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	<title>unknown armies &#187; Amerikanischer Traum</title>
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	<description>Das Haus der Renunziation</description>
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		<title>Charles Bukowski</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 21:12:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Charakter für Unknown Armies Fifties “If you’re going to try, go all the way. This could mean losing girlfriends, wives, relatives, jobs and maybe your mind.” aus “Roll the Dice” von Charles Bukowski Man vergleicht ihn mit Dostojewski, Rimbaud, Hemingway und Miller. Er hing in Bars rum und liebte klassische Musik, zu der er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-size: small;">Ein Charakter für <strong><a href="http://www.unknown-armies.de/artikel/ua_50ties/">Unknown Armies Fifties</a></strong></p>
<p style="font-size: xx-small;"><em><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/09/bukowski.jpg"><img class="alignright size-large wp-image-2689" title="Charles Bukowski" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/09/bukowski-717x1024.jpg" alt="" width="171" height="243" /></a>“If you’re going to try, go all the way.</em><br />
<em>This could mean losing girlfriends,</em><br />
<em>wives, relatives, jobs and maybe your mind.” </em><br />
aus “<strong>Roll the Dice</strong>” von Charles Bukowski</p>
<p>Man vergleicht ihn mit Dostojewski, Rimbaud, Hemingway und Miller. Er hing in Bars rum und liebte klassische Musik, zu der er in der Nacht schrieb. Er war vernarrt in die Pferderennbahn und verwettete oft sein ganzes Vermögen. Er las Schopenhauer und Nietzsche. Doch Charles Bukowski war ein Taugenichts, ein Tagelöhner.  Er war ein Stachel im Arsch der Gesellschaft. Er war unbeugsam, unbequem, ein Verfasser des Elends, der Spiessigkeit und der dunklen Seite des Lebens.</p>
<p>Seine Geschichten sind häufig teilautobiografisch, wenngleich meist satirisch überhöht. Oft handelt das Werk von Menschen, die sich auf der Schattenseite des „<strong>American Way of Life</strong>“ befinden. Seine Protagonisten sind Kleinkriminelle, Säufer, Obdachlose, Prostituierte und er selbst in Form seines literarischen Alter Egos Henry Chinaski. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Bukowski">Charles Bukowski</a> ist <strong>Unknown Armies</strong>.</p>
<p>Charles Bukowski wurde 1920 im deutschen Andernach geboren. Sein Vater Henry Bukowski war ein US-Soldat polnischer Herkunft, seine Mutter eine Deutsche namens Katharina Fett. 1922 zog die Familie nach <strong>Los Angeles</strong>, wo die Familie in sehr armen Verhältnissen lebte.</p>
<p>Mitte der Dreißiger veröffentlicht Bukowski eine Handvoll seiner Gedichte und Geschichten in kleinen, alternativen literarischen Zeitschriften. Er wird im allgemeinen als &#8220;<strong>Straßendichter</strong>&#8221; bezeichnet und startet seine &#8220;<strong>Säuferkariere</strong>&#8221; in den Bars von LA. Anfang der Vierziger beendet Bukowski die High School und besucht am City College in Los Angeles knapp ein Jahr lang Vorlesungen über Journalismus, Englisch, Theater und Geschichte, dann beginnt eine Zeit des Herumtreibens.</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/09/barflies2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2697" title="Barflies" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/09/barflies2.jpg" alt="" width="500" height="232" /></a><strong><br />
Ein Trinkerleben</strong></p>
<p>Bis 1946 zieht Bukowski von einer Stadt in die andere und von einem Job zum nächsten, während seines Streifzuges durch <strong>New Orleans, Texas, San Francisco, St.Louis, Philadelphia</strong> und <strong>New York</strong> arbeitet er als Leichenwäscher, Metzger, Tankwart, Nachtportier, Sportreporter, Hafenarbeiter und Werbetexter für ein Luxusbordell. Zwischendurch veröffentlicht er eine erste Kurzgeschichte im New Yorker Magazin &#8220;Story&#8221;. Bei der Einberufung hat Bukowski eine hohe Registriernummer, so dass er zunächst nicht zum Militär muss. Als er schließlich eingezogen werden soll, wird er als physisch und mental untauglich für den Militärdienst eingestuft. Er muss trotzdem für zwei Wochen ins Gefängnis, weil er der Einberufungsbehörde seinen Umzug nicht mitteilt. Er veröffentlicht währenddessen weiterhin sporadisch Geschichten und Gedichte in verschiedenen kleineren Zeitschriften. </p>
<p>1946 kehrt Charles Bukowski nach <strong>Los Angeles</strong> zurück. Die Nächte verbringt er in Bars im hiesigen Rotlichtviertel. Hier lernt er <strong>Jane Cooney Baker</strong> kennen, mit der er eine längere Beziehung eingeht, arbeitet als Briefsortierer im Postamt von Los Angeles und beginnt wieder stärker schriftstellerisch tätig zu werden. 1955  kommt Bukowski wegen eines Magendurchbruchs in das LA County Krankenhaus. Die Ursache ist das Trinken und die Ärzte gaben ihm nur noch Tage zu leben, sollte er je wieder einen Schluck Alkohol trinken. Er wird durch eine Bluttransfusion seines Vaters gerettet und feiert sein Überleben, indem er sich erst mal tüchtig betrinkt. Er gibt seine Stelle bei der Post auf und Jane verlässt ihn. Er korrespondiert mit <strong>Barbara Frye</strong> aus Texas, die ein Literaturmagazin herausgibt und kurze Zeit später heiraten sie. Die Ehe hält bis 1958, wonach  Bukowski nach <strong>Hollywood</strong> zieht und wieder bei der Post arbeitet. Er arbeitet an seinen Texten hauptsächlich in der Nacht und trifft sich wieder mit Jane.</p>
<p>1960 wird sein erstes Buch &#8220;<strong><em>Longshot Pomes</em></strong>&#8221; publiziert und ebenfalls in diesem Jahr veröffentlicht Bukowski den ersten Gedichtband &#8220;<strong><em>Flower<strong>,</strong> Fist, and Bestial Wail</em></strong>&#8221; dem 1962 &#8220;<em><strong>Run with the Hunted</strong></em>&#8221; und 1965 &#8220;<strong><em>Confessions of a Man Insane Enough to Live with Beasts</em></strong>&#8221; folgten. 1962 bringt die Literaturzeitschrift <strong>The Outsider</strong> eine Sonderausgabe über Bukowski und verleiht ihm den Titel „<em>Outsider des Jahres</em>“. Seine Schriftstellerkarriere ist in vollen Zügen… </p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/09/bukowski2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2693" title="Bukowski writing" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/09/bukowski2-289x300.jpg" alt="" width="289" height="300" /></a></p>
<p><strong>Charles Bukowski und der okkulte Untergrund der Fünfziger</strong></p>
<p>Charles erste Begegnung mit dem okkulten Untergrund war im Jahre 1942, als er den jungen <strong>Dipsomant Dirk Allen</strong> in <strong>New Orleans</strong> begegnete. Aus dem Saufkumpanen wurde bald ein enger Freund, der Charles auch den ein oder anderen Trick beibrachte. Angeblich konnte Allen die Ratten in Bukowskis Appartement mit einem Fingerzeig zum Platzen bringen und die beiden verbrachten damit einige Nächte unter lautem Gejohle und mehrerer Kisten Bourbon. Die Methode, sich durch Magie Drinks zu erschnorren, merkte er sich, doch Bukowski blieb bei der Schriftstellerei, während Allan sich weiter der Magie zuwandte. Ende der Fünfziger zerbrach die Freundschaft zwischen den beiden, als Allen Bukowski in LA nicht nur um 50 Dollar betrog, sondern ihm auch noch eine Bande <strong>Schläfer</strong> auf den Hals schickte. Allan war zu der Zeit gerade aus <strong>New York</strong> geflüchtet und gab sich als Bukowski aus, aber die <strong>Schläfer</strong> erkannte bald, dass es sich bei dem Kerl um jemand anderes handelte und Bukowski kam mit ein paar Rippenbrüchen davon. Ein anderer Bekannter war Moshe Labovitz, ein ehemaliger <strong>Rabbiner</strong> und <strong>Bibliomant</strong>. Als 1953 das FBI Druck auf ihn auswirken wollte, um an sein „<strong>Elleh toledot</strong>“, einer hebräische Übersetzung eines noch älteren babylonischen Zauberbuchs, zu kommen, vertraute er Bukowski das Buch an. Drei Jahre lang ist es in seinem Besitz, bis Labovitz eines Nachts, bis auf die Knochen abgemagert, vor seiner Tür stand und das Buch zurückforderte. Bukowski gab es ihm in einer Papiertüte zusammen mit einem Fünf-Dollarschein und einer Lage frischer Unterwäsche.</p>
<p>Und so ging es Bukowski mit vielen seiner Bekannten, sie kamen und gingen, hinterließen interessante Geschichten und interessante Dinge und nahmen sie irgendwann wieder mit. Charaktere, die mit Bukowski rumhängen, werden immer wieder auf seltsame Typen stoßen, die seltsame Gaben besitzen, ihnen helfen oder sie tief in die Scheiße reißen können. Denn so ist das Leben auf der Schattenseite des „<strong>American Way of Life</strong>“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="font-size: large;"><strong>Charles Bukowski</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Persönlichkeit</span>: kreativer Prolet<br />
<span style="text-decoration: underline;">Obsession</span>:  Alkohol</p>
<p><strong>Temperament</strong><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wutimpuls</span>: Mickey Mouse. „<em>Der dreifingrige Hurensohn hat keine Seele</em>.“ &#8211; Mickey verkörpert für Charles alles, was beim amerikanischen Traum schiefgegangen ist.<br />
<span style="text-decoration: underline;">Furchtimpuls</span>:  Bedeutungslosigkeit (Hilflosigkeit). &#8220;<em>Das Schlimmste: Einige Zeit nach meinem Tod werde ich richtig entdeckt</em>.&#8221; &#8211; Trotz seiner großen Klappe fürchtet Charles, dass er in die Bedeutungslosigkeit verschwindet.<br />
<span style="text-decoration: underline;">Tugendimpuls</span>: Freiheit. „<em>Ein freier Geist ist selten, doch du erkennst ihn, wenn du ihn siehst</em>.“ &#8211; Charles liebt die Freiheit und göhnt sie jedem:  zu machen,was man will, zu ficken, mit wem man will, aber auch die Freiheit, sich selbst zu zerstören.<br />
 <br />
<strong>Attribute  </strong><br />
<span style="text-decoration: underline;">Körper</span> (verlebt) 30<br />
Kampftrinker 25; Kneipenschlägerei (Handgemenge) 20; Sportlichkeit 15;<br />
<span style="text-decoration: underline;">Schnelligkeit</span> (wankend) 40<br />
In der Gegend herumfahren (Fahren) 30; Initiative 30;<br />
Unter Schlägen wegtauchen (Ausweichen) 30       <br />
<span style="text-decoration: underline;">Verstand</span> (kreativ) 60<br />
Abgebrochenes College (Allgemeinbildung) 30; Trinkerlyrik verkaufen 45; Trunkener Blick fürs Wesentliche (Wahrnehmung) 30; Verbergen 15     <br />
<span style="text-decoration: underline;">Seele</span> (offen) 90<br />
Ausstrahlung 15; Dipsomantie* 20;  „Ich spendierte ihr ’nen Drink und sie gab mir ihre Telefonnummer“ 45; Lügen 40        </p>
<p><strong>Geisteszustand  </strong><br />
<span style="text-decoration: underline;">Gewalt</span> 2/3<br />
<span style="text-decoration: underline;">Isolation</span> 0/2<br />
<span style="text-decoration: underline;">Hilflosigkeit</span> 1/2<br />
<span style="text-decoration: underline;">Übernatürliches</span> 2/3<br />
<span style="text-decoration: underline;">Identität</span> 0/2</p>
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		<title>PSYCINT</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 21:11:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Hintergrundorganisation für die Charaktere in meiner kommenden UA-Kampagne in den USA der Fünfziger wurde die fiktive Abteilung PSYCINT in Anlehnung an das COINTELPRO Program des FBI erschaffen. Hier ein kurzer Abriss: “This is a rough, tough, dirty business, and dangerous. It was dangerous at times. No holds were barred&#8230;. We have used these techniques [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Hintergrundorganisation für die Charaktere in meiner kommenden <strong>UA-Kampagne in den USA der Fünfziger </strong>wurde die fiktive Abteilung <strong>PSYCINT </strong>in Anlehnung an das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/COINTELPRO">COINTELPRO</a> Program des FBI erschaffen. Hier ein kurzer Abriss:</p>
<p style="text-align: left;"><em style="font-size: x-small; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;">“This is a rough, tough, dirty business, and dangerous. It was dangerous at times. No holds were barred&#8230;. We have used these techniques against the enemy in the war. They have used them against us. . . . The same methods were brought home against any organization against which we were targeted. We did not differentiate. This is a rough, tough business.” </em>– Special Agent McAllan</p>
<p><strong>PSYCINT </strong>(als Akronym for <strong>Psy</strong>chic <strong>Int</strong>elligence) steht für ein Programm der <strong>US-Bundespolizei FBI</strong>, das auf die Störung von okkulten Organisationen innerhalb der USA abzielt. Es wird als eine Abteilung innerhalb der <em>Scientific Intelligence Section </em>des FBI geführt und steht in enger Zusammenarbeit mit dem <strong><a href="http://www.dukenews.duke.edu/2009/03/rhine.html">Parapsychology Lab</a> </strong>der <strong>Duke University </strong>in <strong>North Carolina</strong>.</p>
<div id="attachment_2079" class="wp-caption alignright" style="width: 172px"><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/04/Baur.jpg"><img class="size-full wp-image-2079 " title="Baur" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/04/Baur.jpg" alt="Section Chiefs Jacob Baur" width="162" height="172" /></a><p class="wp-caption-text">Section Chief Jacob Baur</p></div>
<p>Sie beruht auf einer Idee des <strong>Section Chiefs Jacob Baur </strong>und hatte seit ihrem Bestehen Anfang der Fünfziger ihren ersten großen Erfolg bei einer Untersuchung in einer kleinen Stadt namens <strong>Gatlin </strong>im südlichen <strong>Nebraska</strong>, in dessen Verlauf die Ortschaft unglücklicherweise niedergebrannt ist.</p>
<p>Zu den typischen Verfahrensweisen gehören dabei natürlich immer das Sammeln von Informationen und Festsetzen von Gesetzesbrechern, allerdings werden auch Methoden im Kampf gegen okkulte Bedrohungen angewendet, die während des zweiten Weltkrieges gegen <strong>feindliche Agenten der USA </strong>eingesetzt wurden. Darunter fallen z.B. das Versenden von <strong>Falschinformationen</strong>, die darauf abziehen, Misstrauen innerhalb eines Kultes zu sähen oder dass sich gewaltbereite okkulte Gruppen gegeneinander wenden.</p>
<p>Während dieser Zeit ist ihnen die Unterstützung des gesamten FBI- und amerikanischen Polizeiapparates sicher, während sie selbst niemanden außer ihrem direkten Vorgesetzten und natürlich <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J._Edgar_Hoover">Mr. Hoover</a> </strong>Rechenschaft stehen müssen.</p>
<p>Die <strong>Ziele des Programms </strong>sind folgende:<br />
1. Die Zusammenarbeit zwischen okkulten und insbesondere satanistischen Gruppen beobachten und wenn möglich unterbinden.<br />
2. Gewalttaten an amerikanischen Bürgern verhindern. Dabei gehört im Vorfeld das Ausfindig machen potentieller Störenfriede und deren Neutralisierung mit der nötigen Härte.<br />
3. Das Verhindern der Ausbreitung von okkulten und satanistischen Ideen unter der Jugend des Landes.</p>
<p>Im Moment (Januar 1954) stehen <strong>folgende Gruppierungen und deren Rädelsführer </strong>unter Beobachtung durch <strong>PSYCINT</strong>:</p>
<ul>
<li>“Order of the Trapezoid”, Anton LaVey</li>
<li>“Hubbard Association of Scientologists”, Ron Hubbard</li>
<li>“Ecclesia Gnostica Catholica” (die frühere „Agape Lodge”), Helen P. Smith</li>
<li>“Ophite Cultus Satanas”, Arthur Sloane</li>
<li>&#8220;Order of the Craft&#8221;, Victor Anderson</li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/04/IWasAWitchunterForTheFBI.jpg"></a><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/04/IWasAWitchunterForTheFBI.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2083" title="IWasAWitchunterForTheFBI" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/04/IWasAWitchunterForTheFBI.jpg" alt="" width="463" height="520" /></a><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/04/IWasAWitchunterForTheFBI.jpg"></a></p>
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		<title>Destino</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 19:21:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Walt Disney hatte Salvadore Dalí 1945 auf einer Party beim Filmproduzenten Jack Warner kennengelernt und den verrückten Katalanen ins Herz geschlossen, obwohl dessen Obsessionen kaum in Einklang mit Disneys heiler Welt standen. Auch Dali war von Disney angetan, wobei sein Interesse zunächst hauptsächlich Walts gewaltige Modelleisenbahn galt. Es entstand die Idee eines etwa achtminütigen gemeinsamen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/Destino2.jpg"></a><strong>Walt Disney</strong> hatte <strong><a href="http://www.virtualdali.com/">Salvadore Dalí</a> </strong>1945 auf einer Party beim Filmproduzenten <strong>Jack Warner </strong>kennengelernt und den verrückten Katalanen ins Herz geschlossen, obwohl dessen Obsessionen kaum in Einklang mit Disneys heiler Welt standen. Auch Dali war von Disney angetan, wobei sein Interesse zunächst hauptsächlich Walts gewaltige Modelleisenbahn galt. Es entstand die Idee eines etwa achtminütigen gemeinsamen Kurzfilms namens &#8220;<strong>Destino</strong>&#8220;.  Basierend auf dem melancholieumdüsterten Song des mexikanischen Komponisten <strong>Armando Dominguez </strong>entwarf Dalí schon bald Storyboard-Zeichnungen und fünf Hintergründe, obwohl er den Song nicht mochte, sondern nur dessen schicksalhaften Titel. Er sah darin „eine magische Exposition existentieller Probleme im Labyrinth der Zeit“. Disney ging es eigentlich eher um „die einfache Geschichte eines jungen Mädchens auf der Suche nach der wahren Liebe“.</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/Destino01B.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1954" title="Destino_Dali" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/Destino01B.jpg" alt="" width="254" height="300" /></a>Die Bilder waren wunderschön, symbolisch, aber auch verstörend. Die Protagonistin, eine Ballarina trippelt darin graziös durch eine typische Dalí-Wüste, ihr wächst ein Pusteblumenkopf, später ein Basketball, denn ihr Geliebter, der zunächst aus einer Kronos-Brunnenstatue erwächst, verwandelt sich am Ende in einen <strong>All-American-Sportsboy</strong>. In Dalís Fantasiewelt verwandeln sich Ameisen in Radfahrer mit einem Baguette unter dem Arm, Augäpfel tragen Smoking und natürlich tauchen auch die in Dalís Werk so oft präsenten schmelzenden Uhren auf. Dalí selbst soll gesagt haben: „Wenn du glaubst, die Geschichte zu verstehen, hast du sie nicht verstanden.“</p>
<p>Der gewünschte Film kam allerdings nie zustande, da man in den Studios schon seit <strong>Pearl Harbor </strong>Finanzierungsprobleme hatte und die Angst verspürte, hier könnte erstmals mehr Dalí statt Disney drin sein. Doch wurden Kopien davon unbemerkt in den <strong>okkulten Untergrund </strong>geschmuggelt, da einige Macher davon ausgingen, dass Dalí, der den <strong>Weg des Narren </strong>schon längere Zeit erfolgreich gegangen war, Teile seiner Vision in &#8220;Destino&#8221; verbarg. Und es stellte sich heraus, dass ihre Vermutung richtig war. Es waren <strong>23 Sekunden Film</strong>, die den Zuschauer in eine Zustand der Verzückung brachte, die allerdings erst nach dem Verlassen des Kinosaals ihre volle Wirkung entfaltete&#8230;</p>
<p>Wie immer gab es Spielverderber und schon einige Zeit später ging ein Kopierwerk am <strong>Sunset Boulevard </strong>in Flammen auf, während in den Disneystudios durch den Fehler einer übermüdeten Cutterin einige Sequenzen „versehentlich“ zerstört wurden; die <strong>Schläfer </strong>verhinderten ein weiteres Mal, dass <strong>der Tiger geweckt </strong>wurde.</p>
<p>Die fehlenden Bilder verkürzten die Überbleibsel des Filmes in den Archiven des Disneystudios auf 18 Sekunden. Disneys Enkel Roy ließ diese vor einigen Jahren rekonstruieren und vollenden, doch die <strong>Magie </strong>war verflogen. Ein letzter erfolgloser Versuch einer <strong>rituellen Erweckung </strong>wurde 2003 bei der kommerziellen &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=E7ekBkF2OXI">Destino</a>&#8220;-Veröffentlichung gestartet, als der Film direkt über <strong>Dalís Grab</strong>, in dessen selbst eingerichtetem <a href="http://www.salvador-dali.org/museus/figueres/en_index.html">Theatermuseum</a> im katalanischen <strong>Figueres </strong>präsentiert wurde. Es bescherte den Studios zumindest noch eine <strong>Oskar Nominierung </strong>im Jahr 2004.</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/Destino2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1995" title="Destino2" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/03/Destino2.jpg" alt="" width="399" height="294" /></a></p>
<p style="font-weight: bold; font-size: medium;">Destino, ein starkes Artefakt</p>
<p>Nachdem man die 23-sekündige Version von Destino in einem abgedunkelten Kinosaal gesehen und gehört und seine Augen in dieser Zeit nicht einmal zum Blinzeln geschlossen hat, setzt die Wirkung ein. Wann immer man im Laufe der kommenden Stunden leise „Destino“ flüstert, ergibt sich ein positiver Zufall wie beim <strong>Cinematenspruch </strong><em>Narrativer Zufall</em>. Der Ereignis muss hierfür allerdings als Ziel entweder eine Person sein, die Teil der eigenen <strong>Obsession </strong>ist oder die „Liebe seines Lebens“.</p>
<p>Die Wirkung verfällt übrigens bei <strong>Sonnenaufgang </strong>und man kann Destino erst wieder erneut einsetzen, wenn man ein Jahr älter geworden ist. Dieses Artefakt wird von <strong>Cinemanten </strong>und <strong>Amoromanten </strong>heiß begehrt und ist eine <strong>mächtige Ritualzutat </strong>bei <strong>Liebeszaubern</strong>.</p>
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		<title>UA 50ies &#8211; Shake, Rattle and Roll</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Feb 2011 18:50:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[UA 50ies – Die unbekannten Fünfziger Als Alternative zum Postmodernismus des ausgehenden 20./angehenden 21. Jahrhunderts im Grundregelwerk wollen wir hier ein alternatives Zeitsetting für Unknown Armies vorstellen. Die Idee wurde aus dem Artikel über die Twilight Zone geboren. Das Amerika der Fünfziger ist voller symbolischer Spannungen und Paradoxen. Grund dafür war die „Bombe“. Die Soldaten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-size: 18px;"><strong>UA 50ies – Die unbekannten Fünfziger</strong></p>
<p style="font-size: xx-small;"><strong>Als Alternative zum Postmodernismus des ausgehenden 20./angehenden 21. Jahrhunderts im Grundregelwerk wollen wir hier ein alternatives Zeitsetting für Unknown Armies vorstellen. Die Idee wurde aus dem Artikel über die <a href="http://www.unknown-armies.de/artikel/die-unbekannte-zone/">Twilight Zone</a> geboren. </strong></p>
<p>Das Amerika der Fünfziger ist voller symbolischer Spannungen und Paradoxen. Grund dafür war die „<strong>Bombe</strong>“. Die Soldaten, die kurz zuvor aus dem 2. Weltkrieg zurückkehrten, sehnten sich nach einen ruhigen, normalen Leben. Doch gerade weil die Menschen verstanden, wie nah sie dem <strong>nuklearen Armageddon</strong> im Schatten der Bombe waren, gebar dieser Druck einen wenig rationalen, vielleicht sogar positiv irrationalen, Schaffensdrang.</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/02/twilight_zone11.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1871" title="twilight_zone1" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/02/twilight_zone11-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Normalität, oder zu mindestens das Verlangen danach, war ein Schlüsselwort der amerikanischen Kultur dieser Zeit. Die Angst vor dem Unbekannten war gewaltig, insbesondere wenn man sie, wie auch immer, mit der roten Gefahr, dem <strong>Kommunismus</strong>, verbinden konnte.<br />
Die Einsicht, dass die “Kommies” nicht die Guten waren, obwohl sie beim Kampf gegen die “Nazis” geholfen hatten, verwirrte die Leute. Die Ironie, dass die Amerikaner inzwischen mit deutschen Wissenschaftlern, die dem dritten Reich nahestanden, erfolgreich arbeiteten, war allgegenwärtig und doch unausgesprochen (Was uns zu der einen typischen Frage bei <em>Unknown Armies </em>führt: „Wie weit würdest du gehen, um Macht zu bekommen?“)</p>
<p>Gleichzeitig begann der Aufstieg der Subkultur: Sozialisten, Beatniks, Homosexuelle, Bürgerrechtsgruppen, Elvis Hüftschwung – all dies bedrohte den Status Quo und all jene, die hofften, die Normalität würde zurückkehren und die Bombe irgendwie verschwinden.</p>
<p><strong>Und wie passen nun die klassischen Unknown Armies Charaktere in dieses Bild?</strong></p>
<p>Der klassische Adept bildete eine Ausnahme im okkulten Untergrund dieser Zeit, statt dessen beherrschten Magier (inklusive ihrer dämonischen Helfern) mit ihren <strong>thaumaturgischen Ritualen</strong> die Szene. Einige waren bereits in <strong>Tibet</strong>, um die großen Gurus zu studieren. Dies waren noch keine geldgeilen Opportunisten, die reiche Jünger um sich scharen wollten, sondern schmutzige verarmte Fakire, die Erstaunliches leisten konnte. Sie brachten die <strong>Epideromantie</strong> nach Amerika.</p>
<p>Ein Haufen Nazis wurden mit dem Projekt <em>Paperclip</em> mitsamt ihrer aus dem alten Europa zusammengeklaubten Artefakten in die jungfräulichen USA eingeschleust. Einige der Artefakte requirierte die Armee und sie verschwanden in bewachten Lagerhallen inmitten der Wüste von Nevada. Sie unterstützten auch das amerikanische Militär und das <strong>CIA</strong> bei der Durchführung von Experimenten zur Gedankenkontrolle (<em>MK Ultra</em>) und der Fernwahrnehmung (<em>Project Stargate</em>).</p>
<p>Währenddessen beobachtete Fidel Castro Zigarre rauchend, wie kubanische Flüchtlinge <strong>Santeria</strong> ins brodelnde Miami brachten und die <strong>Voodookriege in Florida</strong> unterstützten.</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/02/Twilghtzone_lavey.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1860" title="Twilghtzone_lavey" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/02/Twilghtzone_lavey-196x300.jpg" alt="" width="146" height="191" /></a>Zeitgleich begann der Aufstieg des <strong>Satanismus</strong> und <strong>Anton Le Vays</strong> Popularität in den Prominentenkulten von Hollywood wuchs von Tag zu Tag. <strong><a href="http://www.urbanelegenden.de/00000098a61329b14.html">Jayne Mansfield</a></strong> wurde verflucht und einige Tage später wurde sie enthauptet. War es wirklich nur ein tragischer Unfall?</p>
<p><strong>Aleister Crowleys</strong> Erbe ließ den Untergrund auch nach seinem Tod erbeben: Im März 1946 führten der Raketenforscher <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Whiteside_Parsons">John Parsons</a></strong> (der vor jedem Raketenstart eine Invokation des Gottes Pan ausrief) und der Schriftsteller <strong>Ron Hubbard</strong> die sogenannten „<em><strong>Babalon Workings</strong></em>“ in der Mojave-Wüste in Kalifornien aus und empfingen das <em>Liber Babalon</em>, eins der meistgesuchtesten Texte im okkulten Untergrund der Fünfziger. Parsons selbst starb unter mysteriösen Umstände 1952 wahrscheinlich ohne jemals das <strong><em>Moonchild</em></strong> zu Gesicht zu bekommen, das in New York, in der Nähe des Central Parks, das Licht der Welt erblickte.</p>
<p><strong><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/02/Twilight_james-dean.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1861" title="Twilight_james-dean" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/02/Twilight_james-dean-240x300.jpg" alt="" width="127" height="160" /></a>Kliomanten</strong> kamen im Eiltempo zu neuen historisch bedeutsamen Stätten, denn diese Epoche brachte in kürzester Zeit mehr davon ans Licht als jemals zuvor und das Fernsehen brannte sie schnell in das gemeinsame Gedächtnis der Nation (Die Kurve, in der <strong>James Dean</strong> seinen <a href="http://www.unknown-armies.de/artikel/little-bastard/">tödlichen Unfall</a> hatte, das erste <strong>Disneyland</strong> wurde in Kalifornien erbaut, Raketenstartrampen und Dutzende von <strong>Atombombentestgelände</strong>). Das Fernsehen brachte dem Publikum natürlich auch die Persönlichkeiten der Film- und Musikprominenz nahe, die die <strong>Personomanten</strong> vereinnahmten.</p>
<p>Die <strong>Plutomanten</strong> erlebten eine Blüte mit der ersten Kreditkarte des Diners Club, die das Geld noch virtueller machte, während <strong><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13511428.html">Howard Hughes</a></strong> sich in <strong>Las Vegas</strong> verschanzte und wochenlang mit <strong>Tarotkarten</strong> im <em>Hotel Last Frontier</em> um einen freigewordenen Platz im <strong>Unsichtbaren Rat</strong> pokerte.</p>
<p>Die <strong>amerikanische Bürgerrechtsbewegung</strong> war auf dem Vormarsch, während der <strong>Ku-Klux-Klan</strong> mächtige Persönlichkeiten in seinen Reihen führte, die sich auch mit Okkultismus auskannten.<br />
Die Strategie des zivilen Ungehorsams wurde 1957 von dem schwarzen Bürgerrechtler <strong>Joseph Abel</strong>, einem Mitstreiter von <strong>W. E. B. Du Bois</strong>, bald um die Möglichkeit erweitert, Gegner der Bewegung wie z.B. Mitglieder des KKK, durch <strong>Voodoo</strong> zu schwächen.</p>
<p>Die rechtsgerichtete antikommunistische <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Birch_Society">John Birch Society</a></strong> kämpfte gegen die <strong>Illuminaten</strong> und brachten Unruhe in den okkulten Untergrund der Großstädte, während die <strong>Schläfer</strong> mit der <strong>Cosa Nostra</strong> kooperieren, in New York die „<strong>New Murder Incorporated</strong>“ initiierten und Adepten auf ihre Abschussliste setzen. Manche behaupten bis heute, dass es sich bei der <strong>NMI</strong> um ein Dutzend <strong>Avatare des Henkers</strong> handelte.</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/02/twilghtzone_gargarin.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-1863" title="twilghtzone_gargarin" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/02/twilghtzone_gargarin-217x300.gif" alt="" width="112" height="149" /></a>Unter den Gottesläufern wurde der <a href="http://www.unknown-armies.de/artikel/der-wanderer/"><strong>Wanderer</strong> </a>als der <em>höllische Biker</em> mächtig (die Hell’s Angels wurden 1948 gegründet) und das <strong><em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wettlauf_ins_All">Space Race</a></em></strong> erschuf den Avataren des <em>Mann im Mond</em>, dessen Weg <strong>Yuri Gargarin</strong> als Erster folgte.</p>
<p><strong>Carcinomanten</strong> waren der neue Hype. Diese seelenrauchenden Brüder der <strong>Dipsomanten</strong> schafften es, dass die Ergebnisse über die Verbindung von Krebs und Rauchen tief in den Schubladen der Wissenschaftler verbleiben und über die Werbung, Zigaretten mit den Worten Weltoffenheit, Wohlstand und Lebenskunst zu verankern.</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/02/TWILIGHT_ZONE_5.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1864" title="TWILIGHT_ZONE_5" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/02/TWILIGHT_ZONE_5-300x225.jpg" alt="" width="300" height="211" /></a></p>
<p>Download: <a title="UA 50ies Bogen" href="http://www.unknown-armies.de/zimmer/UA 50ies_Charakterbogen.pdf" target="_blank">Charakterbogen UA 50er Jahre</a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Filmtipps</span></strong>:</p>
<ul>
<li><strong>Angel Heart</strong>, 1987, Horror, Voodoo, Satanismus auf dem Weg von New York nach New Orleans.</li>
<li><strong>Die Nacht des Jägers</strong>, 1953, Die zwei unschuldigen Kinder eines hingerichteten Raubmörders, ein wahnsinniger Wanderprediger und eine irreale, beklemmende, manchmal schockierende Atmosphäre.</li>
<li><strong>L.A. Confidential</strong>, 1997, Das LA Police Department, obsessive Polizisten und ein Prostitutionsring mit Doppelgängerinnen namhafter Hollywood-Schauspielerinnen, nach James Ellroys Roman.</li>
<li><strong>Meine Braut ist übersinnlich</strong>, 1958, als romantische Komödie getarnter Blick auf die Hexen- und Beatnikszene in New Yorks Greenwich Village.</li>
<li><strong>Nach eigenen Regeln</strong>, 1996, Das LA Police Department, eine tote Schauspielerin in der Wüste und die Nevada Test Site.</li>
<li><strong>The Quatermass Xperiment</strong>, 1953, ein wahnsinniger britischer Astronaut und außerirdische Sporen, „<em>Nur die Ausgeburt einer unmenschlichen Fantasie kann soviel Ekelhaftes zusammen konstruieren</em>“, epd</li>
<li><strong>Vertigo – Aus dem Reich der Toten</strong>, 1958, eine Geschichte um Tod und Wiedergeburt und den Obsessionen eines Mannes.</li>
<li><strong>Alfred Hitchcock Presents</strong>, Serie 1955-1965, über 300 Kurzkrimis mit meist makabren Pointen.</li>
<li><strong>Twilight Zone</strong>, Serie 1959-1964, psychologisch doppelbödige, sarkastische und bisweilen makabere Mystery-Geschichten aus dem „Zwischenreich, wo Licht in Schatten übergeht.“</li>
</ul>
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		<title>Ein NSC wie im Film: Randy Hickey, Avatar des Narren</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Feb 2011 17:18:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
				<category><![CDATA[NSCs wie im Film]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Amerikanischer Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Avatar]]></category>
		<category><![CDATA[Avatar des Narren]]></category>
		<category><![CDATA[McGuffin]]></category>
		<category><![CDATA[Okkulter Untergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Unknown Armies]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein NSC wie im Film: Randy Hickey – Avatar des Narren (My Name is Earl) &#8220;Tot zu sein ist mit Sicherheit schlechter als am Leben zu sein. Wenn man tot ist, kann man all die coolen Sachen nicht machen, die man als Lebender machen kann. Du und ich, wir können ganz viele coole Sachen machen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein NSC wie im Film: Randy Hickey – Avatar des Narren</strong> (My Name is Earl)</p>
<p style="font-size: 11px;"><em>&#8220;Tot zu sein ist mit Sicherheit schlechter als am Leben zu sein. Wenn man tot ist, kann man all die coolen Sachen nicht machen, die man als Lebender machen kann. Du und ich, wir können ganz viele coole Sachen machen, weil wir leben. Wir sind nicht tot, wir sind am Leben. Wenn wir tot wären könnten wir all die coolen Sachen nicht machen, die wir jetzt machen können, weil wir leben. Wenn man tot ist, kann man keine coolen Sachen machen. Bloß Leute, die am Leben sind, können coole Sachen machen, weil sie leben. Und man muss leben, um coole Sachen machen zu können. Dazu muss man am Leben sein. Ja, aber manchmal da passieren einem auch uncoole Sachen wenn man am Leben ist. Man kann manchmal in einen Unfall geraten oder sich sogar n Finger verstauchen. Oder manchmal sogar&#8217;n großen Zeh. Deshalb ist es auch schwer am Leben zu sein. Aber ich glaube es ist mit Sicherheit besser als tot zu sein.&#8221;</em></p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/02/Randy_Polaroid.jpg"></a><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/02/Randy_Polaroid1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1821" title="Randy_Polaroid" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/02/Randy_Polaroid1-259x300.jpg" alt="" width="283" height="328" /></a>Randy gehört zu jener Schicht in den USA, die <strong>White Trash</strong> genannt wird. Durch exzessiven TV- und Bierkonsum zu einem monströsen Kind von 120 Kilogramm mutiert, klaut er, statt zu arbeiten, säuft, statt zu frühstücken, und haust in einem Trailer-Park in einer Kleinstadt im mittleren Westen. Doch obwohl Randy nicht besonders intelligent ist -manche sagen, er sei sogar an der Grenze zur geistigen Behinderung- so bringt seine kindlich-naive Art von Zeit zu Zeit fast schon philosophische Gedankengänge hervor, die für seine Zuhörer in bestimmten Situationen hilfreich sind und die man von ihm im Grunde nicht erwartet.</p>
<p>Er ist ohne seinen Bruder <strong>Earl</strong>, dem er seit frühester Kindheit bedingungslos folgt, alleine nicht überlebensfähig. Außerdem hat er große Angst vor jeder Art von Vögeln und vor Nonnen.</p>
<p>Seine einzige und wahre Liebe ist <strong>Catalina</strong>, eine hinreißende Latina und illegale Einwanderin, die als Zimmermädchen in dem Motel angestellt ist, in dem er mit seinem Bruder logiert. Sie hat sich mit den beiden angefreundet, und Randy hat sie bereits geheiratet, um ihre Auslieferung zu verhindern. Zwischenzeitlich arbeitet sie im nahegelegenen Striplokal „Club Chubby“ als Pole Dancer.</p>
<p>Im <strong>okkulten Untergrund</strong> ist Randy vollkommen unbekannt, allerdings ist er bereits auf dem besten Weg der neue „<strong>Gottesläufer des Narren</strong>“ zu werden. Und seine seherischen Fähigkeiten (s. Fertigkeit „Nachtgedanken“) können die Spieler sicherlich gut nutzen, falls sie bei einem Rätsel mal wieder in eine Sackgasse geraten sind.</p>
<p><strong>Szenario-Idee:</strong> Randys Bruder Earl sitzt „natürlich unschuldig“ im Knast; Catalina macht für den „Club Chubby“ eine berufliche Fortbildung, und Randy langweilt sich im Motel.</p>
<p>Bei seine Streifzügen durch die Hotelzimmer – er weiß, wo Catalina ihren Generalschlüssel versteckt- findet er in einem der angrenzenden Zimmer einen Laptop und freut sich über die  „<strong>Porno-Maschine</strong>&#8220;, die er schnell an sich nimmt. Die danebenliegende Leiche bleibt unentdeckt.</p>
<p>Die Charaktere, die zufällig im angrenzenden Motelzimmer untergekommen sind, werden durch zwei ungemütliche Typen aufgeschreckt, die mit vorgehaltenen Waffen ihr Zimmer durchsuchen wollen. Sie suchen einen Laptop und vermuten ihn bei den Charakteren.</p>
<p>Wenn alles „gut“ geht, sollten sie sich kurze Zeit später mit Randy auf der Flucht befinden, um herauszufinden, was es mit dem Inhalt auf der Festplatte auf sich hat.</p>
<p>Es bleiben folgende Fragen: Wer sind die Typen, was ist auf der Festplatte, und können die Charaktere die <strong>Avatarengabe des Narren </strong>überleben, mit der Randy Schaden, der ihm zugedacht ist, zufälligerweise jemand anderen trifft ?</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Persönlichkeit</span>: Dumbass<br />
<span style="text-decoration: underline;">Obsession</span>:  Catalina</p>
<p><strong>Temperament</strong><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wutimpuls</span>: Hunger. &#8220;Du weißt, dass ich wütend werde, wenn ich Hunger hab. Wie der Hulk, nur werde ich nich&#8217; grün und bekomm Muskeln, sondern mir wieder schwindellig und ich beisse Leute, die es nicht verdient haben. &#8221;<br />
<span style="text-decoration: underline;">Furchtimpuls</span>:  Vögel und Nonnen (Hilflosigkeit). &#8220;Ich weiß nicht wieso. Aber ich glaube unter der Mütze vom Papst ist ein Huhn versteckt.&#8221;<br />
<span style="text-decoration: underline;">Tugendimpuls</span>: Pragmatismus. &#8220;Wenn du mit jemand Freundschaft schliessen willst, dann am besten mit dem großen Typen. Ich weiß, wo ein Frisbee in &#8216;nen Baum hängt.&#8221;</p>
<p><strong>Attribute</strong><br />
<span style="text-decoration: underline;">Körper</span> (Couchkartoffel) 70<br />
Geklaute Sachen wegschleppen 50 ; Prügeln (Handgemenge) 30;<br />
Abhauen (Sportlichkeit) 40</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Schnelligkeit</span> (behäbig) 50<br />
Ausweichen 15; Fahren 15; Initiative 25; Schmiere stehen 30</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Verstand</span> (kindlich) 10<br />
Fernsehtrivia (Allgemeinbildung) 10;  Sich tot stellen (Verbergen) 10;&#8221;Pornomaschinen&#8221; benutzen 5; Wahrnehmung 10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Seele</span> (offen) 90<br />
Ausstrahlung 15; Avatar des Narren* 90; Lügen 15; Nachtgedanken 60</p>
<p><strong>Geisteszustand</strong><br />
<span style="text-decoration: underline;">Gewalt</span> 0/3<br />
<span style="text-decoration: underline;">Isolation</span> 0/0<br />
<span style="text-decoration: underline;">Hilflosigkeit</span> 0/0<br />
<span style="text-decoration: underline;">Übernatürliches</span> 0/0<br />
<span style="text-decoration: underline;">Identität</span> 0/0</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Neue Fertigkeit</span><br />
<strong>Nachtgedanken</strong> erinnert an die Methoden des Brainstormings oder freien Assoziieren. Obwohl es zunächst wie reiner Blödsinn klingt, vermag die dadurch entstehende endlose Assoziations-Kette dem Zusammenhalt verschiedenster Dinge schlechthin auf die Spur zu kommen und zu einem überraschenden Schluss führen. Damit sie funktioniert, muss man sich mit Randy in einem Bett  und er sich in seiner Einschlafphase befinden, weiterhin muss sein Gesprächspartner auf seine Fragen jederzeit ernsthaft antworten, um den Gedankenfluß nicht zu unterbrechen. Kurz vor dem Einschlafen kommt dann die Erleuchtung. Bei einem erfolgreichen Würfelwurf, gibt der Spielleiter den nötigen Hinweis. Simpel, genau wie Randy.</p>
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		<title>Review: Human Target (Comic)</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 22:23:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuer(ideen)]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Amerikanischer Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Okkulter Untergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Personomantie]]></category>
		<category><![CDATA[Tarantino]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Christopher Chance ist ein Mann, der sich in jeden beliebigen anderen Menschen verwandeln kann. Er nutzt dies aus, um für seine Auftraggeber an deren Stelle sich der Gefahr eines Attentats oder sonstiger gefährlichen Situationen auszusetzen. Dabei nimmt er nicht nur das Äußere seiner Auftraggeber an, sondern er scheint wirklich vollkommen ihre Rolle zu übernehmen. Christopher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Christopher Chance ist ein Mann, der sich in jeden beliebigen anderen Menschen verwandeln kann. Er nutzt dies aus, um für seine Auftraggeber an deren Stelle sich der Gefahr eines Attentats oder sonstiger gefährlichen Situationen auszusetzen. Dabei nimmt er nicht nur das Äußere seiner Auftraggeber an, sondern er scheint wirklich vollkommen ihre Rolle zu übernehmen.</p>
<p><a href="http://martincompart.files.wordpress.com/2010/10/gang_busters.jpg"><img class="aligncenter" title="Gangbusters" src="http://martincompart.files.wordpress.com/2010/10/gang_busters.jpg" alt="" width="243" height="396" /></a></p>
<p>Christopher Chance erblickte das Licht der Comic Book-Welt 1958 in GANG BUSTER No.61. Er wäre ein längst vergessener One Shot, hätten ihn nicht Len Wein und Carmine Infantino 1972 neu belebt. In den frühen 1970ern diente er als Füllserie für <strong>Superman</strong> in der ACTION COMIC-Reihe. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnt wechselte er als Füllmaterial zu <strong>Batman</strong> in DETECTIVE COMICS. Zu seinen Zeichnern zählten Stars wie Neal Adams und Howard Chaykin.  Mit den Zeichnern <strong>Edvin Biukovic</strong>, <strong>Cliff Chiang</strong> und <strong>Javier Pulido</strong> legte <strong>Pete Milligan</strong> für DCs VERTIGO-Line 1999 schließlich eine beeindruckende Mini-Serie und 2003 eine Graphic Novel für erwachsenen Leser vor; und von 2003 bis 2005 gab es dann eine monatliche 21-teilige Heftserie, die jedoch selten die Qualität der ersten fünf Comics erreichte.</p>
<p><a href="http://www.comix-index.de/Bilder/humantarm1.JPG"><img class="aligncenter" title="HumanTarget1" src="http://www.comix-index.de/Bilder/humantarm1.JPG" alt="" width="218" height="328" /></a></p>
<p>Diese neue Serie began 1999 mit dem Comic <strong><a href="http://www.dccomics.com/media/excerpts/13673_1.pdf">Human Target #1 of 4</a></strong>, in dem Chance einen Punkt in seinem Leben und seiner Karriere erreicht, an dem er sich seine Aufträge aussuchen kann.  Er wird für einen Monat zu Reverend Earl James, einem Mann Gottes, der seine Mitmenschen dazu auffordert, sich gegen die Flut der Drogen stark zu machen und der gegen die Dealer und deren Auftraggeber endlich vorgeht. Zwar versuchen ihn die <strong>Drogendealer</strong> direkt in der Kirche auszuschalten, doch gelingt ihnen dies nicht. Als Christopher wieder er selbst ist, hat er Schwierigkeiten, das Leben des Reverend aus seinen Gedanken zu vertreiben und versucht eine Frau aufzureißen, die ihn auf ganz andere Gedanken bringen soll. Die Frau ist schnell gefunden und scheint auch willig zu sein, doch leider versucht sie ihn mit einen Schuss in den Kopf zu erledigen. Die Frau ist eine Killerin namens Emerald, die den Auftrag hat, Christopher Chance zu töten. Doch ein Mann, dessen Auftrag Christopher vor einem Monat abgelehnt hatte und der in diesem Moment auftaucht, um ihm das Leben zu retten, behauptet, dass diese Frau auch ihm nach dem Leben getrachtet hat. Nun ist Emerald verwirrt, da sie niemals zwei Aufträge auf einmal annimmt und als der Fremde seine Gesichtsmaske abnimmt, ist sie noch mehr verwirrt und verläßt das Zimmer, da sie plötzlich vor zwei identisch aussehende Männer steht. Die beiden sind nun alleine und müssen nun untereinander klären, wer denn der <strong>echte</strong> Christopher Chance ist.</p>
<p>Wem nun spontan eine Assoziation zu einem typischen Erlebnis eine <strong>Personomanten</strong> im <strong>okkulten Untergrund</strong> hatte, wird verstehen, dass ich diese Miniserie für äusserst UA-tauglich halte.</p>
<p>Geschickt treibt der Autor <strong>Peter Milligan</strong> sein Spiel über die <strong>Identitätskrisen</strong> seiner Protagonisten und erschafft dadurch einen intelligenten <strong>Actionthriller</strong> in dem jeder so tut, als wäre er jemand anderes:  Ein Mann, der vorgibt Chance zu sein, der vorgibt jemand anderes zusein. Der Reverend, der tut als wäre er ein frommer Mann. Die Killerin, die gleichzeitig Vorstadthausfrau und liebevolle Mutter ist und nicht weiß, welche ihrer beiden Rollen die vorgeschobenen ist. Kaputte Typen in einer Welt voller <strong>tarantinoesquen Gewalt</strong>, in der nur gespaltene Persönlichkeiten die letzte Wahrheit hervorlocken können.</p>
<p><a href="http://www.blogcdn.com/www.comicsalliance.com/media/2010/04/humantargettpb2.jpg"><img class="aligncenter" title="HumanTarget_Reverend" src="http://www.blogcdn.com/www.comicsalliance.com/media/2010/04/humantargettpb2.jpg" alt="" width="456" height="428" /></a></p>
<p>Ein besonders krasser (und sehr postmoderner) Moment entsteht, als einer der Hauptfiguren  an dem Tag, an dem sich die Welt für immer veränderte, seine Chance nutzt und verschwindet. Für alle, die ihn kannten, ist er zusammen mit vielen anderen in den Türmen des <strong>World Trade Centers</strong> umgekommen.</p>
<p>Seit Ende September 2010 wurde die US-amerikanische <strong>Fernsehserie</strong>, die lose auf den Comics beruht, auf <strong><a href="http://www.prosieben.de/tv/human-target/">ProSieben</a></strong> in Deutschland gestartet. Eine zweite Staffel ist bereits in Auftrag gegeben.</p>
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		<title>Ein NSC wie im Film: Joey Dury, Corn-Flakes-Orakel</title>
		<link>http://www.unknown-armies.de/artikel/nsc-joey-maedchen_aus_dem_wasser/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 03:33:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
				<category><![CDATA[NSCs wie im Film]]></category>
		<category><![CDATA[Amerikanischer Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Okkulter Untergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Philadelphia]]></category>
		<category><![CDATA[Shyamalan]]></category>

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		<description><![CDATA[Joey Dury, Corn-Flakes-Orakel (Das Mädchen aus dem Wasser) &#8220;Das Bild auf der Müsli-Packung da, das soll mich fröhlich machen. Ich bin traurig wie damals, als du vergessen hast mich abzuholen.“ Beschreibung Joey ist ein zehnjähriger afroamerikanischer Junge, der zusammen mit seinem Vater in eine Appartement in einer Wohnanlage in Philadelphia lebt. Joey ist auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: bold; font-size: 18px;">Joey Dury, Corn-Flakes-Orakel (Das Mädchen aus dem Wasser)</p>
<p style="font-size: 10px; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;">&#8220;Das Bild auf der Müsli-Packung da, das soll mich fröhlich machen. Ich bin traurig wie damals, als du vergessen hast mich abzuholen.“</p>
<p><strong>Beschreibung</strong><br />
Joey ist ein zehnjähriger afroamerikanischer Junge, der zusammen mit seinem Vater in eine Appartement in einer Wohnanlage in Philadelphia lebt. Joey ist auf dem ersten Blick ein ganz normaler Junge, doch er besitzt die Fähigkeit aus den Texten und Bildern, die sich auf den Cornflakespackungen im Küchenschrank befinden, eine Bedeutung zu erschliessen, die mühe- und vorbehaltlos die Brücke zwischen dem Jetzt und der Zukunft schlägt. Seine Vorhersagen sind exakt, wenn sie auch hinter kindlichen sybillinischen Aussagen verborgen sind. Die Fähigkeit besitzt auch sein logophiler Vater Jeffrey in geringerem Maße, der sein prophetisches Wissen allerdings aus den Kreuzworträtseln der Tageszeitungen bezieht. Noch ist Joeys Leben ganz normal: er geht zur Schule, spielt Baseball und hilft seinem Vater bei den Kreuzworträtseln. In letzter Zeit jedoch wurden verschieden Agenten Alex Abels nahe der Appartementsiedlung gesehen, von denen einer versuchte mit Joey zu sprechen. Der lief aus Angst zu seinem Vater, doch als Jeffrey den vermeidlichen Kinderschänder zur Rede stellen wollte, war dieser bereits verschwunden.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1151" title="Symboldeuter" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2010/07/Symboldeuter_UABlog.jpg" alt="" width="421" height="263" /></p>
<p><strong>Rolle im okkulten Untergrund</strong>: ein unschuldiges Kind mit erstaunlicher seherischen Begabung</p>
<p><strong>Persönlichkeit</strong>: kindlicher Symboldeuter</p>
<p><strong>Obsession</strong>:  Joey hat keine Obsession</p>
<p><strong>Temperament</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wutimpuls</span>: Leute, die Schwächere schlagen. Joey findet solche Leute besonders feige und fies.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Furchtimpuls</span>:  Schatten (Hilflosigkeit). Wie viele kleine Jungen hat Joey Angst im Dunkeln.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Tugendimpuls</span>: Reinheit. Joey ist im wahrsten Sinne des Wortes unverdorben.</p>
<p><strong>Attribute</strong> </p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Körper</span> (kindlich) 20 &#8211; Kindlicher Wirbelwind (Sportlichkeit) 25; Handgemenge 15; Nach der normalen Schlafenszeit wachbleiben 10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Schnelligkeit</span> (flink) 50 &#8211; Fahrrad (Fahren) 40; Sich ganz klein machen (Ausweichen) 45;  Initiative 25;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Verstand</span> (pfiffig) 50 &#8211; Hilft seinem Vater bei den Kreuzworträtseln (Allgemeinbildung) 30; Ein As beim Versteckspielen als Sucher (Wahrnehmung) 35; Ein As beim Versteckspielen als Verstecker (Verbergen) 35         </p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Seele</span> (transzendent) 100 &#8211; Tu&#8217; mir nichts (Ausstrahlung) 30; Lügen 15; Corn-Flakes-Orakel  90             </p>
<p><strong>Geisteszustand</strong> <br />
Gewalt 0/0<br />
Isolation 0/0<br />
Hilflosigkeit 0/0<br />
Übernatürliches 0/2<br />
Identität 0/0<br />
 <br />
<span style="text-decoration: underline;">Corn-Flakes-Orakel</span>: Joey kann eine Vorahnung (GRW S.7) für andere Charaktere aussprechen. Dabei ist der gelungenen Wurf gleichzeitig das Ergebnis für ein bestimmtes Ereignis in der Zukunft. Der Spielleiter verrät dem Charakter dabei nur das Ergebnis des Zehnerwürfels.<br />
Bsp.: Alec fragt Joey über den Ausgang seines Kampfes gegen das Monster. Joey sinniert kurz über einer Reihe von Kellogs Crunchy Nuts (würfelt eine erfolgreiche 63) und verkündet dann, dass Alec (Handgemenge 65) einen Schlag setzen wird, der den Kampf entscheidet. Der Spielleiter verrät dem Spieler, dass er bei einem entscheiden Schlag im Kampf gegen das Monster eine 6 als Zehnerwert hat. Der Spieler kann nun überlegen, ob das bedeutet, dass er einen erfolgreichen Schlag setzt oder einen Patzer würfelt.</p>
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		<title>Little Bastard &#8211; Ein starkes Artefakt</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 14:50:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gerüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Amerikanischer Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakt]]></category>
		<category><![CDATA[Magie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein silberner Porsche 550 Spyder: Dies ist ein Wagen, gebaut mit der Karosserie und anderen Einzelteilen, die zu dem Unfallwagen gehörten, in dem James Dean am 30. September 1955 bei einem Autounfall starb. „Little Bastard“, wie der Wagen liebevoll von Dean genannt wurde, hat auch nach dem Unfall traurige Berühmtheit erlangt. Als die Überreste des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2010/05/lilBastard_polaroid_sml.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-929" title="lilBastard_polaroid" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2010/05/lilBastard_polaroid_sml.jpg" alt="Polaroid von Little Bastard" width="129" height="140" /></a>Ein silberner Porsche 550 Spyder: Dies ist ein Wagen, gebaut mit der Karosserie und anderen Einzelteilen, die zu dem Unfallwagen gehörten, in dem James Dean am 30. September 1955 bei einem Autounfall starb.</p>
<p>„Little Bastard“, wie der Wagen liebevoll von Dean genannt wurde, hat auch nach dem Unfall traurige Berühmtheit erlangt. Als die Überreste des Spyder ausgeweidet und in allen möglichen Einzelteilen verkauft wurden, began eine Folge von Unfällen ihre Besitzer zu dezimieren. Ein schwerreicher Arzt aus Beverly Hills, der den Motor kaufte, verunglückte bald darauf in einem Amateurrennen in Amona tödlich. Ein anderer Arzt, der Deans Getriebe kaufte, soll bei einem Unfall schwer verletzt worden sein. Und ein New Yorker, der die beiden unversehrten Reifen erwarb, kam angeblich nur knapp mit dem Leben davon, als beide gleichzeitig platzten. Auch der Käufer der Hinterachse soll auf geheimnisvolle Weise zu Tode gekommen sein. Die ausgeschlachtete Karosserie schließlich verschwand, als das Auto mit einer eigenen James-Dean-Moritatenshow zur Erbauung und Abschreckung auf Amerika-Tournee gehen sollte.</p>
<p>Im okkulten Untergrund gibt es Gerüchte, dass sich irgendjemand all diese Teile beschafft und Lil&#8217;Bastard wieder zusammengesetzt hat. Wo sich der Wagen im Moment befindet, ist ungeklärt. Doch jeder Spinnwebfarmer weiss, dass dieses natürliche Artefakt für ihn den Jackpot darstellen kann.  Denn der Kliomant, der in Besitz von Lil&#8217;Bastard ist und täglich mindestens eine Stunde auf dem Fahrersitz Platz nimmt, bekommt durch ihn einmal am Tag eine starke Ladung. Zu erwähnen bleibt dann allerdings auch der Fluch: Hält man sich länger als eine Stunde in dem Fahrzeug auf, so wird an diesem Tag ein beliebiger Pasch, den man auf eine Fertigkeit würfelt, die mit Autofahren zu tun hat, zu einem Patzer.</p>
<p style="font-size: smaller;">Dies ist der erste Artikel einer Themenserie <strong>Auto und Verkehr</strong>, die den Schwerpunkt des nächsten <strong>Kassibers </strong>bilden wird. Bleibt uns gewogen&#8230;</p>
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		<title>Die Nackte Göttin bekommt Konkurrenz von der Fliegenden Frau</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 18:35:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuer(ideen)]]></category>
		<category><![CDATA[Netzfundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Adepten]]></category>
		<category><![CDATA[Amerikanischer Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Avatar]]></category>
		<category><![CDATA[Fliegende Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Nackte Göttin]]></category>
		<category><![CDATA[Unknown Armies]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nackte Göttin bekommt Konkurrenz von der Fliegenden Frau Erykah Badu dreht Strip-Video am Ort von Kennedy-Attentat (AFP) – 30.03.2010 Los Angeles — Für eine gewagte Strip-Szene an historischem Ort muss US-Soulsängerin Erykah Badu Kritik einstecken: Für ihr neuestes Musikvideo zu dem Song &#8220;Window Seat&#8221; entkleidet sich der R&#38;B-Star ausgerechnet an jener Ecke in Dallas, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table style="text-align: right;" border="1">
<tbody>
<tr>
<td>
<p style="text-align: right;"><em><span style="-webkit-border-horizontal-spacing: 0px; -webkit-border-vertical-spacing: 1px; font-size: small;">Die Nackte Göttin bekommt Konkurrenz von der Fliegenden Frau<br />
<span style="font-size: medium;"><strong>Erykah Badu dreht Strip-Video am Ort von Kennedy-Attentat</strong><br />
</span>(AFP) – 30.03.2010</span></em></p>
<p style="text-align: left;"><span style="-webkit-border-horizontal-spacing: 1px; -webkit-border-vertical-spacing: 1px; font-size: small;">Los Angeles — Für eine gewagte Strip-Szene an historischem Ort muss US-Soulsängerin Erykah Badu Kritik einstecken: Für ihr neuestes <a title="Video" href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5iZ82s3j7gX979HUazp5N7TaWsBLQ" target="_blank">Musikvideo</a> zu dem Song &#8220;<strong>Window Seat</strong>&#8221; entkleidet sich der R&amp;B-Star ausgerechnet an jener Ecke in Dallas, wo 1963 der damalige US-Präsident John F. Kennedy erschossen wurde. In dem fünfeinhalbminütigen Filmchen legt Badu erst ihre Oberbekleidung ab, ist dann in schwarzer Unterwäsche zu sehen, ehe sie vollends die Hüllen fallen lässt &#8211; und am Ende wie von einer Kugel getroffen zu Boden sinkt.</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> </p>
<p>Nach dem Erfolg des Videos der Nackten Göttin und der Ausbreitung der Sekte im Okkulten Untergrund hat sich ein Kabal um die einflussreiche Videomantin Agnes W. Sodom gebildet. Diese Gruppierung von ausschliesslich weiblichen Adeptinnen des Westküsten-Untergrunds hat sich zur Aufgabe gemacht, den Avatar der „Fliegenden Frau“ zum Fokus einer eigenen Sekte zu machen, den „Followers of Ishtar“. Das Ritual, das von der Soulsängerin Badu ausgeführt wurde, wurde von einer aufstrebenden Kliomantin mit dem Ort des Kennedy-Attentats verbunden, um die noch Jahrzehnte später spürbare Gemütserschütterung des amerikanischen Traumes auszunutzen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Dreamspotting: Sleepwalkers in the American Dream</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Aug 2007 07:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Amerikanischer Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Cagliostro]]></category>
		<category><![CDATA[Dreamspotting]]></category>
		<category><![CDATA[Gral]]></category>
		<category><![CDATA[Green Glass Grail]]></category>
		<category><![CDATA[New Orleans]]></category>
		<category><![CDATA[Sandman]]></category>
		<category><![CDATA[Sleepwalker]]></category>
		<category><![CDATA[St. Germain]]></category>
		<category><![CDATA[Unknown Armies]]></category>

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		<description><![CDATA[“Dreams are composed of many things my son. Of images and hopes, of fears and memories. Memories of the past, and memories of the future.” Ein Mann will an die Macht. Dazu benutzt er ein magisches Ritual um symbolisch mit dem Land zu schlafen. Eine Göttin erwacht. Während dem Dreh zu einem Pornofilm. Auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>“Dreams are composed of many things my son. Of images and hopes, of fears and memories. Memories of the past, and memories of the future.”</p></blockquote>
<p><img class="alignleft" title="True King. Alphonse Anderson?" src="http://unknown-armies.de/image/trueking.jpg" alt="True King. Alphonse Anderson?" width="160" height="482" />Ein Mann will an die Macht. Dazu benutzt er ein magisches Ritual um symbolisch mit dem Land zu schlafen.</p>
<p>Eine Göttin erwacht. Während dem Dreh zu einem Pornofilm.</p>
<p>Auf der Jagd nach den Insignien des Wahren Königs. Münze, Stab, Lied und Messer.</p>
<p>Wer gewinnt die Kontrolle über die schlafenden Ritter unter dem Berg.</p>
<p>Was haben St. Germain und Cagliostro vor? Und wer ist der seltsame Zwerg mit Namen Ham?</p>
<p><em><strong>So oder so ähnlich war der Beginn meiner ersten UA Kampagne. Inspirationstechnisch hab ich mich da ziemlich frei bei allen möglichen bedient, insbesondere bei Jasper.</strong></em></p>
<p><em><strong>Angesiedelt war die Runde in New Orleans, lose basierend auf dem Abenteuer Green Glass Grail.</strong></em></p>
<p><em><strong>Ich hab dazu auch eine eigene Beschreibung von New Orleans verfasst. Ich werd das Material nach und nach in diesem Blog einstellen und auch eine Art Tagebuch führen wie es weitergeht.</strong></em></p>
<blockquote><p>New Orleans is an amazing city.<br />
There is just no other like it in the country.<br />
‘Tho sometimes this is good…<br />
it’s also sometimes less than ideal.<br />
Full of quirks, oddities, extraordinary humidity,<br />
mystery, frustration, spice, tourists, general weirdness…<br />
And sometimes even goths.<br />
- Misha Sand</p></blockquote>
<p><em><strong>New Orleans</strong></em></p>
<p>New Orleans ist eine Stadt mit Ruf, doch noch immer ist nicht ganz entschieden, ob dies ein guter oder ein schlechter ist. Den Menschen die hier leben gefällt das – und daß diese Stadt keine kalte, gläserne amerikanische Metropole ist, sondern ein Ort mit sichtbaren Traditionen, einem eigenwilligem Charme und einem Hauch Sünde. Daraus bezieht sie ihren Reiz, der jedes Jahr Hunderttausende in den Süden Louisianas lockt, auf der Suche nach den Spuren der Alten Welt und nach Abenteuern der Sinne.</p>
<p>Natürlich ist New Orleans heute auch eine moderne Stadt mit Hochhäusern und solchen Superlativen wie dem Superdome, der größten überdachten Sportarena auf der Erde für 100 000 Zuschauer, und dem Centroport im Golf von Mexiko, der im Jahr 2000 der bedeutendste Hafen der Welt sein soll. Aber ihr Herz ist das planmäßig angelegte Vieux Carré oder French Quarter. Aus dieser Keimzelle ist das „Paris beider Amerikas“ entstanden, das trotz aller Verwandlungen durch die Vergnügungsindustrie das alte subtropische Flair beharrlich verteidigt. Hier ist noch etwas zu spüren von der Geschichte, die wie ein Abenteuerroman klingt.</p>
<p>Viele Städte auf dieser Erde berufen sich bei ihrer Gründung auf ein himmlisches Wunder, auf ein frommes Gelübde oder die Entscheidung eines weitsichtigen Herrschers. New Orleans ist wohl die einzige, die ihre Existenz einem Betrug verdankt, dem vielleicht größten des Jahrhunderts. Er wurde in Szene gesetzt von dem Schotten John Law und Philippe von Orléans, der nach dem Tod des „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. für dessen kleinen Enkel den französischen Thron verwaltete. Was diese beiden Männer, der eine ein Frauenheld und Hasardeur, der andere ein zynischer Potentat, verband, war die Sucht nach Geld. Laws Plan, über eine Aktiengesellschaft – die „Compagnie des Indes“ – Land in Louisiana zu verkaufen, schien Orléans das rechte Mittel.</p>
<p>Der Coup gelang. Betört von den Lügengeschichten eines Sieur de Remonville, der in einem Reisebericht Frankreichs Überseebesitz als das wahre Paradies geschildert hatte, und dank einer gewaltigen Werbekampagne stürzten sich Arm und Reich in einen Spekulationstaumel.</p>
<p>Die Regierung verheimlichte wohlweislich die Berichte der Seefahrer Pierre und Jean Baptiste Le Moyne, die Jahre zuvor mit vier Schiffen in die Neue Welt aufgebrochen und im Mississippi-Delta gelandet waren und das Fort Biloxi gegründet haben. Statt Gold und Perlen entdeckten sie nur Indianer, die sich zum Schutz gegen die Moskitos mit einer stinkenden Paste aus Ruß und Bärenfett einschmierten. Sie sahen Alligatoren und Schlangen, und sie kämpften gegen Hunger und Sumpffieber. Fünf Jahre lang hielt das fantastische Gebäude des John Law, ehe es wie ein Kartenhaus zusammenbrach und die Wahrheit bekannt wurde: Louisiana war eine todbringende Hölle.</p>
<p>Nur einer verlor den Glauben nicht: Jean Baptiste Le Moyne. Er war gerade 20 Jahre alt, als sein Bruder nach Frankreich zurückgerufen wurde und er allein die Verantwortung für Louisiana übernehmen mußte. Als er fast ein halbes Jahrhundert später – zweimal aus seinen Ämtern gejagt und wieder zurückgeholt – als gebrochener alter Mann endgültig nach Frankreich zurückkehrte, hatte er Unvorstellbares geleistet und war einer der größten in der an großen Pionieren nicht armen Ahnengalerie Amerikas.</p>
<p>Am 9. März 1718 bauten 80 ehemalige Salzschmuggler auf Befehl Le Moynes an der Stelle, die ein listiger Häuptling der Bouyougoula-Indianer als die beste zum Siedeln genannt hatte, ein paar Hütten. Dieses Datum gilt als Geburtstag von Nouvelle Orléans. Es schien wider jede Vernunft, hier am Bayou Choupique, in einem vom Mississippi überschwemmten Sumpf, von einer Stadt zu träumen. Dennoch gelang es nicht nur zu überleben, sondern auch aus dem Abschaum Frankreichs, den die „Compagnie des Indes“ in die Kolonie schickte, eine Gemeinschaft zu formen.</p>
<p>Diebe, Mörder, Huren und die Mädchen aus der Pariser Besserungsanstalt St. Salpetrière machten aus dem fiebrigen Nest, das der Kommandant Valdeterre eine Schande für sein Land, ohne Religion, ohne Disziplin, ohne Gesetz und Ordnung nannte, in weniger als 30 Jahren eine Stadt, in der man im Stil von Versailles zu tanzen und zu feiern begann und in der die Eleganz der Alten Welt Einzug hielt. Es wurden Möbel und Kleider aus Paris importiert, und es wurden – bewundert von London und New York die tollen Tage des Mardi Gras kreiert. Dieser Karneval war die Antwort auf ein Leben auf dem Vulkan und ist bis heute eine Explosion der Lust mit einem fast religiösem Fanatismus. Dieser Eifer ist auch daran zu erkennen, wie die „krewes“ genannten Karnevalsgesellschaften nach Art von Orden organisiert sind und – durchaus mit Zügen von Rassismus und sozialer Arroganz – darauf achten, daß kein Fremder in ihren elitären Kreis eindringt.</p>
<p>Die Natur allerdings war noch längst nicht besiegt. Malaria, Gelbfieber und die Gewalt des Mississippi bedrohten die Existenz der Stadt. Dazu kamen die Wirren der europäischen Politik.</p>
<p>Das Frankreich seine Kolonie Louisiana 1762 an Spanien verloren hatte, erfuhren die Bürger von Nouvelle Orléans erst zwei Jahre später. In die 20 Jahre spanischer Herrschaft fallen aber wichtige Ereignisse. Nach zwei verheerenden Bränden in den Jahren 1788 und 1794 ließ Gouverneur Francisco Louis Hector, Baron de Carondelet, eine neue Stadt bauen. Auf den Raster des Vieux Carré entstanden jene zweistöckigen Backsteinhäuser mit schmiedeeisernen Balkonen, Arkadengängen und Patios, die jetzt den Zauber des French Quarter ausmachen.</p>
<p>Noch bedeutender für die Entwicklung der später viertgrößten Hafenstadt der Welt war der „glorreiche Marsch“ des jungen Gouverneurs Bernardo Galvez, der nach dem Eintritt Spaniens in den Unabhängigkeitskrieg an der Seite Frankreichs alle britischen Stützpunkte überrannte. Er machte der jungen, aggressiven Nation der Vereinigten Staaten den Weg über den großen Strom zum Golf von Mexiko frei.</p>
<p>Nach Ende des Krieges im Jahr 1783 kamen immer mehr lärmende, streitlustige Burschen auf Flößen und roh gezimmerten Booten den Mississippi herunter. Die feinen Leute von Nouvelle Orléans, das im Jahr 1800 von Spanien wieder an Frankreich zurückgegeben worden war, nannten diese Menschen, die Whisky und Revolver mitbrachten, voller Verachtung „Kaintucks“ und empfanden deren rüde Geschäftspraktiken als Bedrohung. Aber durch sie begann die Stadt aufzublühen. Als wenige Monate nachdem Frankreich das Louisiana-Territorium an die Amerikaner verkauft hatte, 1803 hier das Sternenbanner aufgezogen wurde, war New Orleans die zweitgrößte Hafenstadt des Kontinents.</p>
<p>Damals begannen auch die Ressentiments zwischen dem Norden und dem Süden der jungen Vereinigten Staaten zu wachsen. Typisch dafür ist die Auffassung des ersten amerikanischen Gouverneurs, William C. C. Claiborne, der seinem Präsidenten schrieb, die Menschen im Süden seien keine nützlichen Bürger für die Republik.</p>
<p>Doch wenige Jahre später waren gerade sie es, die die junge Nation retteten: Als im englisch-amerikanischen Krieg um 1815 rund 10 000 gut ausgebildete britische Soldaten zum Sturm auf New Orleans ansetzten, errang ein zusammengewürfelter Haufen aus Kentucky-Scharfschützen, kreolischen Dandys, schwarzen Sklaven, Indianern und Piraten einen glanzvollen Sieg, um den sich unzählige Legenden ranken. In ihrem Mittelpunkt stehen der General Andrew Jackson und der Seeräuber Jean Lafitte, der im Mississippi-Delta einen Staat im Staate errichtet hatte.</p>
<p>Das gewaltige Wirtschaftswachstum wurde durch diese Episode nicht beeinflußt. New Orleans stieg auf zu einer prächtigen und lebenslustigen Stadt mit einer explosiven Menschenmischung aus selbstbewußten kreolischen „Aristokraten“, angelsächsischen Kaufleuten, Mulatten Deutschen, Iren und Italienern. Ein großer Teil des Reichtums beruhte auf dem Sklavenhandel, dessen Zentrum die Stadt war.</p>
<p>Dann aber begann der Bürgerkrieg und als er zu Ende war, versank der Glanz von New Orleans im Chaos. Die Stadt wurde krank vor gebrochenem Stolz und trug schwer an der „babylonischen Gefangenschaft“ unter den Yankees aus dem Norden. Den Haß schürte durch seine drakonische Herrschaft vor allem General Benjamin Butler, das „Ungeheuer von New Orleans“. Noch Jahre nach seinem Ende gab es auf den Mississippi-Dampfern Nachttöpfe, deren Boden mit seinem Porträt und der Inschrift „Remember Butler“ geziert waren. Als sei dies alles noch nicht Strafe genug, brach 1878 die zweite große Gelbfieber-Epidemie aus.</p>
<p>Vielleicht war es in dieser bitteren Zeit der letzte Ausweg, mit der eigenen Dekadenz ein Geschäft zu machen. Um die Jahrhundertwende gab es 83 Spielhöllen, unzählige Kneipen, organisierte Prostitution – und die Wiederauferstehung des Mardi Gras. Die Stadt wurde zu einer Sehenswürdigkeit für das puritanische Nordamerika und eine Stätte für galante Abenteuer, die die Gesellschaft anderswo nicht geduldet hätte. Vor allem im Sündenviertel Storyville, eine Erfindung des ehrenwerten Abgeordneten Sidney Story, reihten sich die Bordelle aneinander: die feinen Salons mit Damen verschiedener Rassen und Temperamente, die „Quick Tricks“ mit zwei bis drei Mädchen und die billigen Cribs, Verschläge mit einem Bett und Stuhl.</p>
<p>Erst als 1917 die amerikanische Marine ein Verbot der Prostitution in der Nähe ihres Stützpunktes durchsetzte, endete dieses Treiben. Storyville wurde zur Geisterstadt, und es verstummte auch die Musik, die vor allem hier zu hören war: Jazz, gewachsen aus den traurigen Liedern der schwarzen Plantagenarbeiter und aus dem Rhythmus, mit dem die „Brass Bands“ Paraden und Leichenzüge begleiteten.</p>
<p>Es hat sich jedoch nicht nur dieses geändert, denn seit der Entdeckung des Louisiana-Öls gewann die Stadt ihre Bedeutung als Wirtschaftsmetropole zurück. Die etwa eine Million Menschen in einem sich immer weiter in das Land ausdehnenden Greater New Orleans arbeiten hart, und die junge Manager-Generation unterscheidet sich nicht von der in New York oder Los Angeles. Das die Metropole am Mississippi dennoch „The Big Easy“ genannt wird, liegt daran das trotz aller modernen Geschäftstätigkeit wie in der Vergangenheit der Rhythmus des Südens, diese eigenartige Mischung aus afrikanischen, karibischen und mediterran-europäischen Einflüssen, das Leben bestimmt: lässig und ein wenig träge, genußfreudig und offen für Torheiten.</p>
<p>Manchmal scheint es, als sei vieles in dieser Stadt etwas zu grell geschminkt und nur noch Attraktion für den Fremdenverkehr. Aber das, was wie Kulisse wirkt, ist immer auch die Wirklichkeit – auf der neu gestalteten Promenade am Mississippi, wo wie zur großen Zeit der Dampfschiffahrt der Raddampfer „Natchez“ anlegt, und auf dem French Market, wo sich am Morgen Meeresfrüchte, Gemüse und Obst stapeln. Es ist Wirklichkeit im Café du Monde, wo seit 1865 Nachtschwärmer und Frühaufsteher, Intellektuelle und Arbeiter, Touristen und Einheimische die eng mit den doughnuts verwandten „beignets“ genießen, und auf dem Jackson Square mit seinem Vierundzwanzig – Stunden – Korso der Musikanten, Gaukler, Schuhputzer und Hot-dog Verkäufer.</p>
<p>Und wenn es Nacht wird, beginnt der Tag im French Quarter mit hellem Neonlicht, den Klangfetzen von Trompete, Klarinette und Banjo, dem Geruch scharfer Speisen und einem babylonischen Sprachengewirr. Hier ist nichts verloren und vergessen von der Sinnlichkeit dieser Stadt, die noch immer ihre Geheimnisse hat. Manche sind verborgen hinter den glanzvollen Fassaden an der St. Charles Avenue, wohin sich die kreolische Oberschicht zurückgezogen hat und fast unsichtbar die Fäden der Macht zieht, die sie trotz aller gesellschaftlichen Veränderungen nicht verloren hat.</p>
<p>Manche findet man auf den Friedhöfen der Stadt…</p>
<p>Das was jeder über New Orleans weiß, ist das Nachtleben. Wenn die Hitze des Tages der Kühle des Abends weicht, füllen sich die Straßen mit Feiernden. Künstler bevölkern die Straße, Musik pulsiert durch die Straßen der Stadt. Jede Art von Vergnügen und Unterhaltung ist verfügbar, wenn man weiß wo man suchen muß. Die beliebteste aller Veranstaltungen ist Mardi Gras, beginnend vom 12. Tag nach Weihnachten bis zum Aschermittwoch. Oder der Tag der Toten, der an Allerheiligen abgehalten wird. Eine Stadt, reich an Geistern, Wohlwollen und Atmosphäre, Da ist kein Platz wie New Orleans, und nichts ist besser als eine Cajun Nacht.</p>
<p><strong>Willkommen in New Orleans</strong></p>
<p>Wie in so vielen Städten Amerikas ist auch in New Orleans die Kriminalität Thema Nummer eins. Die jährliche Mordrate liegt so um die vierhundert und steigt stetig. Und dann werden jedes Jahr noch weitere zweitausend Menschen angeschossen, die ihre Verletzungen überleben.</p>
<p>Schlägereien gibt es dagegen kaum mehr, behaupten die Detectives der Mordkomission.</p>
<p>Wie üblich im Amerika der neunziger Jahre, ist die Polizei überarbeitet, unterbesetzt und unterbezahlt.</p>
<p>Die Weißen geben den Schwarzen die Schuld und viele schaffen sich Schußwaffen an.</p>
<p>Die Schwarzen – und ein Großteil der zweitausendvierhundert jährlich Verwundeten und Getöteten ist schwarz – haben das Gefühl, von allen Seiten unter Beschuß zu stehen; auch von ihnen bewaffnen sich viele.</p>
<p>Die Wirtschaft hat sich vom Einbruch des Ölpreises noch immer nicht erholt, aber es gibt Hoffnung. Das größte Kasino der Welt, dessen Baubeginn bevorsteht, könnte Arbeitsplätze schaffen und vielleicht jene Touristen anziehen, die die Stadt so dringend braucht – Leute mit geringer Intelligenz, aber um so mehr locker sitzendem Geld. Man wird mit dem Bau des Kasinos beginnen, sofern die Rangeleien über jedes Detail des Bauplans und künftigen Betriebs jemals ein Ende finden.</p>
<p>Kleine Gaunereien gehören in diesem Bundesstaat so sehr zum Alltag, daß die Einwohner von New Orleans den Touristen erzählen: „Louisiana toleriert korrupte Politiker nicht bloß, es braucht sie geradezu.“</p>
<p>Doch trotz Korruption und Kriminalität ist New Orleans unbestritten die schönste amerikanische Stadt; die anmutigste, die bezauberndste.</p>
<p>Auch die exzentrischte. Walker Percy, einer der bekanntesten Autoren der Stadt, hat festgestellt, daß „Touristen hier wahrscheinlich mehr Nonnen und nackte Frauen zu sehen bekommen als irgendwo sonst“, wobei der Reiz in der Kombination liegt.</p>
<p>Aber Exzentrizität birgt Risiken: Auch in Louisiana ist Fahren unter Alkoholeinfluß verboten, und in New Orleans gibt es mehr als genug Alkoholiker – und dennoch blüht der Umsatz der Drive-In-Daiquiri-Bars.</p>
<p>Andererseits ist die zu Recht berühmte Extravaganz der Stadt auch ihr größter Reiz. Selbst wenn die Wohnviertel sich verändern, die Banden an Einfluß gewinnen und mehr und mehr Mittelstandsgattinen eine Pistole in der Handtasche tragen. Transvestiten sind hier so willkommen wie Voodoopriesterinnen, und dasselbe gilt für Vampirschriftstellerinnen und Karnevalsprinzessinnen – solange sie nicht langweilen.</p>
<p>Wie in Mexiko und in der Karibik herrscht in dieser Stadt eine seltsame Mischung aus Improvisiertem und Archaischem – wobei letzteres immer noch eine größere Rolle spielt.</p>
<p>Aber vielleicht ändert sich auch das. In einer Lokalzeitung wurde kürzlich beklagt, daß immer weniger Leute davon sprechen, „einholen“ zu gehen.</p>
<p>Oder nur noch selten den Bürgersteig als „Bankett“ bezeichnen.</p>
<p>Immerhin haben ein paar der alten Gewohnheiten überlebt. Früher gab es montags überall rote Bohnen und Reis, weil Montag Waschtag war – man konnte die Bohnen aufsetzen und sich dann in Ruhe der Arbeit widmen. Und obwohl die Waschmaschine diesen Brauch sinnlos gemacht hat, folgen ihm immer noch etliche Restaurants.</p>
<p>New Orleans bei Unknown Armies</p>
<p>Die Ölindustrie steckt schwer in der Krise, und die wirtschaftliche Situation ist so schlimm wie seit der Weltwirtschaftskrise nicht mehr. Pappkartons und Säcke mit offenem Müll liegen tagelang auf den Gehsteigen, von Fliegen umschwirrt; Penner und Obdachlose beiderlei Geschlechts durchwühlen die Mülltonnen auf der Canal Street nach Eßbarem.</p>
<p>Die Mordrate ist mittlerweile so hoch, daß im Durchschnitt jeden Tag ein Mord begangen wird. Wenn einem das Auto aufgebrochen oder auch nur alle Fenster mit Ziegelsteinen eingeworfen werden, ist es unwahrscheinlich, daß in weniger als eineinhalb Stunden ein Polizist am Tatort auftaucht.</p>
<p>Der St. Louis Cemetery hinter der Basin St., der immer eine der interessantesten touristischen Attraktionen der Stadt gewesen war, ist jetzt so gefährlich, daß man ihn nur noch bei einer Gruppenführung unter der Leitung eines Polizisten außer Dienst betreten kann.</p>
<p>Die Wohnblocks, in denen ausschließlich Sozialhilfeempfänger leben, die projects – St. Bernard, St. Thomas, Iberville direkt an der Canal Street, und, am allerschlimmsten, Desire sind über die ganze Stadt verteilt, und in ihnen gibt es alles Schlechte, das die menschliche Gesellschaft hervorbringen kann: Ratten, Küchenschaben, Inzest, Vergewaltigung, Kindesmißhandlung, Drogen en masse und sadistische Straßenbanden. Schwarze Teenager, bis an die Zähne bewaffnet mit Neunmillimeterpistolen und halbautomatischen Sturmgewehren, erzielen gewaltige Profite mit dem Handel von Crack, und sie töten ausnahmslos jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Ein schwarzer Kommunalpolitiker im Desire-Project kündigte einmal öffentlich an, daß er die Drogendealer aus dem Block vertreiben wolle. Zwei Tage später wurde er von zwei Fünfzehnjährigen niedergeschossen, und während er blutend auf dem Gehsteig lag, brachen sie ihm noch mit einem Baseballschläger die Rippen.</p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;">
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><strong><em><span style="font-family: Arial;">French Quarter</span></em></strong></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;"> <!--[if gte vml 1]><v :shapetype id="_x0000_t75" coordsize="21600,21600" o:spt="75"  o:preferrelative="t" path="m@4@5l@4@11@9@11@9@5xe" filled="f" stroked="f"> <v :stroke joinstyle="miter" /> </v><v :formulas> <v :f eqn="if lineDrawn pixelLineWidth 0" /> <v :f eqn="sum @0 1 0" /> <v :f eqn="sum 0 0 @1" /> <v :f eqn="prod @2 1 2" /> <v :f eqn="prod @3 21600 pixelWidth" /> <v :f eqn="prod @3 21600 pixelHeight" /> <v :f eqn="sum @0 0 1" /> <v :f eqn="prod @6 1 2" /> <v :f eqn="prod @7 21600 pixelWidth" /> <v :f eqn="sum @8 21600 0" /> <v :f eqn="prod @7 21600 pixelHeight" /> <v :f eqn="sum @10 21600 0" /> </v> <v :path o:extrusionok="f" gradientshapeok="t" o:connecttype="rect" /> <o :lock v:ext="edit" aspectratio="t" /> <v :shape id="_x0000_i1025" type="#_x0000_t75" alt="" style='width:318pt;  height:219.75pt'> <v :imagedata src="file:///C:\DOKUME~1\THOMAS~1.WEG\LOKALE~1\Temp\msohtml1\01\clip_image001.gif" mce_src="file:///C:\DOKUME~1\THOMAS~1.WEG\LOKALE~1\Temp\msohtml1\01\clip_image001.gif"   o:href="http://www.nyarlathotep.de/UA/cajun_1.gif" /> </v>< ![endif]--><!--[if !vml]--></span></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="French Quarter" src="http://unknown-armies.de/image/cajun_1.gif" alt="French Quarter" /></p>
<p style="text-align: center;">
<p><!--[endif]--></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Die alten kreolischen Gebäude und engen Straßen verändern sich nie. Palmwedel und Bananenstauden hängen über die Steinmauern und Eisentore der Höfe; unter den verschnörkelten Kolonnaden, die bis auf die Bürgersteige reichen, herrscht ewiger Schatten, und die kleinen Lebensmittelläden riechen immer nach Käse, Wurst, gemahlenem Kaffee und Kisten mit Pfirsichen und Pflaumen, ein Duftgemisch, das die Ventilatoren mit ihren hölzernen Rotorblättern nach draußen wehen. Die Ziegelsteine der Gebäude fühlen sich verwittert, kühl und glatt an, die Steinplatten in den Gassen waren ausgehölt und schartig vom Regenwasser, das von den Dachtraufen und Balkonen herunterläuft.</span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin-top: 0cm; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Manchmal, wenn man durch das verzierte Eisentor eines von Ziegelmauern eingeschlossenen Durchgangs schaut, fällt der Blick auf einen Innenhof, in dem strahlendes Sonnenlicht, purpurne Glyzinien und gelbe Kletterrosen leuchten, und wenn der Wind richtig steht, kann man den Fluß riechen, die feuchten Ziegelmauern, einen Springbrunnen, dessen Wasser in ein Auffangbecken tropft, den herben Geruch von vergossenem Wein, den Efeu, der im Mörtel wurzelt wie Klauenfüße einer Eidechse, die Wunderblume, die im Schatten erblüht, und ein Gärtchen mit grüner Minze, die sich an eine sonnenhelle Stuckmauer schmiegt.</span></p>
<blockquote>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><em><span style="font-family: Arial;">„Viele Leute in New Orleans beschweren sich, daß es dort nur so wimmle von Wermutbrüdern, ausgeflippten Rauschgiftsüchtigen, Nutten, schwarzen Straßenräubern und sexuell Abartigen. Was sie behaupten mag voll und ganz stimmen, doch mir ist das gleich. Jean Lafitte und seine Bande von Halsabschneidern hatten vom alten New Orleans aus operiert, und ebenso James Bowie, der illegalen Sklavenhandel betrieben hatte, wenn er nicht gerade mit seinem mörderischem Messer Leute aufschlitzte. Eigentlich so dachte ich, hatten die Nutten und Säufer und Diebe und Zuhälter ältere Rechte und Ansprüche auf das Viertel als wir anderen.“</span></em></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">- Dave Robicheaux, <em>Heaven`s Prisoner</em></span></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em><span style="font-family: Arial;">Orientierung im French Quarter</span></em></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Wer die Stadt zum erstenmal besucht. wird zunächst von den Richtungsbeschreibungen ein wenig verwirrt sein, denn Ost, West, Süd und Nord bedeuten in der Crescent City sehr wenig. Der M Mississippi der hier einige Schleifen beschreibt, macht solche Angaben zunichte. Die Richtungsangaben orientieren sich vielmehr an den Gewässern: &#8220;Riverside&#8221; heißt immer: dem Mississippi zu, &#8220;lakeside&#8217; bedeutet in Richtung Lake Pontchartrain, &#8220;downriver&#8221; ist identisch mit &#8220;downtown&#8221; &#8220;upriver&#8221; ist identisch mit uptown. So liegt zum Beispiel die Bar Napoleon House an der &#8220;downtown&#8221; riverside corner of Chartres Street&#8221;, also auf der zum Fluß hin gelegenen Seite der Chartres Street und im flußabwärts gelegenen Teil der gleichen Straße.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Das Herz der Stadt bildet das French Quartier, das von den französischen Kreolen 1718 gegründet wurde. Es ist im Schachbrettmuster angelegt und umfaßt etwa eine Quadratmeile Die eine Seite begrenzt der Mississippi, die anderen Seiten Esplanade Avenue, Canal Strebt und North Rampert Slreet. Von der Esplanade Avenue flußabwärts gelegen, reihen sich die Stadtviertel Faubourg, Marigny, Bywater und Arabi aneinander.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Flußaufwärts grenzt der Central Business District (CBD) an das Quartier. Er liegt zwischen dem Mississippi River, Poydras Street, Howard Avenue und Loyala Avenue. Wie der Name schon sagt, ist der CBD das geschäftliche Zentrum der Stadt. Der Warehouse District, der in den CBD integriert ist, entwickelt sich gegenwärtig zum begehrten Wohnviertel und kulturellen Brennpunkt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">St. Charles Avenue verläuft flußaufwärts vom CBD bis zum Garden District, einem Wohnviertel, das aus stattlichen, zum Teil palastartigen Herrenhäusern besteht, die von gepflegten Gärten umgeben sind. Manche davon sind Hotels, Pensionen und Restaurants. Zwischen dem Garden District und dem Fluß liegt der Irish Channel, ein heruntergekommenes Viertel, das noch um einen Aufstieg kämpft, es liegt zwischen Howard Avenue, Magazine Street, Louisiana Avenue und dem Fluß.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Jenseits des Garden District liegt Uptown; zu Uptown gehören der Audubon  Park, der Audubon Zoo und das Universitätsviertel, in dem die Loyola Universität und die Tulane-Universität zu Hause sind. Mid-City ist in erster Linie eine Wohngegend die sich vom CBD und Quartier bis zu Lake Pontchartrain dem City Park, und dem Messegelände (Fair Grounds) erstreckt. In dieser Gegend befinden sich erwähnenswerte Restaurants.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Lake Pontchartrain bildet die 40 Meilen lange Nordgrenze der Stadt. Der West End Park, am westlichen Ende des Lakeshore Drive ist Standort der Yachtklubs und Boothäfen, auch viele hervorragende Fischrestaurants haben sich hier angesiedelt. Am Nordufer des Lake Pontchartrain liegen verstreut dieKleinstädte des St. Tammany Parish inmitten weiter Kiefernwälder. Es ist einer von vier Verwaltungsbezirken, die zum Großraum der Metropole gehören.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Genau im Osten des French Quarter nämlich am gegenüberliegenden Westufer des Mississippi, befindet sich Algiers, ein sehr alles Wohnviertiel der Stadt. Im Westen der eigentlichen Stadt New Orleans liegt Jefferson Parish, ein riesiges Gebiet, das früher fast aus Zuckerrohrplantagen bestand. Metairie, eine sehr alte Vorstadt von New Orleans, nimmt einen Großteil von Jefferson Parish ein; hier gibt es en jeder Ecke ein Fischrestaurant. In Kenner, das ebenfalls in Jefferson Parish liegt, ist der einzige internationale Flughafen der Stadt zu Hause, und auch die Pferderennbahn Jefferson Downs Race Track findet man hier.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em><span style="font-family: Arial;">Desire Projekt</span></em></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Biegt man in Höhe der Louisiana Street von der Staatsstraße 10 ab und fährt noch um ein paar Ecken, kommt man unweigerlich in eine der größten Sozialsiedlungen der Welt. Man nennt sie das Desire-Projekt. Fast 20.000 Menschen leben hier innerhalb ein paar Straßenzügen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Vor langer Zeit hatte mal jemand den Einfall, dass man doch mit öffentlichen Mitteln billigen Wohnraum für Leute bauen könnte, die es nie zu einer Wohnung in der State Street oder auf dem Audubon Place bringen würden. Der reine Luxus solle es ja nicht werden, aber sauber und ordentlich, mit Platz für Blumen  vor den Fenstern und Spielplätzen für die Kinder. Kleine Zwei- und Dreizimmerwohnungen, würdige, sichere Lebensverhältnisse und all der ganze Mist.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Die Leute, die sich das ausgedacht hatten, lebten natürlich nicht hier, sie hatten es wohl auch nie vorgehabt. Sie wollten etwas für ihre Mitmenschen tun. Gott bewahre mich davor, dass ich je so einem mal in die Hände falle.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Vierzig Jahre danach ist aus dem Traum ein Alptraum geworden. Das merkt man schon gleich, wenn man reinkommt. Aus der Ferne sieht ja alles noch ganz hübsch aus, aber dann sieht man, dass auf den freien Flächen kein Gras wächst und statt dessen überall Müll und Abfall herumliegt, manchmal auch ein toter, halbverwester Hund, der von einem Auto angefahren oder von irgendeinem Saupack angezündet wurde. Am Straßenrand stehen ausgeschlachtete Autos mit abmontierten Reifen. Man sieht die Graffitis, die irgend so ein Gestörter auf die gelbbraunen Häuserwände gesprüht hat, man sieht überall eingeschlagene Fensterscheiben. Geht man ins Treppenhaus, sind alle Wandverkleidungen herausgerissen, und es stinkt nach Pisse.</span></p>
<p class="MsoBodyText" style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Auf den Stufen sitzen Kinder oder alte Leute, die nichts anderes können, als hier vor sich hin zu hocken. Junge Schwarze kommen vorbei und werfen einem finstere Blicke zu, in den Taschen haben sie Messer oder gewetzte Stielkämme, oder sie haben sich Fahrradketten um den Bauch gebunden. Junge Mädchen kommen vorbei, und wenn sie schon älter als zwölf sind, kann man in ihren Augen lesen, dass sie schon auf alle erdenkliche Arten gevögelt worden sind und sie nichts anderes zu verkaufen, nichts zu vergeben haben als ihren netten kleinen Arsch.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">In der Siedlung bekommt man nicht viele erwachsene Männer zu sehen, denn die Wohlfahrt kürzt die Beihilfe, sobald in der Wohnung ein Mann in arbeitsfähigem Alter wohnt. Deshalb kommen sie nur bei Nacht und nach Hause, um sich zu holen, was sie brauchen, und die Frauen pumpen mehr und mehr Kinder in den Kreislauf. Wenn man sich erst einmal ein halbes Dutzend Kinder  von Gott weiß wem alles hat machen lassen, fährt man ganz gut mit der Sozialfürsorge. Hin und wieder kreuzen Leute von der Behörde auf und knöpfen sich den einen oder anderen Schmarotzer vor oder bieten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und solches Zeugs an. Führt natürlich alles zu nichts, denn Desire am Tag verlassen heißt immer auch Rückkehr bei Nacht. Desire geht mit Ihnen, egal wohin Sie gehen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Verzweiflung, begrabene Träume und Wahnsinn kann man überall in Desire wittern. Eines Tages werden sie alle Leute hier herausbringen müssen, sie dazu bringen müssen, alles zurücklassen und sich zu schwören, keinen Blick zurückzuwerfen. Und dann brennt man am besten alles nieder. So wie man die Kleider und Habseligkeiten von Pestopfern verbrennt. Ich weiß, wovon ich rede. Ich bin in Desire geboren und dort aufgewachsen. Meine Mutter starb, während ich bei der Army war. Am Muttertag – nicht diesem bescheuerten Feiertag, den sich die Blumenhändler ausgedacht haben, sondern dem Tag, an dem die Schecks von der Fürsorge in den Briefkästen liegen – wollte meine Mutter ihren mickrigen Scheck bei der Reinigung, wo mein Vetter arbeitet, einlösen. Irgend so ein Scheißkerl , der in der Nähe herumlungerte, fand, dass er das Geld besser für Heroin gebrauchen konnte. Mom wehrte sich, und er stach sie einfach ab. Sie verblutete auf der Treppe, bevor sie noch einen einen Ambulanzwagen finden konnten, der sich in die Gegend getraut hätte. Eine Stunde später fingen sie eine Ratte ein, als er in einem Laden unter meinem Namen den Scheck einlösen wollte. Zehn Jahre bekam er, weil er noch jung und es sein erstes Delikt gewesen war. Er verbrachte eine fröhliche Zeit im Gefängnis und wurde nach zwei Jahren wegen guter Führung freigelassen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Sechs Wochen nachdem ich wieder nach Hause gekommen war, fand man ihn mit dem Gesicht nach unten in einem Haufen Hundescheiße liegend. Irgend jemand hatte im das Genick gebrochen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Und auch das ist Desire: Das reinste Rauschgiftparadies. So was wie ein Selbstbedienungsladen. Wenn man etwas nicht auf Lager hat, kann man es innerhalb von zwanzig Minuten besorgen. Die Kinder, junge Burschen und Mädchen, erledigen die Botengänge. Die Teenager verkaufen und kassieren ab. Manches von dem Zeug wird an Ort und Stelle zusammengebraut.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em><span style="font-family: Arial;">Algiers</span></em></strong></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Wenn man im Raum New Orleans Kontakt zum okkulten Untergrund aufnehmen will, muß man über den Fluß, nach Algiers, in eine Gegend voller Pfandleihhäuser, vietnamesischer Lebensmittelläden und Billigbars. Zwischen alten Lagerhäusern und der Blain Kern´s Mardi Gras World direkt am Mississippi befindet sich ein kleiner Laden. Eine kleine Treppe führt zu einem tiefer gelegenen Eingang hinab. Auf einem handgemalten Schild über der Tür steht in ungelenken roten Buchstaben Sister Marleu. Der Laden wird stets von roten und weißen Kerzen in allen Größen erleuchtet. Die Besitzerin, eine kleine, mollige Frau unbestimmbaren Alters mit einem Teint wie Milchschokolade soll eine Santera sein und wie man behauptet, Kontakte zum okkulten Untergrund in Algiers haben.</span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Algiers Point drüben am Mississippi-Ufer gehört zu New Orleans – und ist eine andere Welt. Früher wurden hier jene Sklaven gesammelt, die später im French Quarter verkauft werden sollten; auch heute noch ist Algiers Point eine überwiegend farbige Neighborhood.</span></p>
<p class="MsoBodyTextIndent3" style="margin: 0cm 0cm 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Um es ganz deutlich zu sagen. Der Großteil von Algiers ist in einem bedauernswerten Zustand.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em><span style="font-family: Arial;">Spaziergang durch New Orleans</span></em></strong></p>
<blockquote><p><em>The truth is New Orleans appears to me<br />
to be at the extreme of everything&#8230;.<br />
Changes take place here with almost<br />
the rapidity of thought. Today rich,<br />
tomorrow poor, today well,<br />
tomorrow dead, today hot,<br />
tomorrow cold, today dry,<br />
tomorrow wet&#8230;.<br />
You can see here some of the richest<br />
and some of the poorest of humanity&#8230;.<br />
An observing man can see as much of the world<br />
and of diversified character<br />
here as in any city in the union<br />
-Bishop Henry B. Whipple, Southern Diary, 1843-44</em></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; word-spacing: 0in;">
</blockquote>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">New Orleans kann man auf vielerlei Arten erleben. Zur richtigen Tageszeit ist das French Quarter wunderschön. Eine Straßenbahnfahrt entlang der St. Charles Avenue, durch den Garden District, vorbei am Audubon Park und an der Tulane University, ist immer zauberhaft.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 12pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;"> <!--[if gte vml 1]><v :shape  id="_x0000_i1026" type="#_x0000_t75" alt="" style='width:274.5pt;height:129pt'> <v :imagedata src="file:///C:\DOKUME~1\THOMAS~1.WEG\LOKALE~1\Temp\msohtml1\01\clip_image002.gif" mce_src="file:///C:\DOKUME~1\THOMAS~1.WEG\LOKALE~1\Temp\msohtml1\01\clip_image002.gif"   o:href="http://www.nyarlathotep.de/UA/cajun_2.gif" /> </v>< ![endif]--><!--[if !vml]--></span></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="New Orleans" src="http://unknown-armies.de/image/cajun_2.gif" alt="New Orleans" /></p>
<p><!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Aber man kann es auch auf andere Art versuchen, wozu ich nicht unbedingt raten würde.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Diejenigen die sich am unteren Ende der Nahrungskette durchschlagen – die Nutten, Zuhälter, Kreditkartenbetrüger, Bauernfänger, Taschendiebe und Straßenstrolche -, treiben sich normalerweise vor den Bars und Stripschuppen herum und richten relativ wenig Schaden an. Sie haben sich eher dem klassichen Neppen und Schleppen, der Hochstapelei und dem Handtaschenraub verschrieben als der körperlichen Gewalt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 6pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Einen Rang darüber stehen die Straßendealer. Nicht alle, aber die meisten sind schwarz, jung und blöde und selbst abhängig. Das Crack, das sie in den Sozialsiedlungen verticken, führt so gut wie sicher zu einer Drogenpsychose. Alles andere, was sie verhökern, ist so oft verschnitten worden, daß man sich ebensogut Babyabführmittel reinziehen oder einen Schuß mit Milchpulver setzen kann.</span></p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Zu wiederum einer anderen Klasse gehören die Menschen, die einfach mit schmutzigen Geldgeschäften befaßt sind. Sie sind für gewöhnlich weiß, etwas älter, wurden bereits ein paarmal festgenommen und besitzen irgendein legales Unternehmen. Sie handeln mit Diebesgut, betreiben Werkstätten, in denen gestohlene Fahrzeuge ausgeschlachtet werden, und waschen geraubtes oder gefälschtes Geld, das sich je nach Herkunft und Qualität für zehn bis zwanzig Cent pro Dollar weiterverkaufen läßt.</span></p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Und dann gibt es die Randzonen des French Quarter; Gegenden, in denen man sich, wenn man betrunken ist oder einfach Pech hat, mit wenigen Schritten aus einer vermeintlich zügellosen Umgebung, in der alles geregelt und künstlich geschönt ist, in eine moralische Mondlandschaft begibt – der Louis Armstrong Park oder die St. Louis-Friedhöfe sind die besten Beispiele -, wo Halbwüchsige wegen einer Geldsumme, die man mit einem Schraubenzieher aus jeder Parkuhr fummeln kann, einer Frau aus nächster Nähe mitten ins Gesicht schießen. Wenn es sich bei dem Opfer um einen Touristen aus dem Ausland handelt, erregen diese Morde landesweites Aufsehen. Ansonsten aber ereignen sie sich mit Regelmäßigkeit, ohne daß sich jemand darüber aufregt, so daß Louisiana heutzutage pro Kopf der Bevölkerung die höchste Mordrate in den Vereinigten Staaten aufweist.</span></p>
<p class="MsoBodyText" style="text-align: justify;"><span style="font-family: Arial;">Diejenigen, die in der Nahrungskette ganz oben stehen – Großdealer, die das Bindeglied zwischen Kolumbien und dem Marschland von Louisiana bilden, Kasinobetreiber, die für ein in der Freizeit- und Unterhaltungsbranche tätiges Unternehmen aus Chicago, das sich im Besitz der Mafia befindet, die Bücher führen -, sitzen selten ein, geschweige denn, daß man sie in aller Öffentlichkeit mit den Mächten in Verbindung bringt, denen sie dienen. Sie kaufen sich Zeitungsleute und geben den Kindern des Gouverneurs eine Anstellung. In den morgendlichen Fernsehtalkshows kann man sie manchmal erleben, die Besitzer schwimmender Spielkasinos, wie sie ihren Salm ablassen und den gutgelaunten, menschenfreundlichen Rotarier mimen – Mafiosi, denen manch einer zutraut, daß sie hinter dem Mord an John F. Kennedy stecken, pflegen ihre Rosen und speisen in den feinen Innenstadtrestaurants, ohne daß jemand daran Anstoß nimmt.</span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-align: justify; word-spacing: 0px;"><span style="font-family: Arial;">Das ist keine Übertreibung.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
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