisch halten die wunderschönen Coverillustrationen von <a href="http://www.comicartfans.com/comic-artists/claudio_villa.asp"><strong>Claudio Villa</strong></a> und später<strong> <a href="http://www.comicartfans.com/comic-artists/angelo_stano.asp">Angelo Stano</a></strong> die einzelnen Ausgaben zusammen. Für die amerikanische Version wurde <a href="http://www.artofmikemignola.com/"><strong>Mike Mignola</strong></a> bemüht. Man findet eine Vielzahl an Autoren und Künstlern, die sich an dem Setting versuchen, ähnlich wie die verschiedensten Regisseure einzelne Episoden einer TV-Serie drehen, mit meist sehr gutem Ergebnis. Die schönsten Geschichten erzählt nach wie vor Tiziano Sclavi selbst, der schließlich einen guten Teil seiner Person auf Dylan projiziert hat.</p>
<p><strong>Dylan abseits des Comics</strong></p>
<p>Es gab Computerspiele (Dylan Dog &#8211; The Murderers)  und sogar ein kurzlebiges Rollenspiel (Dylan Dog &#8211; Il Gioco dell&#8217;Incubo), doch 1994 erschien der großartige Film “<a href="http://www.youtube.com/watch?v=XVEhAw7bGx4&amp;feature=related">Dellamorte Dellamore</a>” mit dem damals nicht allzu bekannten <strong>Rupert Everett</strong> in der Hauptrolle. Regie führte der gelehrige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dario_Argento">Argento</a>-Schüler <strong>Michele Soavi</strong>.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter" title="Dellamorte Dellamore" src="http://adamantiumbullet.com/wp-content/uploads/2011/01/7_22.jpg" alt="" width="414" height="233" /><br />
Everett spielt zwar nicht Dylan sondern den Friedhofswärter Francesco Dellamorte, der jedoch im typischen Dylan-Outfit herumläuft und <strong>Zombies</strong> auf seinem Friedhof durch einen Schuss in den Kopf oder Enthauptung endgültig in das Reich der Toten befördert. Doch dieser Film erzählt dann  nicht mehr und nicht weniger als eine wunderbar unheimlich-erotisch-poetische Geschichte über Liebe, Tod, Sex, Erwachsenwerden, Freundschaft und &#8211; last, but not least &#8211; dem Ende der Welt, eine Quintessenz aus den Comic-Geschichten.  Die Handlung basiert auf einem Roman von Sclavi, der wiederum aus der Dylan-Geschichte “Orrore nero” entstammt, in der ein Friedhofswärter namens Dellamorte vorkommt.</p>
<p>Zu bemerken bliebt, dass 2010 in den USA eine neue Dylan-Dog-Verfilmung in die Kinos kam. Regie bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=_mqp4QA9Om0">DYLAN DOG: DEAD OF NIGHT</a> führt Kevin Munroe (“TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES” und die Hauptrolle spielt Brandon Routh (“SUPERMAN RETURNS”). Anstelle in <strong>London</strong> lebt Dylan in <strong>New Orleans</strong>. Der Film wirkt ein bißchen wie “<strong>HELLBOY</strong>” trifft auf “<strong>BUFFY</strong>”, was für einen netten Kinoabend o.k. ist, aber leider nicht an die Genialität des Comics heranreicht.</p>
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		<title>Review: Dark Corners (Film)</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 09:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Susan Hamilton könnte eine glückliche Ehefrau sein, mit einem tollen Haus und einem sie anbetenden Ehemann, doch zwei gravierende Missstände belasten ihre Existenz: Erstens kann sie keine Kinder bekommen. Zweitens träumt sie, sobald ihr die Augen zufallen, höchst realistisch vom grauenhaften Dasein als mittellose Leichenwäscherin namens Karen Clarke. Diese sieht aus wie ihr schwarzhaariger Zwilling, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Susan Hamilton könnte eine glückliche Ehefrau sein, mit einem tollen Haus und einem sie anbetenden Ehemann, doch zwei gravierende Missstände belasten ihre Existenz: Erstens kann sie keine Kinder bekommen. Zweitens träumt sie, sobald ihr die Augen zufallen, höchst realistisch vom grauenhaften Dasein als mittellose <strong>Leichenwäscherin</strong> namens Karen Clarke.</p>
<p>Diese sieht aus wie ihr schwarzhaariger <strong>Zwilling</strong>, lebt in einer heruntergekommenen Behausung, arbeitet bei einem düsteren Bestattungsunternehmen, wird auf ihrer täglichen Busfahrt von <strong>grotesken Personen</strong> angegafft und wacht morgens mit blutigen Wunden ohne Erinnerung auf, nur in Gedanken an die <strong>Alpträume</strong> von einer blonden Frau namens Susan Hamilton, die ihr blonder <strong>Zwilling</strong> sein könnten.</p>
<p>Kurz gesagt, beide leiden unter <strong>Alpträumen</strong>, in denen jeweils die andere im Mittelpunkt steht und zudem scheinen sich beide im Visier eines geheimnisvoller <strong>Serienmörder</strong>s, der es auf junge Frauen abgesehen hat, zu befinden. Ist dieser der Schlüssel zu beiden Personen, der das <strong>Reale</strong> mit dem <strong>Fiktiven</strong> verbindet? Wer oder was existiert in einer Welt, die nicht das zu sein scheint, was sie vorgibt?</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/08/dark-corners-poster1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2623" title="dark-corners-poster" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/08/dark-corners-poster1.jpg" alt="" width="491" height="276" /></a></p>
<p>&#8220;American Beauty&#8221;-Tochter Thora Birch spielt die Doppelrolle in diesem handwerklich solide gemachten britischen Horrorpsychothriller aus dem Jahr 2006. Regiedebütant Ray Gower bezieht seine Inspiration von Genre-Vorbildern wie  „<strong>Jacob‘s Ladder</strong>“, „<strong>Silent Hill</strong>“ oder auch „<strong>Lost Highway</strong>“. Stimmungsvolle Bilder, starke Darstellerleistungen und einige originelle Gore-Effekte unterstreichen den positiven Eindruck eines überdurchschnittlichen Low-Budget-Horrorfilms.</p>
<p>Gower fügt geschickt <strong>surreale Szenen</strong> in den Verlauf ein, so dass immer wieder <strong>makabere Momente</strong> daraus resultieren und dank einer passenden Sounduntermalung eine bedrückende Atmosphäre eingefangen wird. Dies betrifft nicht nur die dunkle Ebene, sondern auch das hellere “Realität“ (mit den Ängsten, die mit einer künstliche Befruchtung einhergehen), was schnell zu einigem Befremden führt, wenn der Zuschauer begreift, dass diese Ebenen auch mal ineinander übergreifen können.</p>
<p>Viele Szenen spielen sich wie im <strong>Traum</strong> ab, weil formale Eigenschaften völlig außer Acht gelassen werden. So rät ein Hypnosetherapeut erst einmal das Symptom der Patientin, bevor die zu Wort kommt, an anderer Stelle steht eine Verstorbene vom Leichentisch auf und diskutiert den Handlungsverlauf, ein blinder Polizeikommissar führt eine Befragung durch und anderswo wird ein Schlüssel erbrochen, der später noch zum Öffnen einer enthüllenden Sache beitragen wird. Viele Personen oder Gegenstände kommen in leicht veränderter Form in beiden Ebenen vor und der Zuschauer rätselt, was Realität sein könnte und was der Alptraum.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/08/film018.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2624" title="dark-corners-3" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/08/film018.jpg" alt="" width="480" height="320" /></a></p>
<p>Für den <strong>Unknown-Armies-Spielleiter</strong> ist der Film ein Beispiel dafür, wie man seine Spieler im Ungewissen über die Stabilität von Realität hält. Was passiert, wenn die Charaktere in ihren Träumen unbekannte Personen sehen, die plötzlich auch in ihrer Realität herumlaufen? Ist das, was an Grausamkeiten im <strong>Okkulten Untergrund</strong> passiert, nicht einfach nur ein Alptraum oder werden die Momente der Realität von irgendwelchen <strong>Adepten</strong> vorgetäuscht? Hat ein <strong>Personomant</strong> sich zu tief in eine seiner Persönlichkeiten verloren und kehrt daraus nicht mehr hervor? Hat man sich bei einem <strong>Avatar des Händlers</strong> die Erinnerung an ein Leben gekauft, das besser als das eigene war? Hat ein <strong>Dipsomant</strong> einen <strong>Dämonen</strong> getrunken, dessen Erinnerungen immer wieder an die Oberfläche kommen oder ist man ein <strong>Dämon</strong>, der die Träume eines <strong>Dipsomanten</strong> erlebt? All das erkennt man aus den Augenwinkeln schemenhaft in den dunklen Ecken unserer Existenz.</p>
<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt0485376/">Eintrag</a> in der IMDB.<br />
<a href="http://www.rottentomatoes.com/m/dark_corners/">Eintrag</a> bei Rotten Tomatoes.</p>
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		<title>Review: The Midnight Meat Train (Film)</title>
		<link>http://www.unknown-armies.de/artikel/the-midnight-meat-train/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 20:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich wollte euch diesmal einen Horror-Film vorstellen, der mich seit langem wirklich begeistern konnte. Leon Kauffman (Bradley Cooper), ein Polizeifotograf mit Hang zum Künstler, fährt eines Nachts mit seiner Kamera ausgestattet mit der New Yorker U-Bahn. Er beobachtet dabei wie einige Jugendliche eine junge, schöne Frau bedrängen. Nachdem er zunächst einige Fotos davon schiesst, schaltet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich wollte euch diesmal einen Horror-Film vorstellen, der mich seit langem wirklich begeistern konnte.</em></p>
<p>Leon Kauffman (Bradley Cooper), ein Polizeifotograf mit Hang zum Künstler, fährt eines Nachts mit seiner Kamera ausgestattet mit der <strong>New Yorker U-Bahn</strong>. Er beobachtet dabei wie einige Jugendliche eine junge, schöne Frau bedrängen. Nachdem er zunächst einige Fotos davon schiesst, schaltet er sich in das Geschehen ein. Kurz darauf verschwindet die Unbekannte vor seinen Augen in einem Zug, er macht blitzschnell noch ein paar Aufnahmen. Am nächsten Tag liest er in der Zeitung, dass es sich bei der Schönheit um ein Model handelt, das seit jenem Vorfall als vermisst gilt und auf seinen Fotos erkennt er, wer für ihr Verschwinden verantwortlich sein könnten. Von nun an rennt er um sein Leben und beschließt herauszufinden, wer dieser Mann (Vinnie Jones) ist und was er mit dieser Frau angestellt hat. Seine Forschungen führen ihn nicht nur tief in die U-Bahn-Schächte unter New York, sondern auch in seine eigene Düsternis.</p>
<p style="text-align: center;"> <a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/07/the-midnight-meat-train-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2476" title="the-midnight-meat-train-1" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/07/the-midnight-meat-train-2.jpg" alt="" width="465" height="197" /></a></p>
<p style="text-align: left;">„The Midnight Meat Train“ ist die Verfilmung einer Kurzgeschichte aus <strong>Clive Barkers „<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Books_of_Blood">Bücher des Blutes</a>“</strong> aus dem Jahre 2008. Regie führte der japanische Kultregisseur <strong>Ryuhei Kitamura</strong> (<em>Versus, Alive, Azumi</em>), wobei man sich sofort fragt, wie dieser aus einer gerade mal 50 Seiten starken Geschichte einen abendfüllender Spielfilm entstehen lassen konnte.</p>
<p>Auf der technischen Ebene bietet der Film hervorragende Kost: Interessante, mitunter gewagte Kamerafahrten, einwandfreie Spezialeffekte und meisterhaft inszenierte Szenen, so das selbst die brutaleren „Splatter-Sequenzen“ in der U-Bahn wie eine kunstvolle Choreographie wirken, die selbst nie exhibitionistischer Natur sind (wie z.B. bei der SAW-Reihe), sondern die Geschichte am Laufen halten. Ich sage immer gerne, dass es sich wohl um einen der ersten <strong>„Arthouse“-Splatterfilme</strong> handeln muss.</p>
<p>Der Erfolg wurde ihm leider verwehrt, da die Verleihfirma <strong>Lion Gates</strong> nur extrem wenige Kopien in die Kinos brachten und keine Werbung machten. So bleibt es an einem die DVD mit sehr interessanten Extras zu kaufen, insbesondere das Interview mit <strong>Clive Barker</strong>, der auch am Drehbuch mitschrieb, ist empfehlenswert.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/07/the-midnight-meat-train_1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2477" title="the-midnight-meat-train_2" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/07/the-midnight-meat-train_1.jpg" alt="" width="466" height="310" /></a></p>
<p>Für den <strong>Unknown Armies</strong> Spielleiter sind, neben der tollen atmosphärischen Darstellung der New Yorker U-Bahn, es wohl die beiden Hauptcharaktere, die Beachtung verdienen:  Der Fotograf <strong>Leon Kauffman</strong> Mann, der von seiner Besessenheit mitgerissen und an einem finsteren Ort in seiner Seele festgehalten wird. Seine <strong>Obsession</strong> bringt ihn beispielsweise dazu, dass er erst eine anstehende Vergewaltigung fotografiert, bevor er sich einmischt und führt schliesslich dazu, dass er in die Welt unterhalb der Stadt eindringt.</p>
<p>Und der Berufsmetzger <strong>Mahogany</strong>, ein stiller Hühne mit streng zurückgekämmten Haaren, einem versteinerten Gesichtsausdruck und einer ruhigen, aber dennoch äußerst gefährlichen Art, der Nacht für Nacht in der letzten U-Bahn sein Unwesen treibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Alizarin&#8217;s Journal</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 17:26:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einer Wühlkiste auf dem Düsseldorfer Bücherbummel stiess ich auf ein Comic, das nicht nur hervorragend aussah, sondern auch sehr Unknown Armies tauglich schien: „Alizarin&#8217;s Journal“. Glücklicherweise war es die Ausgabe Nr. 1 und nicht irgendwas aus der Mitte einer nichtendenwollenen Reihe. Als ich es zuhause las, wurde meine Hoffnung bestätigt: tolle Zeichnungen, mitreissende Story, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer Wühlkiste auf dem <strong>Düsseldorfer Bücherbummel</strong> stiess ich auf ein Comic, das nicht nur hervorragend aussah, sondern auch sehr <strong>Unknown Armies</strong> tauglich schien: „Alizarin&#8217;s Journal“. Glücklicherweise war es die Ausgabe Nr. 1 und nicht irgendwas aus der Mitte einer nichtendenwollenen Reihe. Als ich es zuhause las, wurde meine Hoffnung bestätigt: tolle Zeichnungen, mitreissende Story, <strong>Urbaner Horror</strong> vom Feinsten gezeichnet von einem Könner des Genres<strong> Matt Busch</strong> (Witchblade, Star Wars).</p>
<p>Und dann die kalte Dusche: das war die erste <span style="text-decoration: underline;">und</span> letzte Ausgabe.</p>
<p><img class="alignleft" title="Alzarian" src="http://www.mattbusch.com/ajg%2012.jpg" alt="" width="242" height="360" />Zwar hat Matt auf seiner <a href="http://www.mattbusch.com/Alizarn%27s%20Journal.html">Website</a> noch einen Trailer, aber der Download geht ins Nichts. Bei Interviews kann man lesen, dass Matt vorhatte, das Comic verfilmen zu lassen, aber die Nachricht war von 2001 (Das Comic in meinen Händen von 1999).</p>
<p>Aber um was geht’s in dem Comic überhaupt?</p>
<p>Es geht um <strong>Alizarin McKinnely</strong>, einer <strong>Parapsychologin</strong>, die Studien alter Kulturen betreibt und deshalb die Welt mit ihrem <strong>Meerschweinchen Bunky </strong>bereist. In ihrem namensgebenden Tagebuch schreibt sie ihre Erfahrungen mit der Welt des <strong>Übernatürlichen </strong>auf.</p>
<p>Die Geschichte beginnt mit dem Mord an ihrem Bruders Cadmium (woher die Liebe ihrer Eltern für die chemische Namensgebung kommt, ist unbekannt). Ihm wurden im Schlaf die Augen entfernt, doch als sie nach seiner Beerdigung nach Hause kommt, findet sie einen Brief in seiner Handschrift mit den Wort „Danke“, seiner Unterschrift und einem <strong>seltsamen Zeichen</strong>. <img class="alignright" title="Journal" src="http://www.mattbusch.com/ajg%2013.jpg " alt="" width="230" height="360" />Währenddessen werden die anderen Mitspieler in diesem übernatürlichen Thriller vorgestellt: Destiny, Alzarins beste Freundin und <strong>Tarotkartenleserin</strong>, Scott,<strong> paranormaler Detektiv</strong>, Andrea, dessen Assistentin und Mitch Meyer, einem <strong>Professor für Parapsychologie</strong> an der<strong> Universität von Massachusetts</strong>&#8230; und natürlich Bunky, das Meerschweinchen.</p>
<p>Man merkt das Potential und deshalb versuchen wir hier<strong> im Blog und im Forum </strong>mal ein Szenario daraus zu basteln. Also im Juli beginnen wir mal die ersten Ideen dafür zu sammeln, um so nach und nach ein klassisches UA-Szenario zu erstellen, das wir dann im Blog veröffentlichen.</p>
<p>Geht doch einfach mal auf Matt Busch&#8217;s <a href="http://www.mattbusch.com/AJ%20Gallery.html">Seite</a> und lasst euch von den Zeichnungen inspirieren&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Link zum <a href="http://www.okkulter-untergrund.de/forum/index.php/topic,1284.0.html">Forum</a>.</p>
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		<title>Review: Hellblazer (Comic)</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 12:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[John Constantine ist der Hellblazer Bereits in den 1980er Jahren entwickelte Comic-Autor Alain Moore (Watchmen, From Hell, League of Extraordinary Gentlemen, V wie Vendetta) die Figur John Constantine. John war anfangs bloß ein Side-Kick zu &#8220;Swamp Thing“, ein undurchsichtiger Fremder, der gelegentlich auftauchte, ein paar schlaue Sachen sagte, und wieder verschwand. Da er jedoch relativ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>John Constantine ist der Hellblazer</strong></p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/NEWBLAZER158.jpg"></a><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/NEWBLAZER158.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1968" title="HELLBLAZER158" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/NEWBLAZER158.jpg" alt="" width="258" height="489" /></a>Bereits in den 1980er Jahren entwickelte Comic-Autor<strong> Alain Moore</strong> (Watchmen, From Hell, League of Extraordinary Gentlemen, V wie Vendetta) die Figur <strong>John Constantine</strong>. John war anfangs bloß ein Side-Kick zu &#8220;Swamp Thing“, ein undurchsichtiger Fremder, der gelegentlich auftauchte, ein paar schlaue Sachen sagte, und wieder verschwand. Da er jedoch relativ populär beim Publikum war, entschied sich der Verlag nach einigen Jahren, ihm eine eigene Serie zu widmen, die seither erfolgreich beim US-Label <strong><a href="http://www.dccomics.com/vertigo/comics/?cm=17039">Vertigo</a> </strong>erscheint.</p>
<p>Verschiedene Comic-Künstler wie z.B. Brian Azzarello (100 Bullets) , Dave McKean (Die Schwarze Orchidee ), Garth Ennis (Preacher), Dave Taylor (Judge Dredd), Mike Carey (Lucifer), Tim Bradstreet (Shadowrun; Vampire: The Masquerade), Jamie Delano (Animal Man), Neil Gaiman (Sandman, Bücher der Magie), David Lloyd (V wie Vendetta), Peter Snejbjerg (Starman) und Warren Ellis (Transmetropolitan) haben sich den Abenteuern von John Constantine angenommen und sie in verschiedenen Comics in Szene gesetzt.</p>
<p>Während dem Verlag<strong> <a href="http://www.schreiberundleser.de/index.php?main_page=index&amp;cPath=cPath=1_19&amp;zenid=5565bcee7224ae939d4f8c775ec36c52">Schreiber und Leser</a></strong> die Ehre zukommt, den kettenrauchenden Straßenmagier John Constantine nach Deutschland geholt und erstmals verlegt zu haben, wird nach der Vertigo-Komplettlizenzübergabe <strong>Hellblazer </strong>seit 2007 von <strong><a href="http://www.paninicomics.de/?s=serie&amp;gs_gruppe=83">Panini</a> </strong>herausgegeben.</p>
<p><strong>Wer ist John Constantine?</strong></p>
<p>John Constantine ist ein kettenrauchender Brite mit großer Ähnlichkeit zum Musiker Sting bzw. dessen Figur <a href="http://www.youtube.com/watch?v=bi5IsOqLOi8">Ace</a> im Film <strong>Quadrophenia </strong>aus dem Jahr 1979. Er trägt einen schmutzigen Trenchcoat und eine schlechtgebundene Kravatte. Er ist ein Magier aus der Arbeiterklasse, ein notorischer Einzelgänger, ein Dieb, ein Betrüger, ein ehemaliger Punk.<br />
Constantine ist abwechselnd ein totaler Bastard, ein Säufer, ein Trickster, ein Adrenalin-Junkie, und manchmal, wenn keiner hinschaut, ein netter Kerl. Er verabscheut Gewalt und vor allem Schusswaffen. Er hat keine Superkräfte, sondern nur seinen scharfen Verstand, ein kleines bißchen Magie, und einen Ruf, um den ihn <strong>Aleister Crowley</strong> beneiden würde.<br />
Arroganz und Sarkasmus zeichnen ihn aus. Unzählige Male spaziert er auf den Pfaden zwischen Himmel und Hölle, tanzt am Rande des Vulkans. Seine Gegenspieler sind manchmal Dämonen, manchmal Erzengel. Meistens hat er es jedoch mit Seinesgleichen zu tun, mit Menschen.</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/Hell_Blazer_Sean_Phillips.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1979" title="Hell_Blazer_Sean_Phillips" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/Hell_Blazer_Sean_Phillips-300x143.jpg" alt="" width="300" height="143" /></a></p>
<p>Die Welt von Hellblazer ist dabei wie ein Blick hinter die Kulissen der Wirklichkeit. Seit er in seiner Jugend begann, sich mit <strong>Magie </strong>zu beschäftigen, wandelt Constantine auf Wegen fernab der normalen Welt. Lust am Risiko und der Wunsch nach Macht haben ihn dazu getrieben, in jungen Jahren die dunkle Kunst der Magie zu erlernen. Inzwischen ist er ein reumütiger Sünder, ein Magier, der am eigenen Leib erfahren hat, was überirdische Macht anrichten kann. Auf seinem Weg ist er einsam geworden. Regelmäßig tauchen die <strong>Geister </strong>von toten Freunden auf und verfluchen ihn. John versucht sich einzureden, nichts mit ihrem Unglück zu tun zu haben und streitet jede Schuld ab. Inzwischen ist sein einziger zuverlässiger Wegbegleiter ein schlechtes Gewissen.</p>
<p><strong>Hellblazer und Unknown Armies</strong></p>
<p>Die Geschichten in Hellblazer werden dreckig und unverschämt und vor allem lässig erzählt. Sie sind ein Beispiel für puren Horror, ohne diesen auf den blanken Effekt zu reduzieren.<br />
In ihnen geht es unter anderem um: die Erlebnisse eines Vietnam-Veterans, der für seine Kriegsverbrechen büßen muß; um eine Monstrosität, geborenen aus Skinheads und Hooligans; um Hobby-Satanisten; um einen Psychotrip durch die USA, inklusive Begegnung mit Geistern von Indianer und toten Präsidenten; um das Überleben in einem Südstaatenhochsicherheitsknast und um Yuppie-Dämonen.</p>
<p>Spätestens bei dieser Aufzählung ist zu erkennen, wie gut John Constantine in die Welt von <strong>Unknown Armies</strong> passt. Laut Regelwerk wäre er wohl ein <strong>Ritualmagier</strong>, doch in all den Comics wird eigentlich niemals klar, wieviel Magie John eigentlich beherrscht. Mal wird er als relativ mächtig hingestellt, dann wieder als jemand, der eigentlich immer nur blufft und zufälligerweise eine Ausgabe des höllischen Telefonbuches besitzt.</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/Hellblazer-sm.jpg"></a><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/hellblazer1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1981" title="hellblazer1" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/hellblazer1.jpg" alt="" width="500" height="177" /></a><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/hellblazer1.jpg"></a></p>
<p>Nutzt er Magie, so ist diese typisch für den <strong>okkulten Untergrund</strong>: Für ein Ritual muss Constantine eine „Haarlocke in Eden vergraben“, seinen Freund während eines Voodoorituals magische Bannzeichen eintätowieren und um Seelen in der Hölle zu erkennen, werden diese per Handy kontaktiert und leuchten darauf. Alles reichlich postmodern.</p>
<p>Kurz, die <a href="http://www.insanerantings.com/hell/">Hellblazer-Stories</a> sind eine Fundgrube an okkulten Wahrheiten für den geneigten UA-Spielleiter und wie John Constantine schon sagte: „<em>Wer keine Angst vor der Wahrheit hat, kann einfach nicht lügen.</em>“</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/hellblazer1.jpg"></a></p>
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		<title>Review: Locke &amp; Key</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 19:33:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Locke &#38; Key ist eine Comicreihe des Autoren Joe Hill und des Zeichners Gabriel Rodriguez. Die erste Reihe von sechs Heften „Welcome to Lovecraft“ startete im Februar 2008. Seit Januar 2009 erschien 6 weitere Hefte monatlich in der Reihe „Head Games“. Seit November 2009 läuft die dritte Reihe Crown of Shadows. Den Abschluss soll eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Locke &amp; Key</strong> ist eine Comicreihe des Autoren <a href="http://joehillfiction.com/">Joe Hill</a> und des Zeichners <a href="http://gabrielrodriguez.deviantart.com/">Gabriel Rodriguez</a>. Die erste Reihe von sechs Heften „Welcome to Lovecraft“ startete im Februar 2008. Seit Januar 2009 erschien 6 weitere Hefte monatlich in der Reihe „Head Games“. Seit November 2009 läuft die dritte Reihe <strong>Crown of Shadows</strong>. Den Abschluss soll eine große Graphic Novel bilden, die dann im Februar 2011 erscheinen soll. In Deutschland wird „Locke &amp; Key“ von <a href="http://www.paninicomics.de/locke--key-1-willkommen-in-lovecraft-i5880.html">Panini</a> in der Form von 4 Softcover-Bänden vertrieben.</p>
<p><img src="http://www.fusedfilm.com/wp-content/uploads/2010/09/fflockkey.jpg" alt="Keyhouse" width="450" height="292" /> </p>
<p>Ein altes Anwesen in <strong>Neuengland</strong> ist der Schauplatz des Comics. In dem Haus befinden sich <strong>Türen</strong>, die nicht nur zu anderen Räumen weisen. Sie verwandeln alle, die durch sie gehen. Doch der gewöhnliche Besucher ist nicht allein. Dieses Haus bietet einer hasserfüllten Kreatur Unterschlupf, die nicht aufgeben wird, bis sie die schrecklichste Tür von allen geöffnet hat.</p>
<p>Doch die fantastischen Elemente spielen nicht die wichtigste Rolle in der Geschichte. Viel wichtiger ist die emotionale Lage der Familie Locke, die nach der Ermordung des Vaters und einem brutalen Überlebenskampf der restlichen Familie gegen die Mörder, vor ihrem alten Leben in San Francisco an die Ostküste Amerikas an einen Ort namens „<strong>Lovecraft</strong>“, in genau jenes Anwesen namens „<strong>Keyhouse</strong>“, in dem einst der Vater lebte, flieht</p>
<p>Die Lockes können den Schreckensbildern in ihrem Kopf nur schwer entfliehen: Ty, der älteste Sohn, vergräbt sich in Arbeit und Grübeleien, von Selbsthass und Scham zerfressen, seine Mutter flüchtet in den Alkohol, Tochter Kinsey versucht, durch Anpassung aus der Welt zu verschwinden.</p>
<p>Der jüngste Sohn Bode hingegen verdrängt den Tod seines Vaters, er vertreibt sich die Zeit damit, Keyhouse zu erforschen. Er findet eine Tür, die einen, wenn man sie durchschreitet, in einen Geist verwandelt und seinen leblosen Körper an der Türschwelle zurücklässt. Schnell entdeckt Bode, was man als Geist so alles machen kann. Außerdem entdeckt er ein geheimnisvolles Geistwesen in einem Brunnen nahe dem Haus, das ihn bittet ihm heraus zu helfen, welches ein Teil des alten Familiengeheimnis ist.</p>
<p>Und schließlich entkommt Sam Lesser, der sadistischen Mörders des Vaters, aus dem Jugendgefängnis. Auch er scheint irgendwie mit <strong>übernatürlichen Mächten</strong> in Verbindung zu stehen.</p>
<p>Während jeder Einzelne von ihnen mit der Trauer unterschiedlich umgeht, merken die Familienmitglieder bald, dass sie Sam nur zusammen aufhalten können. Der Irre ist nämlich ebenfalls auf den Weg in Richtung Osten, um endlich jenen <strong>Schlüssel</strong> zu finden, mit dem das Wesen im Brunnenschacht fliehen kann.</p>
<p><img src="http://i.newsarama.com/images/locke-key-kingdom_ff.jpg" alt="Mirrors" width="433" height="178" /></p>
<p>Der Autor Joe Hill (nebenbei Sohn von Horror-Legende <strong><a href="http://www.stephenking.com/index.html">Stephen King</a></strong>), der seine Geschichte als eine Art modernes <strong>Grimm&#8217;sches</strong> <strong>Märchen</strong> beschreibt, schildert eindrucksvoll, wie der plötzliche Einbruch von Gewalt und Tod das Leben, Denken und Fühlen vor allem der jungen Protagonisten verändert. Darüber hinaus verschränkt er kunstvoll den realen Schrecken mit der übersinnlichen Bedrohung.</p>
<p>Die Horror-Elemente beschränken sich ja auf einige wenige recht deftige Gewaltszenen, die  so knapp dosiert sind und so unvermittelt daherkommen, dass sie umso größere Wucht entfalten. Von diesen Szenen abgesehen, erzählen Hill  und sein Zeichner Gabriel Rodriguez sehr ruhig, konzentrieren sich  auf ihre Figuren und deren Innenleben und wechseln regelmäßig die Erzählperspektive. So wird ein Kapitel aus Sicht  des ältesten Bruders Tyler erzählt, das nächste aus der Sicht seiner  Schwester Kinsey, und so weiter. So wird einem die Handlung aus verschiedenen Blickwinkeln serviert und man kann Blicke ins koplizierte Innenleben der Protagonisten werfen.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-49216.html"><img src="http://www.spiegel.de/images/image-35823-panoV9-nmjg.jpg" alt="Ausschnitt" width="455" height="206" /></a></p>
<p>Diese Mischung aus mystischer Fantasy, hartem Thriller, Horror und Familiendrama in Comicform ist trotz des Ortsnamens „Lovecraft“, der eigentlich den kosmischen Schrecken des <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cthulhu-Mythos">Cthulhu-Mythos</a></strong> erwarten lässt, ein klassisches <strong>Unknown Armies</strong> Setting mit <strong>Artefakten</strong> (die Schlüssel sind nicht die einzigen!), seelenwandelnden <strong>Dämonen</strong> (das Ding im Brunnen), obsessiven <strong>Psychokillern</strong>, <strong>Astralebenen</strong>, <strong>lebenden Schatten</strong> und, als Wichtigstes, der Mensch als auslösenden Faktor des Ganzen.</p>
<p><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steven_Spielberg">Steven Spielberg</a></strong> wird 2011, mit seiner eigenen Produktionsfirma <strong>Dreamworks TV</strong> in Kooperation mit <strong>20th Century Fox</strong>, das Comic als Fernsehserie produzieren.</p>
<p>Die Pilotfolge soll ab Mitte Januar dieses Jahres in Pittsburgh unter der Regie von Film-Regisseur <a href="http://www.markromanek.com">Mark Romanek </a>(One Hour Photo) entstehen und im Laufe des Jahres in den USA ausgestrahlt werden. Es bleibt zu hoffen. dass <strong>Locke &amp; Key</strong> damit eine größere Fangemeinde bekommt.</p>
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		<title>Review: Human Target (Comic)</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 22:23:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Christopher Chance ist ein Mann, der sich in jeden beliebigen anderen Menschen verwandeln kann. Er nutzt dies aus, um für seine Auftraggeber an deren Stelle sich der Gefahr eines Attentats oder sonstiger gefährlichen Situationen auszusetzen. Dabei nimmt er nicht nur das Äußere seiner Auftraggeber an, sondern er scheint wirklich vollkommen ihre Rolle zu übernehmen. Christopher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Christopher Chance ist ein Mann, der sich in jeden beliebigen anderen Menschen verwandeln kann. Er nutzt dies aus, um für seine Auftraggeber an deren Stelle sich der Gefahr eines Attentats oder sonstiger gefährlichen Situationen auszusetzen. Dabei nimmt er nicht nur das Äußere seiner Auftraggeber an, sondern er scheint wirklich vollkommen ihre Rolle zu übernehmen.</p>
<p><a href="http://martincompart.files.wordpress.com/2010/10/gang_busters.jpg"><img class="aligncenter" title="Gangbusters" src="http://martincompart.files.wordpress.com/2010/10/gang_busters.jpg" alt="" width="243" height="396" /></a></p>
<p>Christopher Chance erblickte das Licht der Comic Book-Welt 1958 in GANG BUSTER No.61. Er wäre ein längst vergessener One Shot, hätten ihn nicht Len Wein und Carmine Infantino 1972 neu belebt. In den frühen 1970ern diente er als Füllserie für <strong>Superman</strong> in der ACTION COMIC-Reihe. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnt wechselte er als Füllmaterial zu <strong>Batman</strong> in DETECTIVE COMICS. Zu seinen Zeichnern zählten Stars wie Neal Adams und Howard Chaykin.  Mit den Zeichnern <strong>Edvin Biukovic</strong>, <strong>Cliff Chiang</strong> und <strong>Javier Pulido</strong> legte <strong>Pete Milligan</strong> für DCs VERTIGO-Line 1999 schließlich eine beeindruckende Mini-Serie und 2003 eine Graphic Novel für erwachsenen Leser vor; und von 2003 bis 2005 gab es dann eine monatliche 21-teilige Heftserie, die jedoch selten die Qualität der ersten fünf Comics erreichte.</p>
<p><a href="http://www.comix-index.de/Bilder/humantarm1.JPG"><img class="aligncenter" title="HumanTarget1" src="http://www.comix-index.de/Bilder/humantarm1.JPG" alt="" width="218" height="328" /></a></p>
<p>Diese neue Serie began 1999 mit dem Comic <strong><a href="http://www.dccomics.com/media/excerpts/13673_1.pdf">Human Target #1 of 4</a></strong>, in dem Chance einen Punkt in seinem Leben und seiner Karriere erreicht, an dem er sich seine Aufträge aussuchen kann.  Er wird für einen Monat zu Reverend Earl James, einem Mann Gottes, der seine Mitmenschen dazu auffordert, sich gegen die Flut der Drogen stark zu machen und der gegen die Dealer und deren Auftraggeber endlich vorgeht. Zwar versuchen ihn die <strong>Drogendealer</strong> direkt in der Kirche auszuschalten, doch gelingt ihnen dies nicht. Als Christopher wieder er selbst ist, hat er Schwierigkeiten, das Leben des Reverend aus seinen Gedanken zu vertreiben und versucht eine Frau aufzureißen, die ihn auf ganz andere Gedanken bringen soll. Die Frau ist schnell gefunden und scheint auch willig zu sein, doch leider versucht sie ihn mit einen Schuss in den Kopf zu erledigen. Die Frau ist eine Killerin namens Emerald, die den Auftrag hat, Christopher Chance zu töten. Doch ein Mann, dessen Auftrag Christopher vor einem Monat abgelehnt hatte und der in diesem Moment auftaucht, um ihm das Leben zu retten, behauptet, dass diese Frau auch ihm nach dem Leben getrachtet hat. Nun ist Emerald verwirrt, da sie niemals zwei Aufträge auf einmal annimmt und als der Fremde seine Gesichtsmaske abnimmt, ist sie noch mehr verwirrt und verläßt das Zimmer, da sie plötzlich vor zwei identisch aussehende Männer steht. Die beiden sind nun alleine und müssen nun untereinander klären, wer denn der <strong>echte</strong> Christopher Chance ist.</p>
<p>Wem nun spontan eine Assoziation zu einem typischen Erlebnis eine <strong>Personomanten</strong> im <strong>okkulten Untergrund</strong> hatte, wird verstehen, dass ich diese Miniserie für äusserst UA-tauglich halte.</p>
<p>Geschickt treibt der Autor <strong>Peter Milligan</strong> sein Spiel über die <strong>Identitätskrisen</strong> seiner Protagonisten und erschafft dadurch einen intelligenten <strong>Actionthriller</strong> in dem jeder so tut, als wäre er jemand anderes:  Ein Mann, der vorgibt Chance zu sein, der vorgibt jemand anderes zusein. Der Reverend, der tut als wäre er ein frommer Mann. Die Killerin, die gleichzeitig Vorstadthausfrau und liebevolle Mutter ist und nicht weiß, welche ihrer beiden Rollen die vorgeschobenen ist. Kaputte Typen in einer Welt voller <strong>tarantinoesquen Gewalt</strong>, in der nur gespaltene Persönlichkeiten die letzte Wahrheit hervorlocken können.</p>
<p><a href="http://www.blogcdn.com/www.comicsalliance.com/media/2010/04/humantargettpb2.jpg"><img class="aligncenter" title="HumanTarget_Reverend" src="http://www.blogcdn.com/www.comicsalliance.com/media/2010/04/humantargettpb2.jpg" alt="" width="456" height="428" /></a></p>
<p>Ein besonders krasser (und sehr postmoderner) Moment entsteht, als einer der Hauptfiguren  an dem Tag, an dem sich die Welt für immer veränderte, seine Chance nutzt und verschwindet. Für alle, die ihn kannten, ist er zusammen mit vielen anderen in den Türmen des <strong>World Trade Centers</strong> umgekommen.</p>
<p>Seit Ende September 2010 wurde die US-amerikanische <strong>Fernsehserie</strong>, die lose auf den Comics beruht, auf <strong><a href="http://www.prosieben.de/tv/human-target/">ProSieben</a></strong> in Deutschland gestartet. Eine zweite Staffel ist bereits in Auftrag gegeben.</p>
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		<title>Review: Freeze Frame</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 21:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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		<description><![CDATA[Seitdem Sean Veil vor zehn Jahren vom Verdacht des Dreifachmordes freigesprochen wurde, lebt er in einem ehemaligen, gut verriegelten Fabrikgebäude in London und filmt jede Sekunde seines Daseins mittels mehrere Dutzenden von Kameras, die wirklich jeden seiner Schritte aufzeichnen. Sein selbsterdachtes Motto dabei lautet „Off camera is off guard“. Selbst ausserhalb seiner Wohnung nimmt er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem Sean Veil vor zehn Jahren vom Verdacht des Dreifachmordes freigesprochen wurde, lebt er in einem ehemaligen, gut verriegelten Fabrikgebäude in London und filmt jede Sekunde seines Daseins mittels mehrere Dutzenden von Kameras, die wirklich jeden seiner Schritte aufzeichnen. Sein selbsterdachtes Motto dabei lautet <strong>„Off camera is off guard</strong>“. Selbst ausserhalb seiner Wohnung nimmt er sich mit einer am Körper festgeschnallten Kamera auf und achtet penibel darauf, immer rechtzeitig die Bänder zu wechseln.</p>
<p><em style="font-size: 24px; font-family: Geneva, Arial, Helvetica, sans-serif;">„<strong>ParanoiA</strong> setzt die Fähigkeit zu <strong>DenkeN</strong> außer Gefecht. Ich kann noch <strong>dENKEn</strong>, also bin ich nicht <strong>pARANOId </strong>!“</em></p>
<p>Aber obwohl Sean offiziel freigesprochen wurde, gibt es Menschen, die nach wie vor von seiner Schuld überzeugt sind &#8211; dazu zählt auch der inzwischen berühmt gewordener Profile Saul Seger, der pünktlich zum 10. Jahrestag des Familienmordes mit einem weiteren Buch neue Beweise vorbringen will. Er und der todkranker Detective Louis Emeric haben es sich zur Aufgabe gemacht, Veil hinter Gitter zu bringen. Als sie ihn erneut des Mordes beschuldigen, fehlen Sean die entscheidenden Aufnahmen, welche seine Unschuld beweisen sollten. Lediglich die Reporterin Catie Carter scheint auf seiner Seite zu sein, doch ihre Gründe liegen im Dunkeln.</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2010/08/FreezeFrame01.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1325" title="FreezeFrame01" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2010/08/FreezeFrame01.jpg" alt="" width="494" height="172" /></a></p>
<p>Der Storyansatz der freiwilligen, absoluten Selbstopferung für das perfekte Alibi wird auf eine interessante Art und Weise angegangen: immer wieder unterbrechen Seans Merksätze den Verlauf der Handlung und er macht sich mnemotechnische Notizen. Den Zuschauer versetzt diese Erzählweise direkt in den Kopf des Protagonisten und lässt ihn somit ebenfalls zum paranoiden &#8220;Freak&#8221; werden. Der Zuschauer ist zerissen, Sean tatsächlich als paranoiden Massenmörder zu sehen, während man gleichzeitig nicht umhin kommt, ihm und somit an eine Art Verschwörung zu glauben. Nach dem Auseinanderbrechen von Veils perfektem Überwachungszustand brechen gefährliche und aggressive Wesenzüge aus ihm heraus. So und nicht anders stellt man sich einen von starkem Verfolgungswahn geplagten Menschen vor, dessen schlimmste Befürchtung wahr geworden sind.</p>
<p style="font-size: 24px; font-family: Geneva, Arial, Helvetica, sans-serif;">„Ich habe keine <strong>wAHNVORSTELLUNGEn</strong>, also bin ich auch nicht sonderlich <strong>mISSTRAUISCh</strong>. Eventuell bin ich <strong>fEINDSEELIg</strong>, aber nur, weil <strong>DiE dA</strong> <strong>dRaUßEn</strong> mich drankriegen wollen.“</p>
<p>Die an <strong>Memento </strong>(2000) oder <strong>The Machinist </strong>(2004) erinnernde Handlung hinterlassen zusammen mit der an <strong>Blair Witch Project </strong>(1999) erinnernden Kameraführung einen tollen Eindruck. Um ein bestmögliches Bild von Veils kalter Umgebung zu vermitteln, versieht der Autor und Regisseur John Simpson die düstere Handlung mit entsprechender Kulisse und scheinbar gleichgültigen Charakteren. Beinahe monochrom sind die Aufnahmen, die Bilder mehrheitlich in kalten Grau- und Blautönen gehalten. <strong>Freeze Frame </strong>ist in Summe ein mit sehr beklemmender Atmosphäre daherkommender Psycho-Thriller in bester Kafka-Manier mit einer durchdachten, kühlen Optik und einer mysteriösen Story.</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2010/08/freeze2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1326" title="freeze2" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2010/08/freeze2.jpg" alt="" width="503" height="162" /></a></p>
<p>Für den „Unknown-Armies“-Fan ist <strong>Freeze Frame </strong>ein Vorbild für die Darstellung von extremen Obsessionen. Sean zeichnet krankhaft jede Minute seines Lebens auf, führt manisch Selbstgespräche und rasiert sich regelmäßig sämtliche Haare ab, um nirgendwo DNA-Spuren zu hinterlassen, die man gegen ihn verwenden könnten. Wer jemals einen paranoiden egomanischen Videomanten verkörpern möchte, sollte sich diesen Film anschauen.</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2010/08/freeze-frame-cover.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1324" title="freeze-frame-cover" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2010/08/freeze-frame-cover-208x300.jpg" alt="" width="208" height="300" /></a></p>
<p><strong>Freeze Frame</strong> GB/Irland 2004<br />
Regie: John Simpson<br />
Cast: Lee Evans, Sean McGinley, Ian McNeice, Colin Salmon, Rachael Stirling</p>
<p>Link: <a href="www.freezeframethemovie.com">www.freezeframethemovie.com</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=rrzZQzwBlBk">Trailer</a> auf Youtube</p>
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