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	<title>unknown armies &#187; Spielberichte</title>
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	<description>Das Haus der Renunziation</description>
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		<title>Kapitel 4 &#8211; Bitte nicht st&#246;ren</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 17:10:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Unknown Armies]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem das Große Spiel zu Ende war, wollten wir noch einen Blick in die Suite von Lance werfen. Das hineinkommen war nicht schwer, Vince hatte ja noch immer die Codekarte, da er schon öfter als Bote für den Unsterblichen unterwegs war. Die Suite machte einen unbenutzten Eindruck, scheinbar schlief der Killer nie. Während Vince sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px 10px; float: left;" src="http://unknown-armies.de/image/tuerschild.jpg" alt="" height="245" />Nachdem das <strong>Große Spiel</strong> zu Ende war, wollten wir noch einen Blick in die Suite von Lance werfen. Das hineinkommen war nicht schwer, Vince hatte ja noch immer die Codekarte, da er schon öfter als Bote für den Unsterblichen unterwegs war. Die Suite machte einen unbenutzten Eindruck, scheinbar schlief der Killer nie. Während Vince sich das Badezimmer vorknüpfte durchsuchten Cornell und Ich das eigentliche Zimmer. Im Bad muss dann was schief gelaufen sein, jedenfalls sprangen plötzlich die Wasserhähne an und siedend heißes Wasser ergoss sich in Waschbecken, Dusche und Badewanne. Im aufsteigenden Dampf konnte er gerade noch erkennen, dass sich sein Spiegelbild selbstständig macht und ihn angreifen will. Hing wohl irgendwie damit zusammen, das er beim betreten des Bades einige der merkwürdigen Runen verwischt hat, die überall hingezeichnet waren.</p>
<p>Später förderte der Spülkasten dann auch noch eine Überraschung zu Tage, 1 kg Koks mit Asche vermischt, wie ein Selbstversuch ergab. Das Zeug hatte noch verdammte Nebenwirkungen. Kaum das ich aus dem Bad komme, öffnet sich die Zimmertür, ein Typ in einem schlecht sitzenden Anzug und einer abgetragenen Aktentasche kommt herein, setzt sich an den Schreibtisch vor den Spiegel, steckt sich eine Waffe in den Mund und drückt ab. Peng, ich steh dahinter und hab die ganze Sauerei im Gesicht und auf dem Sakko. Blut und Hirn. Rot und Grau. Sehr ansprechend. Zieh ich halt eines von den schlecht sitzenden Hemden und Jacketts von Lance an. Er wird sie so schnell eh nicht brauchen. Verdammt, die Beiden haben nicht das Geringste mitbekommen. Der Tote war so freundlich und hat wenigstens eine Nachricht auf einem Block hinterlassen, Frakturschrift, 4 Buchstaben, VRIL und ein Symbol das an den Reichsadler der Nazis erinnert.</p>
<p style="text-align: right;">[<a title="Kapitel 4 - Bitte nicht stören" href="http://www.okkulter-untergrund.de/forum/index.php/topic,989.msg10401.html#msg10401" target="_blank">mehr...</a>]</p>
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		<title>Kapitel 3 &#8211; Das manipulative Arschloch</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 06:58:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das große Spiel]]></category>
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		<description><![CDATA[Und wieder haben wir einen schönen UA Abend verbracht. Der war weniger actionreich als die beiden vorherigen, dafür hatten wir ein mehr an Entscheidungen zu treffen, die unser aller Zukunft verändert haben. Aber fangen wir von vorne an. Gegen 4 Uhr morgens sitzen wir noch auf einen Absacker an der Bar, als eine der mexikanischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Und wieder haben wir einen schönen UA Abend verbracht. Der war weniger actionreich als die beiden vorherigen, dafür hatten wir ein mehr an Entscheidungen zu treffen, die unser aller Zukunft verändert haben.</em></p>
<p>Aber fangen wir von vorne an. Gegen 4 Uhr morgens sitzen wir noch auf einen Absacker an der Bar, als eine der mexikanischen Putzfrauen schreiend nach unten gelaufen kommt, wir verstehen nur 2 Worte. Desierto und Sol. Wüste und Sonne. Neugierig mache ich mich auf den Weg nach oben, mir auf den Fersen, Mitchel. Der Putzwagen weist uns den Weg. Vor dem Zimmer, im Gang liegt ein wenig Sand. Ich guck hindurch, eine Wüste soweit das Auge reicht, am Himmel eine große Sonne. Es ist zwar vieles möglich aber das ist doch was anderes. Meine Neugier ist geweckt und ich betrete das „<em>Zimmer</em>“. Cornell immer hinter mir her. Wir finden uns in einer Umgebung wieder die stark an Los Alamos nach dem Atombombentest erinnert. In der Ferne ist ein Dorf auszumachen das sich bei erreichen als Attrappe entpuppt. Überall stehen Statuen umher, fast alle haben sie Militäruniform wie sie in den 50er Jahren modern war. Alles ist sehr ruhig, ein Geruch von Verwesung und Tod hängt in der Luft. Aus den Augenwinkeln bemerke ich dass die Statuen sich bewegen. Alle blicken sie in die Richtung aus der der Gestank her weht. Neugierig mache ich ein paar Schritte darauf zu, als ein, wie ein, Mormone gekleideter Mann mir entgegen stolpert. Sein Anzug zerrissen, der Körper von Wunden übersät. Bevor ich ihm helfen kann, tauchen ein paar alptraumhafte Kreaturen auf. Nur aus einem verbrannten (Ober)Körper bestehend, umwickelt mit Stacheldraht, kriegen sie durch den Sand, auf den Unglücklichen zu. Ketten mit Stacheldraht umwickelt dienen ihnen als Waffe. Die Statuen scheinen uns ebenfalls in die Richtung der Wesen drängen zu wollen. Bevor ich den Hilflosen erreiche, erwischt ihn einer der Verbrannten. Mit letzter Kraft gelingt es ihm, mir eine Visitenkarte zuzustecken, dann wird er von mir weggezogen. Derweilen haben mich andere gefährlich eingekreist und nur dank eines gezielten Schuss von Mitchel komme ich, panisch aber mit dem Leben davon. Wir stürzen durch die Zimmertür auf den Gang des Hotels, in die Arme des Concierge und zweier Leute vom Wachschutz. Nachdem die Tür hinter uns zugeschlagen wird, versuche ich dem verunsicherten Hotelangestellten noch ein paar Details zu entlocken, aber mehr als das das Erscheinen des Zimmers großes Unglück ankündigt, kann oder will er mir nicht sagen. Ja es passiert öfter, das letzte Mal vor sechs Jahren und nein, es ist immer ein anderes Zimmer.</p>
<p style="text-align: right;"><a title="Kapitel 3 - Das manipulative Arschloch" href="http://www.okkulter-untergrund.de/forum/index.php/topic,989.msg10370.html#msg10370" target="_self">[mehr...]</a></p>
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		<title>Das gro&#223;e Spiel geht weiter&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 11:50:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ich und die Anderen]]></category>
		<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Cornell Mitchell]]></category>
		<category><![CDATA[Das große Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Las Vegas]]></category>
		<category><![CDATA[Owen Noone]]></category>
		<category><![CDATA[Vincent Barrett]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch schneller, noch verrückter, noch viel mehr Achterbahnfahrt und Mindfuck. Kaum ist Cornell zu Hause und packt seine letzten Sachen, sind von draußen Sirenen zu hören. Ein kurzer Blick aus dem Fenster zeigt ein anrückendes SWAT Team. In der Annahme der Besuch gälte ihm, macht er noch schnell seine vorher bereits deponierte Bombe scharf, packt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" src="http://unknown-armies.de/image/lasvegas.jpg" alt="" width="500" height="323" /></p>
<p>Noch schneller, noch verrückter, noch viel mehr Achterbahnfahrt und Mindfuck.</p>
<p><em>Kaum ist Cornell zu Hause und packt seine letzten Sachen, sind von draußen Sirenen zu hören. Ein kurzer Blick aus dem Fenster zeigt ein anrückendes SWAT Team. In der Annahme der Besuch gälte ihm, macht er noch schnell seine vorher bereits deponierte Bombe scharf, packt seine Sachen und flüchtet über die Feuerleiter nach oben aufs Dach des 10-stöckigen Gebäudes. Während der Gedenksekunde die Mitchell braucht um zu überlegen wie er fliehen möchte, schaltet sich der Fernseher von alleine ein und die Anfangsszene von Sin City ist zu sehen. Oben auf dem Dach geht im gleichen Moment die Tür des Treppenhauses auf und ein über und über mit Tribals bemalter Inka im Vogelkostüm und einem Obsidiandolch in der rechten Hand, stürzt heraus. Auf die Frage wer er ist oder was der seltsame Auftritt soll, meint er nur: Kein Stress Mann, Quetzcoatl ist mit mir. Mit diesen Worten springt er vom Dach und macht eine unschöne Bauchlandung.</em></p>
<p><em>Im nächsten Moment treffen die ersten Polizisten auf dem Dach ein und sehen sich um. Außer einem Liegestuhl und Cornell ist nichts zu sehen. Dieser nickt nur mit dem Kopf, zeigt nach unten, als eine Explosion im 7. Stock die Stille zerreisst und für Verwirrung sorgt. Der Killer nutzt seine Chance und flieht. Tja eigentlich wollten die Jungs in den Kampfanzügen nur den Vogelmann. Jetzt sind sie ab sofort auch hinter ihm her. </em></p>
<p style="text-align: right;">[<a title="Das Große Spiel 2" href="http://www.okkulter-untergrund.de/forum/index.php/topic,989.msg10239.html#msg10239" target="_blank">Mehr</a>]</p>
<p style="text-align: left;">Die Verwendung der Grafik erfolgt mit freundlicher Genehmigung von <a title="Der Ruf" href="http://www.der-ruf.de" target="_blank">Oliver Fedtke</a>.</p>
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		<title>Das Gro&#223;e Spiel</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 16:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ich und die Anderen]]></category>
		<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Las Vegas. 3:33 Uhr. Das Telefon klingelt. Am Apparat Maus, mein Kontaktmann zur Mafia in Vegas. Der Transporter ist in 5 Minuten mit dem Killer da. Wir sollen in die Wüste fahren und uns mit Little Man einigen. Mehr als 1 Mio $ stehen uns nicht zur Verfügung. Die Ware muss vor Sonnenaufgang in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Las Vegas. 3:33 Uhr. Das Telefon klingelt. Am Apparat <strong>Maus</strong>, mein Kontaktmann zur Mafia in Vegas. Der Transporter ist in 5 Minuten mit dem Killer da. Wir sollen in die Wüste fahren und uns mit <strong>Little Man</strong> einigen. Mehr als 1 Mio $ stehen uns nicht zur Verfügung. Die Ware muss vor Sonnenaufgang in der Ra Suite im Luxor Hotel übergeben werden, oder der Deal ist hinfallig.</p>
<p>6 Minuten später bin ich, Owen Noone, frisch geschniegelt im weißen Anzug vor der Tür. Draußen wartet bereits mit laufendem Motor, Vincent Barrett– der Transporter. Unser Fahrzeug. 12 Zylinder, Marke BMW, pechschwarz. Auf der Rückbank, Cornell Mitchel der Killer, mit zwei MPs hantierend.</p>
<p>Die Fahrt zum Treffpunkt verläuft schweigsam, ruhig. Irgendwann überholen wir eine Gruppe Motorradfahrer, Rocker, eine Gang die sich Nuke Boys nennt. Keiner von uns drei, weiss worum es geht. Der Koffer mit der Million liegt im Kofferraum, sagt Vincent.</p>
<p>Plötzlich taucht aus dem Nichts ein Motel am High Way auf. Es scheint keiner außer mir bemerkt zu haben. Vince fährt einfach weiter, ich dreh mich um, das Motel ist verschwunden. Vielleicht sollte ich weniger Drogen nehmen. Halluziniere ich etwa? Später werde ich erfahren das es sich bei dem Motel um<strong> Das letzte Haus</strong> handelt. Ein Haus das immer mal wieder verschwindet und wieder auftaucht.</p>
<p>Abseits der I -95 wartet ein Fahrzeug auf uns, schwarz mit aufgeblendeten Scheinwerfern. Ein Anhänger am Heck. Barrett bringt den BMW in Position, Cornell und Ich steigen aus. Drei Männer, Klone von Mr. Smith aus Matrix erwarten uns. Einer holt aus dem Kofferraum einen altertümlichen Rollstuhl, öffnet die hintere Tür des Taurus und hilft einem gebrechlichen, alten Mann, <strong>Little Man</strong>, in den Rollstuhl. Kurz wird gefeilscht – 1,1 Mio $ sind zu viel Geld für einen Mann der kurz vor dem Sterben ist. Da ich dem Pfad des Händlers folge, hab ich Glück, bekomme die Gußform der Fat Man für 900.000$. Das Ding ist schwer, dennoch gelingt es uns sie auf das Dach des BMW zu hieven und dort sicher zu befestigen.</p>
<p><img class="alignleft" style="border: 0pt none; margin: 0px 10px; float: left;" src="http://unknown-armies.de/image/spiel.jpg" alt="" height="Das Große Spiel1637" />Die Drillinge und <strong>Little Man</strong> sind in der Zwischenzeit verschwunden. Wir fahren auch zurück, zurück nach Vegas. Wie aus dem nichts tauchen die Nuke Boys neben uns auf. Einer lächelt freundlich rüber um gleich darauf wie aus dem nichts mit einer Schrotflinte auf uns zu zielen. Mit einem gelungenem Fahrmanöver setzt ihn Vincent mit Hilfe der aufgerissenen Fahrertür außer Gefecht. Zwei weitere werden von Mitchel kaltblütig durch die Heckscheibe erschossen. EinVierter fliegt uns durch die Windschutzscheibe und versaut meinen Anzug. Da ich so meinem Kunden nicht unter die Augen treten will, bitte ich Vince an der nächsten Raststation anzuhalten. Ich muss mir Hosenträger kaufen, will aussehen wie Michael Douglas in Wall Street. An der Kasse steht ein unangenehmer Zeitgenosse hinter mir. Hat eine Hakenhand und mustert mich. Draußen, ein weiteres Fahrzeug, am Steuer ein Tätowierter, hinten eine gutaussehende, dunkelhaarige Tussi. Wir warten ob der Wagen losfährt. Da die Zeit drängt müssen wir weiter. Wie erwartet folgt uns das andere Fahrzeug, die Verfolgung beginnt. Erneut taucht aus dem Nichts ein Fahrzeug auf, ein Tanklaster der quer zur Straße steht und diese versperrt. Der Fahrer des LKW schwört das er vor 1 Minute noch auf der Route 66 unterwegs war. Erneut zeigen sich die fahrerischen Qualitäten von Vincent. Zentimetergenau zirkelt er den schweren 12 Zylinder zwischen Leitplanke und Heck des Hängers hindurch. Danach ist die Straße dicht.</p>
<p>Zurück in der Stadt fahren wir direkt zum Luxor, rein in die Tiefgarage und dort mit dem Lastenaufzug in den 16. Stock. Suite 1601. Die Fat Boy immer im Schlepptau. Oben angekommen fällt uns eine Bedienstete auf die mit dem Wagen den Gang entlang fährt. Ihre Schuhe verraten sie, Bullenschuhe. Wieder hat Barrett den richtigen Blick. Rein in das Zimmer. Drinnen erwarten uns einige Memorabiliasammler, in Uniform und mit Orden behängt. Alle im Alter von <strong>Little Man</strong>. Die Tür wird aufgestossen, alles geht ganz schnell, Bundesbeamte stürmen das Zimmer, FBI, DEA, wer auch immer. Wir verschwinden über die Nottreppe nach unten. Vince bringt mich heim, danach Cornell. Der BMW ist Schrott und wird entsorgt. Die Sonne geht auf.</p>
<p>Ich dusche, rasiere mich und ziehe einen neuen, weißen Anzug an. Danach mach ich mich auf den Weg in meinen Laden. <em><strong>Noone’s</strong></em>. Sonst nichts. Pünktlich um 9 am sperre ich auf, keine 5 Minuten später steht ein Punk im Laden, fuchtelt mit einer Kiste vor meinen Augen rum und will dafür und für das darin enthaltene Tarot 2000$. Denn Sie sind hinter ihm her und er muss verschwinden. Wir machen einen Deal, der Punk, mit Namen Marvin und Ich. 500 $ und eine kostenlose Fahrt zum Flughafen. An der Ecke Las Vegas Boulevard / Flamingo Road wird ihn Vincent barett abholen. Kaum ist der Punk aus dem Laden, kommt ein Fax von Maus. Er sucht das Covaci-Tarot, auch als <em>Tarot der Götter</em> bekannt,  die Bezahlung ist horrend, es gibt nur 2 Bedingungen. Schau nie die Karten an und töte jeden der das gemacht hat. Doof gelaufen, ersteres hab ich schon gemacht. Vor meinem Auge ist der Ritter verschwommen und zum GI geworden. Die anderen Karten waren auch nicht besser. Egal, ich kann den Punk töten lassen. Der Griff zum Telefon geschieht automatisch, kleine Planänderung, Vince soll vorher Cornell abholen und Marvin in die Wüste bringen. Kaltmachen.</p>
<p>Nachdem das erledigt ist, betritt der nächste Kunde den Laden. Langes, fettiges Haar, unrasiert, eine Augenklappe und mit einer Hakenhand klopft er auf die Theke. Grinst mich an. Reicht mir ein Polaroid rüber. Das Bild zeigt eine Blutlache in der eine Tarotkarte schwimmt. Ich kenne die Karte gut. Es ist der GI Ritter. Er will dieses Tarotspiel haben. Ich kann nicht dienen. Er gibt mir seine Visitenkarte: Eine Pyramide die ein allsehendes Auge ziert, darunter steht:<strong> Uriah und die Neuen Sucher</strong>. NI – New Inquisition, die Schläger von Alex Abel. Es wird interessant, die Spielfiguren sind aufgestellt. Meint noch ob wir uns nicht schon mal begegnet sind. Ich verneine. Er verlässt den Laden. Draußen wartet ein dunkler Wagen. Der Tätowierte am Steuer, die gutaussehende, dunkelhaarige Tussi sitzt hinten.</p>
<p>Ich schließe den Laden und rufe Vince an. Sie sollen Marvin doch nicht töten und wir machen einen Treffpunkt aus, ein Motel in der Wüste. Die beiden sind nun restlos verwirrt und verstehen mich nicht mehr.</p>
<p>Als ich endlich bei dem Motel ankomme, sind sie verschwunden. Eine tote, alte Frau, liegt hinter dem Tresen. Überall ist Blut. Vincent unterrichtet mich, das die Alte im Hotel Cornell angeschossen hat. Sie wären jetzt bei dem deutschen Arzt Dr. M. im nahegelegenen Trailerpark und würden dort auf eine Erklärung meinerseits warten.</p>
<p>Im Wohnwagen erwarten mich der jammernde Killer, ein aufgebrachter Vince, Dr. M., seine vollbusige, blonde Gehilfin Eva und Marvin. Auf meine Frage was sich zugetragen hat, wieso sie Kupferkabel als Blitzableiter an den Schuhen tragen und warum der Truck von Vincent über und über mit seltsamen Kritzeleien bedeckt ist und Spielkarten an den Reifen kleben, bekomme ich keine wirklich zufriedenstellende Antwort. Nach meinem Töten und doch nicht töten Auftrag sind die beiden mit Marvin ins Hotel gefahren. Beim einchecken zieht die Alte plötzliche eine Schrotflinte und schiesst auf Joe. Dumm gelaufen. Bauchschuß. Marvin hat nur was von Dämonen gemurmelt. Genau wie der Typ in dem Hummer. Fuhr auf der I-95 neben ihnen. Lachte freundlich rüber, verdrehte die Augen so das nur noch das Weiße darin zu sehen war. Versuchte dann bei 70 Meilen aus seinen Hummer auf den Truck zu klettern, dumm gelaufen.  Keine Ahnung was dann passiert ist, aber die Alte war tot und die drei flüchteten zu Dr. M.</p>
<p>Weil ich ein großes Herz hab, laß ich Marvin laufen, mein Kumpel Tom Anderland bringt ihn mit dem Hubschrauber noch zum Flughafen. Wie er mir später erzählen wird hat der Punk wie aus dem Nichts ein Skateboard hervorgezaubert und nur gemurmelt, ich darf die Füße nicht mehr auf die Erde setzen, sie haben meine Spur…</p>
<p>Viel konnte Marvin auch nicht zur Aufklärung beitragen, das Tarot hätte er der Crowley Gesellschaft gestohlen, jetzt wären wohl einige Fraktionen hinter ihm her und er müsse dringend das Land verlassen. Der übliche Kram eben. Und Cornell jammert rum, ein Auftrag ist ihm durch die Lappen gegangen. Wegen mir. Selber schuld, wenn er sich von einer Omi über den Haufen schießen lässt. Außerdem soll er eh froh sein, das er den Auftrag nicht angenommen hat. Er hätte eh nur den Wunderheiler erschiessen müssen, zu dessen Show ihn seine Schwester mitgeschleppt hätte. Wer kann schon an 2 Orten zur gleichen Zeit sein. Er nicht. Ich nicht. Und man erschießt nicht die letzte Hoffnung seiner eigenen Schwester. Obwohl, Job ist Job.</p>
<p>Und es geht um das <strong>Große Spiel</strong>. Man kann alles setzen. Eine Woche lang. Der Weinerliche wird wohl den Krebs seiner totkranken Schwester als Einsatz in den Ring werfen. Der Transporter, wer weiß? Und ich? Nichts. Nicht in diesem Leben, denn ich hab das Covaci Tarot und werde es an den meistbietenden verkaufen…</p>
<p><em>Anmerkung: Der obige Text ist die Mitschrift unserer aktuellen Spielrunde. SL und Mann mit den verrückten Ideen ist Tim. Ich hingegen versuche mich mehr schlecht als recht als Autor.</em></p>
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		<title>Der Ausbruch als Podcast</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Nov 2007 07:12:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Midnight&#8217;s Lair hat in der aktuellen Folge den ersten Teil der aufgenommenen Sitzung in der Jailbreak (dt. Der Ausbruch) gespielt wurde zum Download. Gefunden bei Tanelorn.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.midnightslair.com/" target="_blank">Midnight&#8217;s Lair</a> hat in der <a href="http://www.midnightslair.com/wordpress/?p=61" target="_blank">aktuellen Folge</a> den ersten Teil der aufgenommenen Sitzung in der Jailbreak (dt. Der Ausbruch) gespielt wurde zum Download.</p>
<p>Gefunden bei <a href="http://tanelorn.net/index.php/topic,37783.0.html" title="Tanelorn" target="_blank">Tanelorn</a>.</p>
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		<title>Dreamspotting: die Protagonisten</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Aug 2007 06:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir könnten die Dinge wieder wie früher werden lassen. Wenn wir glaubten. Wenn wir träumten. Man sagt, wir seien Träume von Aas, und vielleicht ist das so. Aber wenn genügend von uns träumen – wenn bloß tausend von uns träumen &#8211; können wir die Welt verändern. Wir können sie neu erträumen. Ein Traum von Tausend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wir könnten die Dinge wieder wie früher werden lassen. Wenn wir glaubten. Wenn wir träumten. Man sagt, wir seien Träume von Aas, und vielleicht ist das so. Aber wenn genügend von uns träumen – wenn bloß tausend von uns träumen &#8211; können wir die Welt verändern. Wir können sie neu erträumen.</p>
<p align="right">Ein Traum von Tausend Katzen (Sandman 4)</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal"><em>Player Characters:</em></p>
<ul style="margin-top: 0cm" type="disc">
<li class="MsoNormal"><a title="John Norman Anderson" href="http://www.unknown-armies.net/upload/NewOrleans/John%20Norman%20Anderson.jpg" target="_blank">John Norman Anderson</a> (29 Jahre): arbeitsloser Schauspieler; Adept (Personamant).</li>
<li class="MsoNormal"> Dr.      Mike Anderson (25 Jahre): Genetiker an der medizinischen Fakultät der <a href="http://www2.tulane.edu/" target="_blank">Tulane</a> Universität in      New Orleans.</li>
<li class="MsoNormal">Baptiste      Hazlitt, Josettes älterer Bruder (26 Jahre): arbeitslos und Mitglied einer      der zahlreichen Street Gangs.</li>
</ul>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><em>Important Non-Player Characters: </em></p>
<ul style="margin-top: 0cm" type="disc">
<li class="MsoNormal"><a title="Damien Anderson" href="http://www.unknown-armies.net/upload/NewOrleans/Damien%20Anderson.jpg" target="_blank">Damien Anderson</a> (23      Jahre): Angestellter bei Google, Hacker, hat bereits einen Aufenthalt in      einer Jugendstrafanstalt hinter sich.</li>
<li class="MsoNormal">Alphonse      D. Anderson (53 Jahre): Vater von John, Mike und Damien. 2 mal geschieden,      lebt jetzt zusammen mit der 22 jährigen Afro-Amerikanerin Josette      Boudreaux, Personalchef bei <a href="http://www.halliburton.com/" target="_blank">Halliburton</a> New Orleans, sitzt dort in der mittleren      Managementebene ohne Aussicht in den Vorstand zu kommen, was ihn ziemlich      deprimiert. Ist stolz auf seinen Sohn Mike der es zu etwas gebracht hat.</li>
<li class="MsoNormal">Clete      Anderson (64 Jahre): Onkel von Alphonse, Freimaurer, hat ein merkwürdiges      Videotestament hinterlassen.</li>
<li class="MsoNormal">Pater      Francesco Borelli (~40 Jahre): katholischer Pfarrer in der Kirche <em><strong>Our      Lady of the Rosary Catholic Church</strong></em> und Verantwortlicher für das      Waisenhaus Espoire im <em>Desire Project</em>.</li>
<li class="MsoNormal">Alex      West: Archäologe und Schatzsucher, befreundet mit Damien Anderson.</li>
<li class="MsoNormal">Lazarus      (22 Jahre): Bisexuell, HIV positv und auf der Suche nach dem Gral.</li>
<li class="MsoNormal">Patrick      &#8220;Pinkie&#8221; Duvall, Rechtsanwalt, Liebling der Mächtigen und      Schönen, der Halbwelt, ehrbarer Bürger und der Polizei. Verheiratet mit      Remy hat sich Pinkie in den Kopf gesetzt Gouverneur von Louisiana zu      werden und seine Chancen stehen nicht schlecht.</li>
<li class="MsoNormal"> Victor      Smith (30 Jahre): Familienanwalt der Andersons. Um genauer zu sein Victor      ist der angehende Juniorpartner von Pinkie Duvall, dem Anwalt der auch      Alphonse Anderson vertrat.</li>
<li class="MsoNormal"> Jean      Terrill (~25 Jahre): Damien Andersons Cousin. PR Manager von Pinkie Duvall.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Dreamspotting: Sleepwalkers in the American Dream</title>
		<link>http://www.unknown-armies.de/artikel/dreamspotting-sleepwalkers-in-the-american-dream/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Aug 2007 07:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Amerikanischer Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Cagliostro]]></category>
		<category><![CDATA[Dreamspotting]]></category>
		<category><![CDATA[Gral]]></category>
		<category><![CDATA[Green Glass Grail]]></category>
		<category><![CDATA[New Orleans]]></category>
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		<category><![CDATA[St. Germain]]></category>
		<category><![CDATA[Unknown Armies]]></category>

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		<description><![CDATA[“Dreams are composed of many things my son. Of images and hopes, of fears and memories. Memories of the past, and memories of the future.” Ein Mann will an die Macht. Dazu benutzt er ein magisches Ritual um symbolisch mit dem Land zu schlafen. Eine Göttin erwacht. Während dem Dreh zu einem Pornofilm. Auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>“Dreams are composed of many things my son. Of images and hopes, of fears and memories. Memories of the past, and memories of the future.”</p></blockquote>
<p><img class="alignleft" title="True King. Alphonse Anderson?" src="http://unknown-armies.de/image/trueking.jpg" alt="True King. Alphonse Anderson?" width="160" height="482" />Ein Mann will an die Macht. Dazu benutzt er ein magisches Ritual um symbolisch mit dem Land zu schlafen.</p>
<p>Eine Göttin erwacht. Während dem Dreh zu einem Pornofilm.</p>
<p>Auf der Jagd nach den Insignien des Wahren Königs. Münze, Stab, Lied und Messer.</p>
<p>Wer gewinnt die Kontrolle über die schlafenden Ritter unter dem Berg.</p>
<p>Was haben St. Germain und Cagliostro vor? Und wer ist der seltsame Zwerg mit Namen Ham?</p>
<p><em><strong>So oder so ähnlich war der Beginn meiner ersten UA Kampagne. Inspirationstechnisch hab ich mich da ziemlich frei bei allen möglichen bedient, insbesondere bei Jasper.</strong></em></p>
<p><em><strong>Angesiedelt war die Runde in New Orleans, lose basierend auf dem Abenteuer Green Glass Grail.</strong></em></p>
<p><em><strong>Ich hab dazu auch eine eigene Beschreibung von New Orleans verfasst. Ich werd das Material nach und nach in diesem Blog einstellen und auch eine Art Tagebuch führen wie es weitergeht.</strong></em></p>
<blockquote><p>New Orleans is an amazing city.<br />
There is just no other like it in the country.<br />
‘Tho sometimes this is good…<br />
it’s also sometimes less than ideal.<br />
Full of quirks, oddities, extraordinary humidity,<br />
mystery, frustration, spice, tourists, general weirdness…<br />
And sometimes even goths.<br />
- Misha Sand</p></blockquote>
<p><em><strong>New Orleans</strong></em></p>
<p>New Orleans ist eine Stadt mit Ruf, doch noch immer ist nicht ganz entschieden, ob dies ein guter oder ein schlechter ist. Den Menschen die hier leben gefällt das – und daß diese Stadt keine kalte, gläserne amerikanische Metropole ist, sondern ein Ort mit sichtbaren Traditionen, einem eigenwilligem Charme und einem Hauch Sünde. Daraus bezieht sie ihren Reiz, der jedes Jahr Hunderttausende in den Süden Louisianas lockt, auf der Suche nach den Spuren der Alten Welt und nach Abenteuern der Sinne.</p>
<p>Natürlich ist New Orleans heute auch eine moderne Stadt mit Hochhäusern und solchen Superlativen wie dem Superdome, der größten überdachten Sportarena auf der Erde für 100 000 Zuschauer, und dem Centroport im Golf von Mexiko, der im Jahr 2000 der bedeutendste Hafen der Welt sein soll. Aber ihr Herz ist das planmäßig angelegte Vieux Carré oder French Quarter. Aus dieser Keimzelle ist das „Paris beider Amerikas“ entstanden, das trotz aller Verwandlungen durch die Vergnügungsindustrie das alte subtropische Flair beharrlich verteidigt. Hier ist noch etwas zu spüren von der Geschichte, die wie ein Abenteuerroman klingt.</p>
<p>Viele Städte auf dieser Erde berufen sich bei ihrer Gründung auf ein himmlisches Wunder, auf ein frommes Gelübde oder die Entscheidung eines weitsichtigen Herrschers. New Orleans ist wohl die einzige, die ihre Existenz einem Betrug verdankt, dem vielleicht größten des Jahrhunderts. Er wurde in Szene gesetzt von dem Schotten John Law und Philippe von Orléans, der nach dem Tod des „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. für dessen kleinen Enkel den französischen Thron verwaltete. Was diese beiden Männer, der eine ein Frauenheld und Hasardeur, der andere ein zynischer Potentat, verband, war die Sucht nach Geld. Laws Plan, über eine Aktiengesellschaft – die „Compagnie des Indes“ – Land in Louisiana zu verkaufen, schien Orléans das rechte Mittel.</p>
<p>Der Coup gelang. Betört von den Lügengeschichten eines Sieur de Remonville, der in einem Reisebericht Frankreichs Überseebesitz als das wahre Paradies geschildert hatte, und dank einer gewaltigen Werbekampagne stürzten sich Arm und Reich in einen Spekulationstaumel.</p>
<p>Die Regierung verheimlichte wohlweislich die Berichte der Seefahrer Pierre und Jean Baptiste Le Moyne, die Jahre zuvor mit vier Schiffen in die Neue Welt aufgebrochen und im Mississippi-Delta gelandet waren und das Fort Biloxi gegründet haben. Statt Gold und Perlen entdeckten sie nur Indianer, die sich zum Schutz gegen die Moskitos mit einer stinkenden Paste aus Ruß und Bärenfett einschmierten. Sie sahen Alligatoren und Schlangen, und sie kämpften gegen Hunger und Sumpffieber. Fünf Jahre lang hielt das fantastische Gebäude des John Law, ehe es wie ein Kartenhaus zusammenbrach und die Wahrheit bekannt wurde: Louisiana war eine todbringende Hölle.</p>
<p>Nur einer verlor den Glauben nicht: Jean Baptiste Le Moyne. Er war gerade 20 Jahre alt, als sein Bruder nach Frankreich zurückgerufen wurde und er allein die Verantwortung für Louisiana übernehmen mußte. Als er fast ein halbes Jahrhundert später – zweimal aus seinen Ämtern gejagt und wieder zurückgeholt – als gebrochener alter Mann endgültig nach Frankreich zurückkehrte, hatte er Unvorstellbares geleistet und war einer der größten in der an großen Pionieren nicht armen Ahnengalerie Amerikas.</p>
<p>Am 9. März 1718 bauten 80 ehemalige Salzschmuggler auf Befehl Le Moynes an der Stelle, die ein listiger Häuptling der Bouyougoula-Indianer als die beste zum Siedeln genannt hatte, ein paar Hütten. Dieses Datum gilt als Geburtstag von Nouvelle Orléans. Es schien wider jede Vernunft, hier am Bayou Choupique, in einem vom Mississippi überschwemmten Sumpf, von einer Stadt zu träumen. Dennoch gelang es nicht nur zu überleben, sondern auch aus dem Abschaum Frankreichs, den die „Compagnie des Indes“ in die Kolonie schickte, eine Gemeinschaft zu formen.</p>
<p>Diebe, Mörder, Huren und die Mädchen aus der Pariser Besserungsanstalt St. Salpetrière machten aus dem fiebrigen Nest, das der Kommandant Valdeterre eine Schande für sein Land, ohne Religion, ohne Disziplin, ohne Gesetz und Ordnung nannte, in weniger als 30 Jahren eine Stadt, in der man im Stil von Versailles zu tanzen und zu feiern begann und in der die Eleganz der Alten Welt Einzug hielt. Es wurden Möbel und Kleider aus Paris importiert, und es wurden – bewundert von London und New York die tollen Tage des Mardi Gras kreiert. Dieser Karneval war die Antwort auf ein Leben auf dem Vulkan und ist bis heute eine Explosion der Lust mit einem fast religiösem Fanatismus. Dieser Eifer ist auch daran zu erkennen, wie die „krewes“ genannten Karnevalsgesellschaften nach Art von Orden organisiert sind und – durchaus mit Zügen von Rassismus und sozialer Arroganz – darauf achten, daß kein Fremder in ihren elitären Kreis eindringt.</p>
<p>Die Natur allerdings war noch längst nicht besiegt. Malaria, Gelbfieber und die Gewalt des Mississippi bedrohten die Existenz der Stadt. Dazu kamen die Wirren der europäischen Politik.</p>
<p>Das Frankreich seine Kolonie Louisiana 1762 an Spanien verloren hatte, erfuhren die Bürger von Nouvelle Orléans erst zwei Jahre später. In die 20 Jahre spanischer Herrschaft fallen aber wichtige Ereignisse. Nach zwei verheerenden Bränden in den Jahren 1788 und 1794 ließ Gouverneur Francisco Louis Hector, Baron de Carondelet, eine neue Stadt bauen. Auf den Raster des Vieux Carré entstanden jene zweistöckigen Backsteinhäuser mit schmiedeeisernen Balkonen, Arkadengängen und Patios, die jetzt den Zauber des French Quarter ausmachen.</p>
<p>Noch bedeutender für die Entwicklung der später viertgrößten Hafenstadt der Welt war der „glorreiche Marsch“ des jungen Gouverneurs Bernardo Galvez, der nach dem Eintritt Spaniens in den Unabhängigkeitskrieg an der Seite Frankreichs alle britischen Stützpunkte überrannte. Er machte der jungen, aggressiven Nation der Vereinigten Staaten den Weg über den großen Strom zum Golf von Mexiko frei.</p>
<p>Nach Ende des Krieges im Jahr 1783 kamen immer mehr lärmende, streitlustige Burschen auf Flößen und roh gezimmerten Booten den Mississippi herunter. Die feinen Leute von Nouvelle Orléans, das im Jahr 1800 von Spanien wieder an Frankreich zurückgegeben worden war, nannten diese Menschen, die Whisky und Revolver mitbrachten, voller Verachtung „Kaintucks“ und empfanden deren rüde Geschäftspraktiken als Bedrohung. Aber durch sie begann die Stadt aufzublühen. Als wenige Monate nachdem Frankreich das Louisiana-Territorium an die Amerikaner verkauft hatte, 1803 hier das Sternenbanner aufgezogen wurde, war New Orleans die zweitgrößte Hafenstadt des Kontinents.</p>
<p>Damals begannen auch die Ressentiments zwischen dem Norden und dem Süden der jungen Vereinigten Staaten zu wachsen. Typisch dafür ist die Auffassung des ersten amerikanischen Gouverneurs, William C. C. Claiborne, der seinem Präsidenten schrieb, die Menschen im Süden seien keine nützlichen Bürger für die Republik.</p>
<p>Doch wenige Jahre später waren gerade sie es, die die junge Nation retteten: Als im englisch-amerikanischen Krieg um 1815 rund 10 000 gut ausgebildete britische Soldaten zum Sturm auf New Orleans ansetzten, errang ein zusammengewürfelter Haufen aus Kentucky-Scharfschützen, kreolischen Dandys, schwarzen Sklaven, Indianern und Piraten einen glanzvollen Sieg, um den sich unzählige Legenden ranken. In ihrem Mittelpunkt stehen der General Andrew Jackson und der Seeräuber Jean Lafitte, der im Mississippi-Delta einen Staat im Staate errichtet hatte.</p>
<p>Das gewaltige Wirtschaftswachstum wurde durch diese Episode nicht beeinflußt. New Orleans stieg auf zu einer prächtigen und lebenslustigen Stadt mit einer explosiven Menschenmischung aus selbstbewußten kreolischen „Aristokraten“, angelsächsischen Kaufleuten, Mulatten Deutschen, Iren und Italienern. Ein großer Teil des Reichtums beruhte auf dem Sklavenhandel, dessen Zentrum die Stadt war.</p>
<p>Dann aber begann der Bürgerkrieg und als er zu Ende war, versank der Glanz von New Orleans im Chaos. Die Stadt wurde krank vor gebrochenem Stolz und trug schwer an der „babylonischen Gefangenschaft“ unter den Yankees aus dem Norden. Den Haß schürte durch seine drakonische Herrschaft vor allem General Benjamin Butler, das „Ungeheuer von New Orleans“. Noch Jahre nach seinem Ende gab es auf den Mississippi-Dampfern Nachttöpfe, deren Boden mit seinem Porträt und der Inschrift „Remember Butler“ geziert waren. Als sei dies alles noch nicht Strafe genug, brach 1878 die zweite große Gelbfieber-Epidemie aus.</p>
<p>Vielleicht war es in dieser bitteren Zeit der letzte Ausweg, mit der eigenen Dekadenz ein Geschäft zu machen. Um die Jahrhundertwende gab es 83 Spielhöllen, unzählige Kneipen, organisierte Prostitution – und die Wiederauferstehung des Mardi Gras. Die Stadt wurde zu einer Sehenswürdigkeit für das puritanische Nordamerika und eine Stätte für galante Abenteuer, die die Gesellschaft anderswo nicht geduldet hätte. Vor allem im Sündenviertel Storyville, eine Erfindung des ehrenwerten Abgeordneten Sidney Story, reihten sich die Bordelle aneinander: die feinen Salons mit Damen verschiedener Rassen und Temperamente, die „Quick Tricks“ mit zwei bis drei Mädchen und die billigen Cribs, Verschläge mit einem Bett und Stuhl.</p>
<p>Erst als 1917 die amerikanische Marine ein Verbot der Prostitution in der Nähe ihres Stützpunktes durchsetzte, endete dieses Treiben. Storyville wurde zur Geisterstadt, und es verstummte auch die Musik, die vor allem hier zu hören war: Jazz, gewachsen aus den traurigen Liedern der schwarzen Plantagenarbeiter und aus dem Rhythmus, mit dem die „Brass Bands“ Paraden und Leichenzüge begleiteten.</p>
<p>Es hat sich jedoch nicht nur dieses geändert, denn seit der Entdeckung des Louisiana-Öls gewann die Stadt ihre Bedeutung als Wirtschaftsmetropole zurück. Die etwa eine Million Menschen in einem sich immer weiter in das Land ausdehnenden Greater New Orleans arbeiten hart, und die junge Manager-Generation unterscheidet sich nicht von der in New York oder Los Angeles. Das die Metropole am Mississippi dennoch „The Big Easy“ genannt wird, liegt daran das trotz aller modernen Geschäftstätigkeit wie in der Vergangenheit der Rhythmus des Südens, diese eigenartige Mischung aus afrikanischen, karibischen und mediterran-europäischen Einflüssen, das Leben bestimmt: lässig und ein wenig träge, genußfreudig und offen für Torheiten.</p>
<p>Manchmal scheint es, als sei vieles in dieser Stadt etwas zu grell geschminkt und nur noch Attraktion für den Fremdenverkehr. Aber das, was wie Kulisse wirkt, ist immer auch die Wirklichkeit – auf der neu gestalteten Promenade am Mississippi, wo wie zur großen Zeit der Dampfschiffahrt der Raddampfer „Natchez“ anlegt, und auf dem French Market, wo sich am Morgen Meeresfrüchte, Gemüse und Obst stapeln. Es ist Wirklichkeit im Café du Monde, wo seit 1865 Nachtschwärmer und Frühaufsteher, Intellektuelle und Arbeiter, Touristen und Einheimische die eng mit den doughnuts verwandten „beignets“ genießen, und auf dem Jackson Square mit seinem Vierundzwanzig – Stunden – Korso der Musikanten, Gaukler, Schuhputzer und Hot-dog Verkäufer.</p>
<p>Und wenn es Nacht wird, beginnt der Tag im French Quarter mit hellem Neonlicht, den Klangfetzen von Trompete, Klarinette und Banjo, dem Geruch scharfer Speisen und einem babylonischen Sprachengewirr. Hier ist nichts verloren und vergessen von der Sinnlichkeit dieser Stadt, die noch immer ihre Geheimnisse hat. Manche sind verborgen hinter den glanzvollen Fassaden an der St. Charles Avenue, wohin sich die kreolische Oberschicht zurückgezogen hat und fast unsichtbar die Fäden der Macht zieht, die sie trotz aller gesellschaftlichen Veränderungen nicht verloren hat.</p>
<p>Manche findet man auf den Friedhöfen der Stadt…</p>
<p>Das was jeder über New Orleans weiß, ist das Nachtleben. Wenn die Hitze des Tages der Kühle des Abends weicht, füllen sich die Straßen mit Feiernden. Künstler bevölkern die Straße, Musik pulsiert durch die Straßen der Stadt. Jede Art von Vergnügen und Unterhaltung ist verfügbar, wenn man weiß wo man suchen muß. Die beliebteste aller Veranstaltungen ist Mardi Gras, beginnend vom 12. Tag nach Weihnachten bis zum Aschermittwoch. Oder der Tag der Toten, der an Allerheiligen abgehalten wird. Eine Stadt, reich an Geistern, Wohlwollen und Atmosphäre, Da ist kein Platz wie New Orleans, und nichts ist besser als eine Cajun Nacht.</p>
<p><strong>Willkommen in New Orleans</strong></p>
<p>Wie in so vielen Städten Amerikas ist auch in New Orleans die Kriminalität Thema Nummer eins. Die jährliche Mordrate liegt so um die vierhundert und steigt stetig. Und dann werden jedes Jahr noch weitere zweitausend Menschen angeschossen, die ihre Verletzungen überleben.</p>
<p>Schlägereien gibt es dagegen kaum mehr, behaupten die Detectives der Mordkomission.</p>
<p>Wie üblich im Amerika der neunziger Jahre, ist die Polizei überarbeitet, unterbesetzt und unterbezahlt.</p>
<p>Die Weißen geben den Schwarzen die Schuld und viele schaffen sich Schußwaffen an.</p>
<p>Die Schwarzen – und ein Großteil der zweitausendvierhundert jährlich Verwundeten und Getöteten ist schwarz – haben das Gefühl, von allen Seiten unter Beschuß zu stehen; auch von ihnen bewaffnen sich viele.</p>
<p>Die Wirtschaft hat sich vom Einbruch des Ölpreises noch immer nicht erholt, aber es gibt Hoffnung. Das größte Kasino der Welt, dessen Baubeginn bevorsteht, könnte Arbeitsplätze schaffen und vielleicht jene Touristen anziehen, die die Stadt so dringend braucht – Leute mit geringer Intelligenz, aber um so mehr locker sitzendem Geld. Man wird mit dem Bau des Kasinos beginnen, sofern die Rangeleien über jedes Detail des Bauplans und künftigen Betriebs jemals ein Ende finden.</p>
<p>Kleine Gaunereien gehören in diesem Bundesstaat so sehr zum Alltag, daß die Einwohner von New Orleans den Touristen erzählen: „Louisiana toleriert korrupte Politiker nicht bloß, es braucht sie geradezu.“</p>
<p>Doch trotz Korruption und Kriminalität ist New Orleans unbestritten die schönste amerikanische Stadt; die anmutigste, die bezauberndste.</p>
<p>Auch die exzentrischte. Walker Percy, einer der bekanntesten Autoren der Stadt, hat festgestellt, daß „Touristen hier wahrscheinlich mehr Nonnen und nackte Frauen zu sehen bekommen als irgendwo sonst“, wobei der Reiz in der Kombination liegt.</p>
<p>Aber Exzentrizität birgt Risiken: Auch in Louisiana ist Fahren unter Alkoholeinfluß verboten, und in New Orleans gibt es mehr als genug Alkoholiker – und dennoch blüht der Umsatz der Drive-In-Daiquiri-Bars.</p>
<p>Andererseits ist die zu Recht berühmte Extravaganz der Stadt auch ihr größter Reiz. Selbst wenn die Wohnviertel sich verändern, die Banden an Einfluß gewinnen und mehr und mehr Mittelstandsgattinen eine Pistole in der Handtasche tragen. Transvestiten sind hier so willkommen wie Voodoopriesterinnen, und dasselbe gilt für Vampirschriftstellerinnen und Karnevalsprinzessinnen – solange sie nicht langweilen.</p>
<p>Wie in Mexiko und in der Karibik herrscht in dieser Stadt eine seltsame Mischung aus Improvisiertem und Archaischem – wobei letzteres immer noch eine größere Rolle spielt.</p>
<p>Aber vielleicht ändert sich auch das. In einer Lokalzeitung wurde kürzlich beklagt, daß immer weniger Leute davon sprechen, „einholen“ zu gehen.</p>
<p>Oder nur noch selten den Bürgersteig als „Bankett“ bezeichnen.</p>
<p>Immerhin haben ein paar der alten Gewohnheiten überlebt. Früher gab es montags überall rote Bohnen und Reis, weil Montag Waschtag war – man konnte die Bohnen aufsetzen und sich dann in Ruhe der Arbeit widmen. Und obwohl die Waschmaschine diesen Brauch sinnlos gemacht hat, folgen ihm immer noch etliche Restaurants.</p>
<p>New Orleans bei Unknown Armies</p>
<p>Die Ölindustrie steckt schwer in der Krise, und die wirtschaftliche Situation ist so schlimm wie seit der Weltwirtschaftskrise nicht mehr. Pappkartons und Säcke mit offenem Müll liegen tagelang auf den Gehsteigen, von Fliegen umschwirrt; Penner und Obdachlose beiderlei Geschlechts durchwühlen die Mülltonnen auf der Canal Street nach Eßbarem.</p>
<p>Die Mordrate ist mittlerweile so hoch, daß im Durchschnitt jeden Tag ein Mord begangen wird. Wenn einem das Auto aufgebrochen oder auch nur alle Fenster mit Ziegelsteinen eingeworfen werden, ist es unwahrscheinlich, daß in weniger als eineinhalb Stunden ein Polizist am Tatort auftaucht.</p>
<p>Der St. Louis Cemetery hinter der Basin St., der immer eine der interessantesten touristischen Attraktionen der Stadt gewesen war, ist jetzt so gefährlich, daß man ihn nur noch bei einer Gruppenführung unter der Leitung eines Polizisten außer Dienst betreten kann.</p>
<p>Die Wohnblocks, in denen ausschließlich Sozialhilfeempfänger leben, die projects – St. Bernard, St. Thomas, Iberville direkt an der Canal Street, und, am allerschlimmsten, Desire sind über die ganze Stadt verteilt, und in ihnen gibt es alles Schlechte, das die menschliche Gesellschaft hervorbringen kann: Ratten, Küchenschaben, Inzest, Vergewaltigung, Kindesmißhandlung, Drogen en masse und sadistische Straßenbanden. Schwarze Teenager, bis an die Zähne bewaffnet mit Neunmillimeterpistolen und halbautomatischen Sturmgewehren, erzielen gewaltige Profite mit dem Handel von Crack, und sie töten ausnahmslos jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Ein schwarzer Kommunalpolitiker im Desire-Project kündigte einmal öffentlich an, daß er die Drogendealer aus dem Block vertreiben wolle. Zwei Tage später wurde er von zwei Fünfzehnjährigen niedergeschossen, und während er blutend auf dem Gehsteig lag, brachen sie ihm noch mit einem Baseballschläger die Rippen.</p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;">
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><strong><em><span style="font-family: Arial;">French Quarter</span></em></strong></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;"> <!--[if gte vml 1]><v :shapetype id="_x0000_t75" coordsize="21600,21600" o:spt="75"  o:preferrelative="t" path="m@4@5l@4@11@9@11@9@5xe" filled="f" stroked="f"> <v :stroke joinstyle="miter" /> </v><v :formulas> <v :f eqn="if lineDrawn pixelLineWidth 0" /> <v :f eqn="sum @0 1 0" /> <v :f eqn="sum 0 0 @1" /> <v :f eqn="prod @2 1 2" /> <v :f eqn="prod @3 21600 pixelWidth" /> <v :f eqn="prod @3 21600 pixelHeight" /> <v :f eqn="sum @0 0 1" /> <v :f eqn="prod @6 1 2" /> <v :f eqn="prod @7 21600 pixelWidth" /> <v :f eqn="sum @8 21600 0" /> <v :f eqn="prod @7 21600 pixelHeight" /> <v :f eqn="sum @10 21600 0" /> </v> <v :path o:extrusionok="f" gradientshapeok="t" o:connecttype="rect" /> <o :lock v:ext="edit" aspectratio="t" /> <v :shape id="_x0000_i1025" type="#_x0000_t75" alt="" style='width:318pt;  height:219.75pt'> <v :imagedata src="file:///C:\DOKUME~1\THOMAS~1.WEG\LOKALE~1\Temp\msohtml1\01\clip_image001.gif" mce_src="file:///C:\DOKUME~1\THOMAS~1.WEG\LOKALE~1\Temp\msohtml1\01\clip_image001.gif"   o:href="http://www.nyarlathotep.de/UA/cajun_1.gif" /> </v>< ![endif]--><!--[if !vml]--></span></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="French Quarter" src="http://unknown-armies.de/image/cajun_1.gif" alt="French Quarter" /></p>
<p style="text-align: center;">
<p><!--[endif]--></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Die alten kreolischen Gebäude und engen Straßen verändern sich nie. Palmwedel und Bananenstauden hängen über die Steinmauern und Eisentore der Höfe; unter den verschnörkelten Kolonnaden, die bis auf die Bürgersteige reichen, herrscht ewiger Schatten, und die kleinen Lebensmittelläden riechen immer nach Käse, Wurst, gemahlenem Kaffee und Kisten mit Pfirsichen und Pflaumen, ein Duftgemisch, das die Ventilatoren mit ihren hölzernen Rotorblättern nach draußen wehen. Die Ziegelsteine der Gebäude fühlen sich verwittert, kühl und glatt an, die Steinplatten in den Gassen waren ausgehölt und schartig vom Regenwasser, das von den Dachtraufen und Balkonen herunterläuft.</span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin-top: 0cm; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Manchmal, wenn man durch das verzierte Eisentor eines von Ziegelmauern eingeschlossenen Durchgangs schaut, fällt der Blick auf einen Innenhof, in dem strahlendes Sonnenlicht, purpurne Glyzinien und gelbe Kletterrosen leuchten, und wenn der Wind richtig steht, kann man den Fluß riechen, die feuchten Ziegelmauern, einen Springbrunnen, dessen Wasser in ein Auffangbecken tropft, den herben Geruch von vergossenem Wein, den Efeu, der im Mörtel wurzelt wie Klauenfüße einer Eidechse, die Wunderblume, die im Schatten erblüht, und ein Gärtchen mit grüner Minze, die sich an eine sonnenhelle Stuckmauer schmiegt.</span></p>
<blockquote>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><em><span style="font-family: Arial;">„Viele Leute in New Orleans beschweren sich, daß es dort nur so wimmle von Wermutbrüdern, ausgeflippten Rauschgiftsüchtigen, Nutten, schwarzen Straßenräubern und sexuell Abartigen. Was sie behaupten mag voll und ganz stimmen, doch mir ist das gleich. Jean Lafitte und seine Bande von Halsabschneidern hatten vom alten New Orleans aus operiert, und ebenso James Bowie, der illegalen Sklavenhandel betrieben hatte, wenn er nicht gerade mit seinem mörderischem Messer Leute aufschlitzte. Eigentlich so dachte ich, hatten die Nutten und Säufer und Diebe und Zuhälter ältere Rechte und Ansprüche auf das Viertel als wir anderen.“</span></em></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">- Dave Robicheaux, <em>Heaven`s Prisoner</em></span></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em><span style="font-family: Arial;">Orientierung im French Quarter</span></em></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Wer die Stadt zum erstenmal besucht. wird zunächst von den Richtungsbeschreibungen ein wenig verwirrt sein, denn Ost, West, Süd und Nord bedeuten in der Crescent City sehr wenig. Der M Mississippi der hier einige Schleifen beschreibt, macht solche Angaben zunichte. Die Richtungsangaben orientieren sich vielmehr an den Gewässern: &#8220;Riverside&#8221; heißt immer: dem Mississippi zu, &#8220;lakeside&#8217; bedeutet in Richtung Lake Pontchartrain, &#8220;downriver&#8221; ist identisch mit &#8220;downtown&#8221; &#8220;upriver&#8221; ist identisch mit uptown. So liegt zum Beispiel die Bar Napoleon House an der &#8220;downtown&#8221; riverside corner of Chartres Street&#8221;, also auf der zum Fluß hin gelegenen Seite der Chartres Street und im flußabwärts gelegenen Teil der gleichen Straße.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Das Herz der Stadt bildet das French Quartier, das von den französischen Kreolen 1718 gegründet wurde. Es ist im Schachbrettmuster angelegt und umfaßt etwa eine Quadratmeile Die eine Seite begrenzt der Mississippi, die anderen Seiten Esplanade Avenue, Canal Strebt und North Rampert Slreet. Von der Esplanade Avenue flußabwärts gelegen, reihen sich die Stadtviertel Faubourg, Marigny, Bywater und Arabi aneinander.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Flußaufwärts grenzt der Central Business District (CBD) an das Quartier. Er liegt zwischen dem Mississippi River, Poydras Street, Howard Avenue und Loyala Avenue. Wie der Name schon sagt, ist der CBD das geschäftliche Zentrum der Stadt. Der Warehouse District, der in den CBD integriert ist, entwickelt sich gegenwärtig zum begehrten Wohnviertel und kulturellen Brennpunkt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">St. Charles Avenue verläuft flußaufwärts vom CBD bis zum Garden District, einem Wohnviertel, das aus stattlichen, zum Teil palastartigen Herrenhäusern besteht, die von gepflegten Gärten umgeben sind. Manche davon sind Hotels, Pensionen und Restaurants. Zwischen dem Garden District und dem Fluß liegt der Irish Channel, ein heruntergekommenes Viertel, das noch um einen Aufstieg kämpft, es liegt zwischen Howard Avenue, Magazine Street, Louisiana Avenue und dem Fluß.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Jenseits des Garden District liegt Uptown; zu Uptown gehören der Audubon  Park, der Audubon Zoo und das Universitätsviertel, in dem die Loyola Universität und die Tulane-Universität zu Hause sind. Mid-City ist in erster Linie eine Wohngegend die sich vom CBD und Quartier bis zu Lake Pontchartrain dem City Park, und dem Messegelände (Fair Grounds) erstreckt. In dieser Gegend befinden sich erwähnenswerte Restaurants.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Lake Pontchartrain bildet die 40 Meilen lange Nordgrenze der Stadt. Der West End Park, am westlichen Ende des Lakeshore Drive ist Standort der Yachtklubs und Boothäfen, auch viele hervorragende Fischrestaurants haben sich hier angesiedelt. Am Nordufer des Lake Pontchartrain liegen verstreut dieKleinstädte des St. Tammany Parish inmitten weiter Kiefernwälder. Es ist einer von vier Verwaltungsbezirken, die zum Großraum der Metropole gehören.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Genau im Osten des French Quarter nämlich am gegenüberliegenden Westufer des Mississippi, befindet sich Algiers, ein sehr alles Wohnviertiel der Stadt. Im Westen der eigentlichen Stadt New Orleans liegt Jefferson Parish, ein riesiges Gebiet, das früher fast aus Zuckerrohrplantagen bestand. Metairie, eine sehr alte Vorstadt von New Orleans, nimmt einen Großteil von Jefferson Parish ein; hier gibt es en jeder Ecke ein Fischrestaurant. In Kenner, das ebenfalls in Jefferson Parish liegt, ist der einzige internationale Flughafen der Stadt zu Hause, und auch die Pferderennbahn Jefferson Downs Race Track findet man hier.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em><span style="font-family: Arial;">Desire Projekt</span></em></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Biegt man in Höhe der Louisiana Street von der Staatsstraße 10 ab und fährt noch um ein paar Ecken, kommt man unweigerlich in eine der größten Sozialsiedlungen der Welt. Man nennt sie das Desire-Projekt. Fast 20.000 Menschen leben hier innerhalb ein paar Straßenzügen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Vor langer Zeit hatte mal jemand den Einfall, dass man doch mit öffentlichen Mitteln billigen Wohnraum für Leute bauen könnte, die es nie zu einer Wohnung in der State Street oder auf dem Audubon Place bringen würden. Der reine Luxus solle es ja nicht werden, aber sauber und ordentlich, mit Platz für Blumen  vor den Fenstern und Spielplätzen für die Kinder. Kleine Zwei- und Dreizimmerwohnungen, würdige, sichere Lebensverhältnisse und all der ganze Mist.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Die Leute, die sich das ausgedacht hatten, lebten natürlich nicht hier, sie hatten es wohl auch nie vorgehabt. Sie wollten etwas für ihre Mitmenschen tun. Gott bewahre mich davor, dass ich je so einem mal in die Hände falle.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Vierzig Jahre danach ist aus dem Traum ein Alptraum geworden. Das merkt man schon gleich, wenn man reinkommt. Aus der Ferne sieht ja alles noch ganz hübsch aus, aber dann sieht man, dass auf den freien Flächen kein Gras wächst und statt dessen überall Müll und Abfall herumliegt, manchmal auch ein toter, halbverwester Hund, der von einem Auto angefahren oder von irgendeinem Saupack angezündet wurde. Am Straßenrand stehen ausgeschlachtete Autos mit abmontierten Reifen. Man sieht die Graffitis, die irgend so ein Gestörter auf die gelbbraunen Häuserwände gesprüht hat, man sieht überall eingeschlagene Fensterscheiben. Geht man ins Treppenhaus, sind alle Wandverkleidungen herausgerissen, und es stinkt nach Pisse.</span></p>
<p class="MsoBodyText" style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Auf den Stufen sitzen Kinder oder alte Leute, die nichts anderes können, als hier vor sich hin zu hocken. Junge Schwarze kommen vorbei und werfen einem finstere Blicke zu, in den Taschen haben sie Messer oder gewetzte Stielkämme, oder sie haben sich Fahrradketten um den Bauch gebunden. Junge Mädchen kommen vorbei, und wenn sie schon älter als zwölf sind, kann man in ihren Augen lesen, dass sie schon auf alle erdenkliche Arten gevögelt worden sind und sie nichts anderes zu verkaufen, nichts zu vergeben haben als ihren netten kleinen Arsch.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">In der Siedlung bekommt man nicht viele erwachsene Männer zu sehen, denn die Wohlfahrt kürzt die Beihilfe, sobald in der Wohnung ein Mann in arbeitsfähigem Alter wohnt. Deshalb kommen sie nur bei Nacht und nach Hause, um sich zu holen, was sie brauchen, und die Frauen pumpen mehr und mehr Kinder in den Kreislauf. Wenn man sich erst einmal ein halbes Dutzend Kinder  von Gott weiß wem alles hat machen lassen, fährt man ganz gut mit der Sozialfürsorge. Hin und wieder kreuzen Leute von der Behörde auf und knöpfen sich den einen oder anderen Schmarotzer vor oder bieten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und solches Zeugs an. Führt natürlich alles zu nichts, denn Desire am Tag verlassen heißt immer auch Rückkehr bei Nacht. Desire geht mit Ihnen, egal wohin Sie gehen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Verzweiflung, begrabene Träume und Wahnsinn kann man überall in Desire wittern. Eines Tages werden sie alle Leute hier herausbringen müssen, sie dazu bringen müssen, alles zurücklassen und sich zu schwören, keinen Blick zurückzuwerfen. Und dann brennt man am besten alles nieder. So wie man die Kleider und Habseligkeiten von Pestopfern verbrennt. Ich weiß, wovon ich rede. Ich bin in Desire geboren und dort aufgewachsen. Meine Mutter starb, während ich bei der Army war. Am Muttertag – nicht diesem bescheuerten Feiertag, den sich die Blumenhändler ausgedacht haben, sondern dem Tag, an dem die Schecks von der Fürsorge in den Briefkästen liegen – wollte meine Mutter ihren mickrigen Scheck bei der Reinigung, wo mein Vetter arbeitet, einlösen. Irgend so ein Scheißkerl , der in der Nähe herumlungerte, fand, dass er das Geld besser für Heroin gebrauchen konnte. Mom wehrte sich, und er stach sie einfach ab. Sie verblutete auf der Treppe, bevor sie noch einen einen Ambulanzwagen finden konnten, der sich in die Gegend getraut hätte. Eine Stunde später fingen sie eine Ratte ein, als er in einem Laden unter meinem Namen den Scheck einlösen wollte. Zehn Jahre bekam er, weil er noch jung und es sein erstes Delikt gewesen war. Er verbrachte eine fröhliche Zeit im Gefängnis und wurde nach zwei Jahren wegen guter Führung freigelassen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Sechs Wochen nachdem ich wieder nach Hause gekommen war, fand man ihn mit dem Gesicht nach unten in einem Haufen Hundescheiße liegend. Irgend jemand hatte im das Genick gebrochen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Und auch das ist Desire: Das reinste Rauschgiftparadies. So was wie ein Selbstbedienungsladen. Wenn man etwas nicht auf Lager hat, kann man es innerhalb von zwanzig Minuten besorgen. Die Kinder, junge Burschen und Mädchen, erledigen die Botengänge. Die Teenager verkaufen und kassieren ab. Manches von dem Zeug wird an Ort und Stelle zusammengebraut.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em><span style="font-family: Arial;">Algiers</span></em></strong></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Wenn man im Raum New Orleans Kontakt zum okkulten Untergrund aufnehmen will, muß man über den Fluß, nach Algiers, in eine Gegend voller Pfandleihhäuser, vietnamesischer Lebensmittelläden und Billigbars. Zwischen alten Lagerhäusern und der Blain Kern´s Mardi Gras World direkt am Mississippi befindet sich ein kleiner Laden. Eine kleine Treppe führt zu einem tiefer gelegenen Eingang hinab. Auf einem handgemalten Schild über der Tür steht in ungelenken roten Buchstaben Sister Marleu. Der Laden wird stets von roten und weißen Kerzen in allen Größen erleuchtet. Die Besitzerin, eine kleine, mollige Frau unbestimmbaren Alters mit einem Teint wie Milchschokolade soll eine Santera sein und wie man behauptet, Kontakte zum okkulten Untergrund in Algiers haben.</span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Algiers Point drüben am Mississippi-Ufer gehört zu New Orleans – und ist eine andere Welt. Früher wurden hier jene Sklaven gesammelt, die später im French Quarter verkauft werden sollten; auch heute noch ist Algiers Point eine überwiegend farbige Neighborhood.</span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Um es ganz deutlich zu sagen. Der Großteil von Algiers ist in einem bedauernswerten Zustand.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em><span style="font-family: Arial;">Spaziergang durch New Orleans</span></em></strong></p>
<blockquote><p><em>The truth is New Orleans appears to me<br />
to be at the extreme of everything&#8230;.<br />
Changes take place here with almost<br />
the rapidity of thought. Today rich,<br />
tomorrow poor, today well,<br />
tomorrow dead, today hot,<br />
tomorrow cold, today dry,<br />
tomorrow wet&#8230;.<br />
You can see here some of the richest<br />
and some of the poorest of humanity&#8230;.<br />
An observing man can see as much of the world<br />
and of diversified character<br />
here as in any city in the union<br />
-Bishop Henry B. Whipple, Southern Diary, 1843-44</em></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; word-spacing: 0in;">
</blockquote>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">New Orleans kann man auf vielerlei Arten erleben. Zur richtigen Tageszeit ist das French Quarter wunderschön. Eine Straßenbahnfahrt entlang der St. Charles Avenue, durch den Garden District, vorbei am Audubon Park und an der Tulane University, ist immer zauberhaft.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 12pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;"> <!--[if gte vml 1]><v :shape  id="_x0000_i1026" type="#_x0000_t75" alt="" style='width:274.5pt;height:129pt'> <v :imagedata src="file:///C:\DOKUME~1\THOMAS~1.WEG\LOKALE~1\Temp\msohtml1\01\clip_image002.gif" mce_src="file:///C:\DOKUME~1\THOMAS~1.WEG\LOKALE~1\Temp\msohtml1\01\clip_image002.gif"   o:href="http://www.nyarlathotep.de/UA/cajun_2.gif" /> </v>< ![endif]--><!--[if !vml]--></span></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="New Orleans" src="http://unknown-armies.de/image/cajun_2.gif" alt="New Orleans" /></p>
<p><!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Aber man kann es auch auf andere Art versuchen, wozu ich nicht unbedingt raten würde.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Diejenigen die sich am unteren Ende der Nahrungskette durchschlagen – die Nutten, Zuhälter, Kreditkartenbetrüger, Bauernfänger, Taschendiebe und Straßenstrolche -, treiben sich normalerweise vor den Bars und Stripschuppen herum und richten relativ wenig Schaden an. Sie haben sich eher dem klassichen Neppen und Schleppen, der Hochstapelei und dem Handtaschenraub verschrieben als der körperlichen Gewalt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Einen Rang darüber stehen die Straßendealer. Nicht alle, aber die meisten sind schwarz, jung und blöde und selbst abhängig. Das Crack, das sie in den Sozialsiedlungen verticken, führt so gut wie sicher zu einer Drogenpsychose. Alles andere, was sie verhökern, ist so oft verschnitten worden, daß man sich ebensogut Babyabführmittel reinziehen oder einen Schuß mit Milchpulver setzen kann.</span></p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Zu wiederum einer anderen Klasse gehören die Menschen, die einfach mit schmutzigen Geldgeschäften befaßt sind. Sie sind für gewöhnlich weiß, etwas älter, wurden bereits ein paarmal festgenommen und besitzen irgendein legales Unternehmen. Sie handeln mit Diebesgut, betreiben Werkstätten, in denen gestohlene Fahrzeuge ausgeschlachtet werden, und waschen geraubtes oder gefälschtes Geld, das sich je nach Herkunft und Qualität für zehn bis zwanzig Cent pro Dollar weiterverkaufen läßt.</span></p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Und dann gibt es die Randzonen des French Quarter; Gegenden, in denen man sich, wenn man betrunken ist oder einfach Pech hat, mit wenigen Schritten aus einer vermeintlich zügellosen Umgebung, in der alles geregelt und künstlich geschönt ist, in eine moralische Mondlandschaft begibt – der Louis Armstrong Park oder die St. Louis-Friedhöfe sind die besten Beispiele -, wo Halbwüchsige wegen einer Geldsumme, die man mit einem Schraubenzieher aus jeder Parkuhr fummeln kann, einer Frau aus nächster Nähe mitten ins Gesicht schießen. Wenn es sich bei dem Opfer um einen Touristen aus dem Ausland handelt, erregen diese Morde landesweites Aufsehen. Ansonsten aber ereignen sie sich mit Regelmäßigkeit, ohne daß sich jemand darüber aufregt, so daß Louisiana heutzutage pro Kopf der Bevölkerung die höchste Mordrate in den Vereinigten Staaten aufweist.</span></p>
<p class="MsoBodyText" style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Diejenigen, die in der Nahrungskette ganz oben stehen – Großdealer, die das Bindeglied zwischen Kolumbien und dem Marschland von Louisiana bilden, Kasinobetreiber, die für ein in der Freizeit- und Unterhaltungsbranche tätiges Unternehmen aus Chicago, das sich im Besitz der Mafia befindet, die Bücher führen -, sitzen selten ein, geschweige denn, daß man sie in aller Öffentlichkeit mit den Mächten in Verbindung bringt, denen sie dienen. Sie kaufen sich Zeitungsleute und geben den Kindern des Gouverneurs eine Anstellung. In den morgendlichen Fernsehtalkshows kann man sie manchmal erleben, die Besitzer schwimmender Spielkasinos, wie sie ihren Salm ablassen und den gutgelaunten, menschenfreundlichen Rotarier mimen – Mafiosi, denen manch einer zutraut, daß sie hinter dem Mord an John F. Kennedy stecken, pflegen ihre Rosen und speisen in den feinen Innenstadtrestaurants, ohne daß jemand daran Anstoß nimmt.</span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-align: justify; word-spacing: 0px;"><span style="font-family: Arial;">Das ist keine Übertreibung.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
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		<title>Und leise w&#228;chst das Gras</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jul 2007 05:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Tja gestern [27. Mai 2007] hab ich nach langer Zeit dann doch endlich wieder Unknown Armies geleitet, meinen bevorzugten Oneshot Und leise wächst das Gras. Bis auf Ulli von Mensch waren die anderen 5 Charaktere schnell, teilweise bereits im Vorfeld vergeben. Schnell erklärt wie trostlos und dreckig der Trailerpark und die ganze Gegend im Nirgendwo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja gestern [<em>27. Mai 2007</em>] hab ich nach langer Zeit dann doch endlich wieder Unknown Armies geleitet, meinen bevorzugten Oneshot <em>Und leise wächst das Gras</em>.</p>
<p>Bis auf Ulli von Mensch waren die anderen 5 Charaktere schnell, teilweise bereits im Vorfeld vergeben.</p>
<p>Schnell erklärt wie trostlos und dreckig der Trailerpark und die ganze Gegend im Nirgendwo mitten in Arizona ist und schon ging es mit dem nächsten Morgen los. Die Spieler sind aufgewacht und Kevin fiel als erstes die absolute Stille auf. Hört er sonst den ganzen Tag das Country und Western Gedudel von KMTH so war er etwas verärgert über das Rauschen des Radios. Auch der Generator der die Siedlung mit Strom versorgt hat seinen Dienst aufgegeben. Schales warmes Bier zum Frühstück, noch ein Minuspunkt für Kevin.</p>
<p><img src="http://unknown-armies.de/image/grasbanner.jpg" title="Und leise wächst das Gras" alt="Und leise wächst das Gras" align="left" />Rich Dansky, der Verwalter versuchte dann den Generator zum laufen zu bringen, was leider misslang. Auch Kenneth hatte kein Glück. Zum selben Zeitpunkt machte Rebecca im Wohnwagen, auf dem Gasherd, für Timmi und sich Frühstück. Der kleine Junge schaute Rich und Kenneth bei den Reparaturarbeiten zu, langweilte sich aber schnell und tollte mit Sparky durch die Gegend. Beim Versuch den Generator mit der Batterie des Pickups von Rich zum laufen zu bringen, kam es zu einem Kurzschluss. Peng und wieder ein fahrbereites Fahrzeug weniger.</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt mutmaßte der erste Spieler das es evtl. eine weit entfernte Atombombenexplosion gegeben haben könnte und sie hier die Auswirkungen zu spüren bekämen.</p>
<p>Dann kam Hektik ins Spiel, Rich, Ulli (von mir als NSC geführt), Kenneth und Kevin wollten mit dem Ford Mustang (man fährt nicht mit dem Wohnmobil nach Mexico um Banken zu überfallen), schnell nach Hellmouth fahren um im Old Reliable Ersatz für den Generator zu kaufen. Während Kenneth das Auto holt, Rich schnell noch ein paar Dollar aus dem Wohnawagen, stolpert Kevin über den toten Sparky. In bester Goremanier aufgeschlitzt. Ein lauter Schrei lockt die anderen dazu, Rich bekommt gerade noch mit das hinter ihm die Tür zufällt, rennt aber dann auch zum Fundplatz des toten Hundes. Es gelingt der Truppe gerade noch Rebecca und Timothy den Anblick des toten Sparky zu ersparen.</p>
<p>Rich berichtet von der Tür und das er jemand in seinem Wohnwagen / Verwaltergebäude vermutet. Schnell durchsuchen sie selbigen und finden niemanden vor. Alarmiert beschliessen sie Kenneth zum Schutz des Jungen und seiner Freundin ebenfalls in der Siedlung zurück zu lassen. Es wird schon nichts passieren.</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht ganz sicher wie ich es mache aber als alle drei im Wohnwagen waren, Mutter, Freund und Kind war klar, Timothy ist der wahnsinnige Mörder. In bester High Tension Splattermanier brachte er erst seine Mutter und dann deren Freund um.</p>
<p>Während des ganzen Abends wurde fast nie gewürfelt, wir haben das ganze eher locker im Stil eines Films erzählt und durchgespielt, was der Stimmung sehr zugute kam. Zu diesem Zeitpunkt erinnerte der Abend dann an eine Mischung aus The Hills have Eyes und Im Land der Raketenwürmer. Der Spieler von Rebecca übernahm fortan die Rolle des Co-Sls, Black Aleph / Markus der Kenneth spielte, übernahm Ulli von Mensch.<br />
Die 12 km nach Hellmouth stellen keine grosse Entfernung da. Die Trostlosigkeit des Nests wurde wohl nur noch durch die unbarmherzig herabscheinende Sonne übertroffen.</p>
<p>Im Old Reliable stossen die drei auf einen toten Reggi Thompson hinter dem Thresen seines Ladens. Ulli schätzt das er vor 12 Stunden umgebracht wurde. Das ist zuviel für die drei, voller Angst schnappen sie sich noch ein paar Patronen und rasen zurück nach Rancho Mirago ohne sich darum zu kümmern was evtl. mit Reggis Familie passiert sein könnte. In der Wohnwagensiedlung angekommen, stossen sie auf die zwei schrecklich zugerichteten Leichen und finden den verängstigten Timothy, versteckt unter dem Wohnmobil der Kerr Brüder. Der kleine Junge hat offenbar einen Schock erlitten und murmelt immer davon das es Ames war, der alte Mann, dem Rich zwei Tage vorher noch einen Benzintank auf die Farm gefahren hat.</p>
<p>Kevin dreht komplett durch und fängt an, einen Wohnwagen nach dem anderen in Brand zu stecken um den vermeintlichen Mörder seines Bruders, der sich seiner Meinung nach noch auf dem Gelände versteckt haben muss, auszuräuchern.</p>
<p>Da Mike Ames aus keinem der Wohnwagen taumelt ist man sich einig das er wohl schon wieder auf seiner Ranch ist. Ulli gibt Timothy ein Beruhigungsmittel und die vier fahren zur Ranch um den vermeintlichen Killer zu stellen.</p>
<p>In meiner Version verfügt die Ranch über ein Haupthaus, eine Scheune, einen Brunnen, dem Benzintank und dem Windrad. Im Brunnen liegt die Leiche von Mike Ames, was den Spielern zu disem Zeitpunkt nicht bekannt ist. Rich und Kevin, beide bewaffnet beschliessen zuerst das Haupthaus von Keller bis zum Speicher zu untersuchen, während Ulli zusammen mit dem Jungen beim Wagen bleiben soll. Wenn etwas passiert, soll er einfach einen Schuss in die Luft abgeben.</p>
<p>Die erfolglose Durchsuchung des Hauses übernimmt der Co SL. Beschreibt schön schauerlich den Fund einer weiteren Leiche im Schlafzimmer und die zwei Tassen aus denen Tee getrunken wurde und die Kekse, welche im Wohnzimmer stehen. (Timothy hat Mike in der vergangenen Nacht besucht und ihn anschließend umgebracht).</p>
<p>Der Spieler von Timothy beschloss derweilen Ulli von Mensch umzubringen und im Brunnen zu verstecken. Als Rich und Kevin aus dem Haus kommen ist die Paranoia wieder da, Arzt und Junge sind spurlos verschwunden. Eine schnell durchgeführte Untersuchung der Scheune bringt auch kein Licht ins Dunkel, aber fast einen weiteren Toten. Kevin der verkappte Pyromane steckt nun sowohl das Farmhaus als auch die Scheune in Brand, währenddessen Dansky das Windrad erklimmt um die Gegend nach Mike abzusuchen. In einiger Entfernung sieht er eine Rauchwolke – die Überreste der Wohnwagensiedlung. Von oben bemerkt er eine immer größer werdende, dunkle Lache unter dem Ford Mustang der Gebrüder Kerr. Er ruft Kevin und deutet auf das Auto. Der geht darauf zu, kniet sich hin und schaut unter den Wagen. Benzin! läuft aus. Auf der anderen Seite des Autos steht Timothy mit einem Streichholz in der Hand und meint <em>Hallo Onkel</em>.</p>
<p>Timothy dreht sich um, geht in Richtung des Windrades und verwandelt sich…</p>
<p align="center"><strong>ENDE</strong></p>
<p>Statt sich sklavisch an die paar Seiten des Szenarios zu halten hab ich munter drauflos improvisiert und mein eigenes Ding durchgezogen. Es wurde kaum gewürfelt und die Stimmung war super. Erklärtes Ziel von meiner Seite aus war sowieso keinen der Spieler entkommen zu lassen. Jedenfalls hat es allen Beteiligten Spass gemacht, ein 2stündiger Kinofilm ging spannend zu Ende und das wichtigste ist, alle, einschließlich meiner Wenigkeit als Spielleiter, haben wieder deutlich Lust bekommen unsere Unknown Armies Kampagne in New Orleans fortzusetzen.</p>
<p>Und wir warten alle auf die Fortsetzung, wenn eine Gruppe GIs durch die weite Wüste von Arizona fährt, um in Hellmouth nachzutanken…</p>
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