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Ein NSC wie im Film: Gas, Tankwart und Mechanomant

Gas, Tankwart und Mechanomant (eXistenZ)

Ted: „Wie sah denn ihr Leben vorher aus? Bevor es Allegra Geller verändert hat?“
Gas „Ich hatte eine Tankstelle.“
Ted: „Sie haben doch immer noch eine Tankstelle.“
Gas: „Nur noch auf dieser erbärmlichen Ebene der Realität.“

Gas: „Gott – der Mechaniker – lustig!“

Beschreibung: Gas ist Endvierziger und Besitzer einer heruntergekommen wirkenden Tankstelle an einer der vielen staubigen Landstrassen abseits der Highways irgendwo in den USA. Er wirkt auf den ersten Blick ziemlich normal, ist so freundlich, wie die Kunden es auch zu ihm sind und repariert Fahrzeuge zügig und nicht allzu teuer. Fragt man ihn, ob er auch „besondere Dienste“ anbietet, tut er zunächst verwirrt. Doch Gas ist ein begnadeter Mechanomant, der sich dem Bau von bionisch arbeitenden Spielekonsolen verschrieben hat. Dies sind von ihm aufgepimpte Altkonsolen (wie Nintendos iQue Player) mit dessen Hilfe man im wahrsten Sinne des Wortes in virtuelle Welten eintauchen kann. Die meisten Menschen werden allerdings davon abgeschreckt, dass man diese Konsolen nur betreiben kann, wenn man eine Symbiose mit dem Gerät eingeht. Diejenigen Infomanten, die es wagten diesen Schritt zu gehen, können aber auch nur mit verzückter Mühe beschreiben, was für ein großartiges Erlebnis ein Spiel mit einer von Gas Konsolen ist. Gas selbst lächelt dann meistens nur und säubert sich die Hände an einem ölverschmierten Lappen. Er träumt davon, dass die Welt eines Tages reif für seine Konsolen ist und er eine Menge Geld damit machen kann. Bis dahin hält er den Kopf unten, denn er weiß auch, dass Leute wie die Neue Inquisition oder die Schläfer Menschen mit Gas’ Wissen nicht in Ruhe lassen werden.

Rolle im okkulten Untergrund: Unabhängiger Mechanomant, den wenige kennen, aber viele schätzen.

Persönlichkeit: zielbewusster Ehrgeizling mit Geldproblemen

Obsession:  Bionische Spielkonsolen (Mechanomantie)

Temperament

Wutimpuls: Ehebrecher. Gas war mal verheiratet. Als er seine Frau mit ‘nem anderen Typen sah, setzte was bei ihm aus. Das Gericht entschied auf Unzurechnungsfähigkeit, doch Gas weiß, dass er solche Typen immer wieder krankenhausreif schlagen würde.

Furchtimpuls:  Mechanische Menschen (Hilflosigkeit). Er hat sie gesehen. Sie sehen so aus wie wir. Sie sind stärker, schneller, einfach besser als wir. Sie sind die nächste Stufe der Evolution. Und sie wollen uns vernichten!

Tugendimpuls: Kreativität. Nur mit der Abendschule allein wäre er nicht so erfolgreich geworden. Gas kombiniert aus Einzelteile Dinge zusammen, wie es sonst kein Anderer kann.

Attribute 

Körper (hager) 50    – Fitnessstudio (Sportlichkeit) 20; Schraubenschlüssel und was sonst in der Werkstatt ‘rumliegt (Handgemenge) 30; Folter widerstehen 30              

Schnelligkeit (fingerfertig) 75   – Vorsichtig mit dem Hammer, Junge! (Ausweichen) 30; Initiative 37,5; Ich mach mal ‘ne Probefahrt  (Fahren) 30; Geschickt mit Werkzeugen 45         

Verstand (aufmerksam) 55   – Abendschule (Allgemeinbildung) 25; Da könnte der Defekt liegen (Wahrnehmung) 30; Verbergen 15; Virtuelle Welten 30       

Seele (heiteres Lächeln ) 40   – Sie können mir vertrauen (Ausstrahlung) 25; Ich denke, der Vergaser muss raus (Lügen) 25; Mechanomantie* 35             

Geisteszustand 
Gewalt 1/1
Isolation 0/0
Hilflosigkeit 2/0
Übernatürliches 1/3
Identität 0/2

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5 Responses

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  1. Orakel says

    Hmm… interassente Idee. Allerdings würde mich bei Gas dann die Abwandlung der Mechanomantie interessieren. So wirklich sauber mit dem “normalen” Tabu wäre die Biokonsole jedenfalls nicht.

  2. Andreas says

    Schöner Artikel!

    Welches Tabu der Mechanomant hat, muss ich glatt noch mal nachschlagen. Aber könnte es nicht gehen, wenn es nur um die nachträgliche Verbindung mit der Maschine geht und nicht um den Bau? Aber wie gesagt: Das genaue Tabu habe ich gerade nicht im Kopf.

  3. Orakel says

    @Andreas: Mechanomanten dürfen in ihren Konstruckten keinerlei “Bausteine” verwenden, die nach einem bestimmten Datum entstanden sind/verwendung fanden.(Ich glaube der Übergang lag irgendwo bei 1920, kann mich aber aus dem Kopf heraus jetzt auch irren.)

    Jedenfalls währe eine Spielekonsole mit der normalen Mechanomantie so nicht machbar.

  4. Wendigogo says

    …ausser zu dekorativen oder symbolischen Zwecken :-)

    Traummaschine (ein Konstrukt)

    „In der Zirbeldrüse fließen Körper und Seele zusammen.“ – Rene Descartes

    Gas hat eine Methode gefunden, virtuelle Welten zu erschaffen, indem er seine Träume in ein mechanomantisches Gebilde überführt. Von frühen Alchimisten als „Bottled dreams“ bezeichnet, lässt dieses fortschrittliche Gebilde den Nutzer dann einen Traum von Gas als eigenen luziden Traum erfahren.
    Dazu ist es unbedingt notwendig, dass das Gerät über das Rückenmark direkt mit der Zirbeldrüse verbunden wird. Nur so kann gewährleistet werden, dass ein stetiger Austausch des stark halluzinogene Tryptamin-Alkaloid Dimethyltryptamin (DMT) zwischen Träumer und Traummaschine stattfindet und der Nutzer in der Lage ist, den Traum realer zu gestalten und mehr Kontrolle über die externe “Realität” zu besitzen.
    Die Einzelteile des IQue Players, die Gas dafür verwendet, haben dabei natürlich nur rein symbolischen Charakter: Die Konsole (aus dem Lateinischen consolator „Tröster, Unterstützer“) dient als unterstützender Mittler zwischen Geist und Maschine. Dass sie den Namen IQue trägt, verstärkt zusätzlich die Besonderheit, dass die innewohnende Maschine mit einem eigenen IQ (Intelligenzquotienten) versehen ist, sodass die Träume eine eigene Geschichte abhängig vom Nutzer erzählen.
    Die Hauptbestandteile sind, neben einer Vielzahl von feinen Drähten und winzigen Schrauben, in erster Linie Teile tierischen Hirnes, insbesondere des Epithalamus von Spix-Nachtaffen, und Amphibienhaut, mit der die Maschine umzogen wird und die glatte und feuchte Oberfläche bildet.
    Die Kosten für dieses Konstrukt betragen fünf starke Ladungen und die Erinnerungen an den verarbeiteten Traum.

Continuing the Discussion

  1. NSCs wie im Film – unknown armies linked to this post on 31. August 2011

    [...] Erster soll uns Gas aus eXistenZ als Beispiel [...]



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