Der Mann im Schatten

„Achtet nicht auf dem Mann hinter dem Vorhang!“
                                                                –The Wizard of Oz

 

Alias:  Strippenzieher, Graue Eminenz, Spin-Doctor

Er ist der, den man nie zu Gesicht bekommt, doch er steht hinter der ganze Show. Der Mann im Schatten ist der ultimativite Verschwörer, sein Name und sein Ziel sind nur wenigen bekannt und diese haben sich zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtet. Ein interessanter Twist bei diesem Pfad liegt darin, dass der Avatar nie selbst wirklich tätig ist, sondern nur mittels seines Einflusses oder seiner Handlanger Taten vollbringt.

Shadowman (c) Tom 2013

Tabu: Der Mann im Schatten muß anonym bleiben. Wann immer man ihn mit seinen Machenschaften in Zusammenhang bringt oder gar Beweise für seinen Einfluß darlegt, schwächt dies seine Verbindung zum Archetypen. Ein einsamer Verschwörungstheoretiker ist kein Problem, doch sobald seine Kollegen die Theorien für bare Münze nehmen, beginnt die Macht des Avatars zu schwinden.

Fiktive Beispiele: Professor Moriarty, Blofeld, der Krebskandidat aus den X-Akten
Historische Avatare: Wenn du von ihm gehört hast, ist es kein Avatar des Mann im Schatten.

Gaben:

1-50%: Die Handlanger des Mann im Schatten, die auf einer Mission für ich sind, bekommen einen +20% Bonus auf alle Fertigkeiten, die mit Einschüchtern oder Verborgenheit zu tun haben. Zusätzlich müssen alle Zeugen dieser Taten ein Wurf auf Wahrnehmung gelingen, um sich daran zu erinnern. Nur bei einem kritischen Erfolg erinnern diese sich an Details und können die Personen identifizieren, ansonsten bleiben diese gesichtslose Men in Black.

51-70%: Der Mann im Schatten ist nun in der Lage mittels eines Wurfs auf Avatar(Mann im Schatten) seine Helfershelfer als verlängerte Augen und Ohren zu nutzen. Er kann beobachten und hören, was sie tun, ist vor Verrätern gewarnt und hat größere Kontrolle über seinen „Masterplan“.

71-90%: Wenn ein Avatar diesen Level erreicht hat, so muß einem Handlanger ein Stresswurf auf Identität in Höhe der Zehnerstelle des Avatarenwertes gelingen, wenn er die Verschwörung verraten will. Mißlingt dieser mit einem Pasch, so verliert er Trefferpunkte in Höhe des mißlungenen Wurfs.

90-99% Die Macht des Mann im Schatten ist auf ihrem Höhepunkt. Er kann die Körper jedes seiner Handlanger übernehmen. Er besitzt so fast totale Kontrolle über seine Organisation und gilt bei seinen Mitverschwörern als allwissend. Diese Gabe hat Vor- und Nachteile. Ein übernommener Handlanger hat während dieser Zeit keine eigene Identität und wird selbst von Freunden und Verwandten als eine unbekannte Person ohne besondere Kennzeichen erkannt. Der Handlanger erinnert sich an nichts, was während dieser Zeit geschehen ist. Das Wissen, dass man für eine längere Zeit einen Black-Out hatte und nicht weiß, was man gemacht hat, kostet je einen Stresswurf auf Identität und Hilflosigkeit der Stufe 8.
Der größte Nachteil dieser Gabe ist jedoch das langsame Auflösen der Individualität der Handlanger. Jedes Mal, wenn ein Handlanger übernommen wird, wird ein einzelner Würfel geworfen und das Ergebnis aufgeschrieben. Übersteigt die Summe der Wurfel im Laufe der Zeit den Seelenwert des Handlangers, so sind die letzten Reste seiner Menschlichkeit getilgt und er ist nur noch eine gesichtslose Hülle. Diese Hüllen behalten ihre Kampf-basierten Fertigkeiten, brauchen weder Schlaf noch Nahrung und können weiterhin von ihrem Meister „besessen“ werden. Der Anblick des gesichtslosen Wesen erfordert bei Zeugen einen Wurf auf Übernatürliches Stufe 4. Wenn diese Wesen getötet werden, werden ihre Leichen entweder niemals gefunden oder verschwinden spurlos aus Polizei- und Krankenhausakten. Leichenbeschauer und Polizisten neigen dazu, diese Todesfälle zu vergessen, aber ein aufmerksamer Adept oder Avatar wird den Einfluß der grauen Emminenz bemerken.

aus dem amerikanischen UA-Forum von W.Senter.