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	<title>unknown armies &#187; Okkulter Untergrund</title>
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	<description>Das Haus der Renunziation</description>
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		<title>ASW: Der Ice Scate Killer</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 17:39:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[A Softer World]]></category>
		<category><![CDATA[ASW]]></category>
		<category><![CDATA[Avatar]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Okkulter Untergrund]]></category>
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		<description><![CDATA[“He&#8217;s back &#8211; The man behind the mask &#8211; He crawled out of his hole &#8211; Just to rock and roll.” -Alice Cooper Der brutale Serienmörder mit der Maske, der Slasher, ist ein Symbol des amerikanischen Horrorkinos. Er ist inzwischen tief in der nationalen Psyche verankert und obwohl nur Wenige wissen, wer Jason Voorhees oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: italic; font-family: Times New Roman, Times, serif; text-align: center;"><a href="http://www.asofterworld.com/index.php?id=252"><img class="aligncenter  wp-image-3060" title="Ice Skate Killer" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/12/skater.jpg" alt="" width="504" height="193" /></a></p>
<p style="font-style: italic; font-family: Times New Roman, Times, serif;">“He&#8217;s back &#8211; The man behind the mask &#8211; He crawled out of his hole &#8211; Just to rock and roll.”<br />
-Alice Cooper</p>
<p>Der brutale Serienmörder mit der Maske, der <strong>Slasher</strong>, ist ein Symbol des amerikanischen Horrorkinos. Er ist inzwischen tief in der nationalen Psyche verankert und obwohl nur Wenige wissen, wer <a href="http://www.youtube.com/watch?v=09yOZsZuxMY">Jason Voorhees</a> oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Jy-yI1pp90U">Michael Myers</a> spielt, weiß doch fast jeder, was sie sind: Gefühllose, unmenschliche, unaufhaltsame, schweigsame Jäger.</p>
<p>Der <strong>okkulte Untergrund</strong> rätselt seit Jahren, welche der vielen <strong>Gottesläufer</strong> sich diese Ikone zum Vorbild genommen hat. Sind es die des <strong>Wilden</strong>, des <strong>Kriegers</strong>, des <strong>herrenlosen Mannes</strong> oder ist es eine eigene Form von Avatarentum?</p>
<p>Das Paradox des Verlustes von eigener Identität für eine Rolle ist hier auf die Spitze getrieben. Er ist Symbol und Mythos. Gleichzeitig ist der Slasher, trotz seiner Liebe zur verbergenden Dunkelheit, sehr körperlich. Er ist stets auf direkte Konfrontation aus: Er tritt die Tür ein, bricht durch die Wand und springt auf das Auto seines Opfers. Er nutzt Messer, Äxte, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=pjrlHtpxbj8">Sicheln</a> und ähnliches. Er zerstört bis zur Unkenntlichkeit, bis seine Opfer  &#8211; so wie er selbst von Identität befreit &#8211; nur noch ein obskures Symbol im kollektiven Bewusstsein der Menschheit darstellen.</p>
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		<title>Umberto Eco okkult</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 17:18:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Mindfuck]]></category>
		<category><![CDATA[Okkulter Untergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Postmoderne Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Umberto Eco]]></category>
		<category><![CDATA[Unknown Armies]]></category>

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		<description><![CDATA[Umberto Eco, weltweit bekannter italienischer Philosoph und Erfolgsautor, wird heute 80 Jahre alt. Sohn eines Buchhalters, studierte er Philosophie in Turin, arbeitete zunächst für Medien und Verlage, wurde 1971 Professor für Semiotik. Die Wissenschaft vom Umgang mit Zeichen als Symbolen der Kommunikation ermöglicht es ihm, in seinen Büchern unterschiedliche historische Epochen ironisch zu überblenden und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umberto_Eco"><strong>Umberto Eco</strong></a>, weltweit bekannter italienischer Philosoph und Erfolgsautor, wird heute 80 Jahre alt. Sohn eines Buchhalters, studierte er Philosophie in Turin, arbeitete zunächst für Medien und Verlage, wurde 1971 Professor für Semiotik. Die Wissenschaft vom Umgang mit Zeichen als Symbolen der Kommunikation ermöglicht es ihm, in seinen Büchern unterschiedliche historische Epochen ironisch zu überblenden und sich dabei stets in der Gegenwart zu bewegen. Das wurde dann postmoderner Roman genannt, wobei Eco &#8220;Postmoderne&#8221; eher als &#8220;Geisteshaltung&#8221; denn als Epochenbezeichnung verstehen wollte.  &#8220;Postmoderne Literatur&#8221;, erklärte er, zeichne sich zunächst durch die Wiederentdeckung der Handlung und des Vergnügens aus. Ihr Modus sei die Ironie, die jedem Authentizitätsanspruch eine Absage erteilt. Heute gehört der leidenschaftliche Büchersammler und Herr über eine rund 30.000 Bände zählende Privatbibliothek in Mailand zu den renommiertesten Linksintellektuellen Italiens.</p>
<p><img class="aligncenter" title="Umberto Eco" src="http://nevalalee.files.wordpress.com/2011/04/umbertoeco.jpg" alt="" width="491" height="321" /></p>
<p>Welche seiner Romane lassen sich für Unknown Armies (und warum) verwursten?</p>
<p><strong>Der Name der Rose</strong></p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2012/01/NameDerRose.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-3092" title="NameDerRose" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2012/01/NameDerRose.jpg" alt="" width="120" height="199" /></a>Oberflächlich gesehen ist es ein Krimi um verschiedene Mordfälle, die dem Muster der <strong>Apokalypse</strong> zu gehorchen scheinen. Die Themen okkulte Morde und Apokalypse kann man natürlich problemlos eins-zu-eins in ein Szenario übernehmen. Doch <strong>Der Name der Rose</strong> funktioniert sowohl als Kriminalroman als auch geschichtsphilosophische Abhandlung. Eco erzeugt Stimmung, Bedrohung und Gefühle, ohne diese zu beschreiben. Er gibt Beschreibungen von mittelalterlichen Personen, die auch ein moderner Mensch begreifen kann (so erscheint William von Baskerville nicht umsonst wie eine mittelalterliche Version von Sherlock Holmes). Genauso sollte ein UA-Spielleiter die Charaktere im okkulten Untergrund schildern: einerseits verständlich menschlich packbar, andererseits abgehoben esoterisch, einer unbekannten Kultur oder Logik (ihrer Obsession) folgend.</p>
<p>Zudem ist die Beschreibung der Bibliothek und ihrer Nutzer ein schönes Bild für den eigenen <strong>Bibliomanten</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Das Foucaultsche Pendel</strong></p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2012/01/FoucaultschePendel.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-3093" title="FoucaultschePendel" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2012/01/FoucaultschePendel.jpg" alt="" width="120" height="203" /></a>Drei Lektoren stoßen auf ein rätselhaftes Dokument aus dem 14. Jahrhundert. Sie vertiefen sich in die Materie und entwickeln zum Spaß einen Verschwörungsplan. Dieser wird ihnen zum Verhängnis. Eingefleischte <strong>Verschwörungstheoretiker</strong> sollten wirklich die Finger davon lassen. Da besteht die Gefahr, dass sie den ganz eigenen und teilweise parodistischen Humor dieses Buches eventuell missverstehen.</p>
<p>Neben den Templern, deren Gedankengänge man den des wahren <strong>Orden des St.Germain</strong> gleichsetzen kann, ist die Methode des <strong>Branistormings</strong> wie sie im Buch beschrieben wird, um jedwede Verschwörung mit Fakten zu belegen eine tolle Methode, um Szenarien zu schreiben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana</strong></p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2012/01/Flamme_Loanan.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-3094" title="Flamme_Loanan" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2012/01/Flamme_Loanan.jpg" alt="" width="120" height="184" /></a>Ein klassisches <strong>Mindfuck</strong>-Szeanrio. Als die Hauptfigur aus dem Koma erwacht, fehlt ein Teil ihrer Erinnerungen. Also begibt sich der Mann auf Spurensuche. Schritt für Schritt findet er &#8211; und mit ihm der Leser &#8211; seine Vergangenheit wieder.</p>
<p><em>Ich hörte Leute um mich her reden, ich wollte rufen und ihnen zu verstehen geben, daß ich da war. Ein Sirren war zu hören, als würde ich von einer Foltermaschine mit nadelscharfen Zähnen zerrissen. Ich war in der Strafkolonie. Ich spürte ein Gewicht am Kopf, als hätte man mir die eiserne Maske angelegt. Mir war, als sähe ich hellblaue Lichter.<br />
»Da ist Asymmetrie im Durchmesser der Pupillen.«<br />
Bruchstücke von Gedanken schwirrten mir durch den Kopf, sicher wachte ich gerade auf, aber ich konnte mich nicht bewegen. Wenn ich doch nur wach bleiben könnte. Habe ich wieder geschlafen? Stunden, Tage, Jahrhunderte? (…)</em></p>
<p><em>Ich drehte die Augen, und es gelang mir, auch den Kopf zu bewegen: Der Raum war nüchtern und sauber, wenige kleine Möbel, aus Metall und in hellen Farben, ich lag in einem Bett, mit einer Kanüle im rechten Arm. Ein Sonnenstrahl kam durchs Fenster herein, zwischen den Stäben der heruntergezogenen Jalousie, Frühling glänzt ringsum in der Luft und frohlocket über den Feldern. Ich murmelte: »Wir sind… in einer Klinik, und Sie… Sie sind ein Arzt. Ist es mir schlimm ergangen?«</em></p>
<p>So kann auch ein UA-Szenario beginnen, das mit den <strong>Räumen der Renuntiation</strong> spielt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Friedhof in Prag</strong></p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2012/01/FriedhofInPrag.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-3095" title="Eco_23736_MR1.indd" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2012/01/FriedhofInPrag.jpg" alt="" width="120" height="184" /></a>Ecos jüngster Roman ist prall gefüllt mit Details aus dem 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen zynische Fälscher, politische Strippenzieher, dazu gewissenlose Geheimdienste und eine gegen Juden gerichtete Verschwörungssaga, die angebliche Entstehungsgeschichte der „Protokolle der Weisen von Zion“.</p>
<p>Ich bin noch nicht ganz durch damit, aber für mich ist dies der zweite Teil des Foucaultschen Pendels. Auch hier lernt der UA-Enthusiast etwas über die Methoden des verschwörerischen <strong>okkulten Untergrunds</strong>.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Als besonderen Wunsch zu seinem Jubeltag, wollen wir hoffen, dass er mit seinen weiteren Versuchen grandio scheitert.</p>
<p><em>&#8220;Ich versuche ja, von Buch zu Buch immer komplizierter zu werden, um die Leser abzuschrecken.&#8221; –Umberto Eco</em></p>
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		<title>10 Dinge, die dir im Kino passieren können</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 18:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuer(ideen)]]></category>
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		<description><![CDATA[2012 scheint ein gutes Kinojahr zu werden, warum nicht überlegen, was einem Mitglied des okkulten Untergrundes passiert, wenn es sich in ein nach Popcorn duftendes dunkles Filmtheater wagt? 1. Ein erfolgreicher Wurf auf Wahrnehmung bringt dir die Erkenntnis, dass dein Popcorn mit Asche überzogen ist. Warum ein Typ die Asche seiner Großmutter in die Popcorn-Maschine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2012/01/cinema1.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3071" title="Cinema" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2012/01/cinema1.jpg" alt="" width="449" height="309" /></a></p>
<p>2012 scheint <a href="http://kurier.at/kultur/4479091-so-wird-das-kinojahr-2012.php">ein gutes Kinojahr</a> zu werden, warum nicht überlegen, was einem Mitglied des <strong>okkulten Untergrundes</strong> passiert, wenn es sich in ein nach Popcorn duftendes dunkles Filmtheater wagt?</p>
<p>1. Ein erfolgreicher <em>Wurf auf Wahrnehmung</em> bringt dir die Erkenntnis, dass dein Popcorn mit Asche überzogen ist. Warum ein Typ die Asche seiner Großmutter in die Popcorn-Maschine gesteckt hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben, dich kostet dieses Wissen einen Wurf auf <em>Identität Stufe 4</em>. (nach einer wahren Geschichte: <a href="http://flatrock.org.nz/topics/lifestyles/dont_ash_dont_tell.htm%20">Cannibal Corn</a> )</p>
<p>2. Der schlechtgewandete Nerd mit den angeklebten Elfenohren vor Dir quatscht während des gesamten Herrn-der-Ringe Marathons. Wie wär’s, wenn du sie abreißt und an die Leinwand wirfst. Blöderweise bluten sie, wenn du es gemacht hast… (geht auch mit Vulkaniern bei Star-Trek Filmnächten)</p>
<p>3. Oh Mann, Kaugummi unter deinem Sitz. Irgendwer hat damit drei winzige Mäuseschädel festgeklebt. Welcher <strong>Adept</strong> hat da deinen Sitz präpariert?</p>
<p>4. Die beiden Urinsteine im dritten Pissoir von links im Herrenklo sind essbar und verhindern für ein ganzes Jahr das Altern. Vorausgesetzt, der Film, den du gerade anschaust, gewinnt keinen einzigen Filmpreis (keinen Oscar für besten Filmschnitt, keinen MTV – Best Kiss Award, keine goldene Himbeere, nichts!)</p>
<p>5. Für die richtigen Leute und den richtigen Preis besorgt der Kartenabreißer im Foyer auch Flugtickets, Tickets für ausverkaufte Konzert und ein <a href="http://www.unknown-armies.de/artikel/sonderfahrt/">besonderes Busticket</a>.</p>
<p>6. Geh&#8217; in das abgeramschte Kino im Vorort, das, was nur Filme zeigt, die sowieso nächste Woche auf DVD ‘rauskommen. Wähle Dir hier einen Film aus, der so richtig gefloppt ist. Wenn du dann ganz alleine im Saal bist, kann es sein, dass der Vorführer dir den kommenden <a href="http://www.youtube.com/watch?v=4jOU3m_tHtQ">Blockbuster-Kultfilm</a> zeigt, in dem ein brutaler <strong>Serienkiller</strong> seine alleinstehenden Opfer unter einsamen Kinogängern findet.</p>
<p>7. Ist dir aufgefallen, dass im Abspann „Dirk Allan“ als ausführender Produzent stand?</p>
<p>8. Irgendein <strong>Perverser im Trenchcoat</strong> in der letzten Reihe im dunklen Saal ist sich am… du weißt, was ich meine. Das Seltsame ist nur, dass sich in seinen Augen ein völlig anderer Film spiegelt.</p>
<p>9. Mit einem gelungen <em>Wurf auf Seele</em> kannst du die unterschwelligen Botschaften der Dämonen im Film erkennen. Bei einem misslungenen wirst du zusammen mit den anderen Zuschauern von ihnen übernommen.</p>
<p>10. Der Film ist ein Remake von “<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ist_das_Leben_nicht_sch%C3%B6n%3F">Ist das Leben nicht schön</a>”, aber das Leben des Protagonisten scheint auf deinem zu beruhen. Am Ende des Filmes kommt der Platzanweiser auf dich zu, um dich zu bitten, auch zur nächsten Aufführung zu bleiben. Kostenlos natürlich, mit Komplimenten des <strong>Lichtspielhauses der Renuntiation</strong>.</p>
<p style="font-size: x-small;"><em>Nach einer Idee aus dem englischen Unknown Armies Forum</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Voodoo &#8211; ein weiteres okkultes Paradigma</title>
		<link>http://www.unknown-armies.de/artikel/voodoo-ein-okkultes-paradigma/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 08:44:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
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		<category><![CDATA[Haiti]]></category>
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		<category><![CDATA[Ritual]]></category>
		<category><![CDATA[Unbekannte Gezeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Voodoo]]></category>

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		<description><![CDATA[Da es mit dem Piratenszenario zu diesem Weihnachtsfest noch nicht geklappt hat, hier nun wenigstens ein Artikel über Voodoo, wie es im Goldenen Zeitalter der Piraterie praktiziert wurde. Es wird aber auch moderne Adepten interessieren, denn Voodoo ist auch im 21.ten Jahrhundert eine lebende Religion. Nach verschiedenen Ideen von Mr Unlucky aus dem englischen Unknown Armies [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-size: xx-small; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;">Da es mit dem Piratenszenario zu diesem Weihnachtsfest noch nicht geklappt hat, hier nun wenigstens ein Artikel über Voodoo, wie es im <strong><a href="http://www.unknown-armies.de/artikel/unbekannte-gezeiten-%e2%80%93-leinen-los/">Goldenen Zeitalter der Piraterie</a> </strong>praktiziert wurde. Es wird aber auch moderne Adepten interessieren, denn <a href="http://www.unknown-armies.de/artikel/zombie-coffee-girls/">Voodoo</a> ist auch im 21.ten Jahrhundert eine lebende Religion. Nach verschiedenen Ideen von Mr Unlucky aus dem englischen Unknown Armies Forum.</p>
<p>Die meisten afrikanischen Sklaven, die man im 16. Jahrhundert nach <a href="http://www.unknown-armies.de/artikel/inside-voodoo/">Haiti</a> oder in den <a href="http://www.unknown-armies.de/artikel/ein-nsc-wie-im-film-margret-krusemark-die-hexe-von-wellesly/">Süden der USA</a> brachte, waren Angehörige der Ethnien Yoruba oder Bantu in Westafrika. Die französischen Kolonialherren verboten ihnen die Ausübung ihres Glaubens und führten den Katholizismus als offizielle Religion ein. Nachdem Haiti am 31. Dezember 1804 die Unabhängigkeit von Frankreich erlangte, wurden auch die alten Bräuche wieder in Freiheit ausgeübt. Wegen der christlichen Einflüsse unterscheidet sich der amerikanische und karibische Voodoo jedoch von seinem afrikanischen Ursprungsglauben. Viele der Einwohner Haitis bekennen sich neben dem Glauben ihrer Vorfahren auch gleichzeitig zum Christentum und brachten katholische Traditionen in ihre Riten ein. </p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/12/voodoo1.jpg"><img class="alignright  wp-image-3028" title="voodoo1" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/12/voodoo1-300x291.jpg" alt="" width="240" height="233" /></a>So entstand der Synkretismus aus der Not heraus und mit ihm die verschiedenen Ausprägungen des Voodoo (der sich wiederum in unterschiedliche Traditionen unterteilt je nach &#8220;nation&#8221;, also dem Ursprungsgebiet der Sklaven, z.B. Rada, Congo, Petro) und anderer Kulte, wie zum Beispiel Santeria, Macumba, Candomble usw.</p>
<p>Allesamt sind sie Religionen, die in der Gemeinschaft wurzeln und wie die christliche  Kirche ihre Priester, feste Rituale, Feiertage und eine hierarchische Struktur besitzen. Ein Priester wird Houngan, eine Priesterin Mambo genannt.</p>
<p>Voodoo Glaubensgruppen gibt es eigentlich nicht, vielmehr teilen sich die Anhänger des Voodoo in einzelne Gruppen auf. Jede Gruppe verehrt eine bestimmte Tradition, eine heilige Figur oder einen Loa. Der oberste Loa (im Santeria wird von Orishas gesprochen) ist Olorun, ein sehr wichtiger Loa heißt Obatala. Darüber hinaus existieren noch weitere hundert Götter oder Geister. Der oberste Götze ist „Bondye“ (auch „Le Bondieu“ genannt), es folgen „Papa Legba“, als Mittler zwischen den Göttern und Menschen, „Agowu“, ein Dämon, der Stürme und Erdbeben auszulösen vermag, „Damballah“, der Gott der Schlangen, „Erzulie“, Göttin der Schönheit und der Schöpfungskraft und der infame „Baron Samedi”, der Totenwächter.  </p>
<p>Aber wie definiert sich dieser mystische Mischmasch in der Welt des okkulten Untergrunds? Es hat die Form einer Schule oder eines Kultes, andererseits scheint es nur eine Ansammlung von Ritualen zu sein. Wir präsentieren</p>
<p><strong>VOODOO 101</strong></p>
<p>Zentrales Paradox:<br />
Christliche Ikonographie ohne deren Weltanschauung. Reinkarnation, die Verwertung von Seelen und transzendentale Gedankengänge stehen im krassen Gegensatz zum klassischen katholischen Glauben oder dem modernen Christentum an sich. Die Dreifaltigkeit ist dabei noch das kleinste der Probleme.</p>
<p>Angriffszauber:<br />
Der <span style="text-decoration: underline;">schwache Angriffszauber</span> basiert auf der  allseits bekannte <strong>Voodoopuppe</strong>. Dazu muss sie allerdings im Vorhinein auf die Person „programmiert“ werden. Es benötigt zwingend ein symbolisches Element, das dem Opfer gehört, klassischerweise Haare oder Fingernägel. Traditionalisten benutzen Tieropfer, wobei das Tier entweder dem Opfer gehören muss oder  ihm deutlich über mehrere Minuten gezeigt wurde oder eine andere Form von signifikanter Verbindung besteht. Manche Voodoopuppen sind sogar recht allgemein auf eine bestimmte Form von Avataren oder Adepten zugeschnitten und funktioniert bei jeder dieser Personen, wenn der Voodooist nur den Namen des Opfers kennt (manchmal ist es eben doch nicht toll, Teil einer Gruppe zu sein!).</p>
<p>Der <strong>Nimmerendende Tanz</strong> ist der <span style="text-decoration: underline;">starke Angriffszauber</span>. Nachdem der Voodooist sich über Stunden in Trance getanzt hat, kanalisieren sich seine Ladungen in der vorbereiteten Mischung aus Fugu, Tetrodotoxin und duftenden Kräutern und ergeben eine paralytisch-hypnotisch wirkende Droge, die dem Opfer in einer winzigen Dose verabreicht wird. Nach dessen Einnahme verlangsamen sich langsam die lebenswichtigen Körperfunktionen und nach einiger Zeit ist das Opfer klinisch tot. Ein paar Nächten nach der Bestattung gräbt der Magier es wieder aus, füttert sie oder ihn mit dem Zombiekürbis und besitzt einen treuen Sklaven (s. GRW). Bis dahin hat der angehende <strong>Zombie</strong> bereits mehrere <em>Trauma-Würfe gegen Hilflosigkeit</em> (<em>Stufe 10</em>) hinter sich und gilt als gebrochen. Sein Körper verrottet nicht und kann sich nur bewegen, wenn der Voodooist es befielt. Diese Zombies erkennt man an ihren langsamen Bewegungen, glasigen Augen, eingeschränkter Artikulationsfähigkeit und allgemein an verminderter Intelligenz (Regeltechnisch erleidet das Opfer einen Verlust von 25 Punkten in <em>Seele</em> und <em>Verstand</em>. Ausserdem kann es weder <em>Obssesionen</em> noch <em>Temperamente</em> ausleben und muss, natürlich, seinem Herren aufs Wort gehorchen). Einen Zombie aus diesem Bann zu befreien, benötigt einen mächtigen Gegenzauber, der angeblich im Laufe der Jahrhunderten verloren gegangen ist. Der okkulte Untergrund munkelt, dass man dafür mindestens den Zombie selbst und die linke Hand des Voodooisten benötigt.</p>
<p>Rituale:<br />
Voodoo arbeitet meistens mit der Bindung von <strong>Dämonen</strong> (oder wie bei den Angriffszaubern mit den Seelen noch lebender Menschen). Ihre Hauptstärke liegt dabei in einer Katalogisierung der unterschiedlichsten Dämonen durch das Einführen des Systems der <strong>Loa</strong>. So kann ein Voodooist, wenn er die richtige Loa gefunden hat, seinen Einfluss gelten machen. Eine Mambo würde zwar behaupten, der Loa würde sie „reiten“, in Wirklichkeit nutzt sie ihren <strong>ritualisierten Veitstanz</strong>, um den Dämonen unter ihre Herrschaft zu zwingen. Verstärkt wird der Bund durch bestimmte Jahresdaten und das Verwenden von <strong>Veves</strong>. Ein Blick in das Kapitel „<strong><em>Statthalterrituale</em></strong>“ im GRW kann eine Idee geben, wie der Bonus für die verschiedenen symbolischen Elemente bei Verzauberungen aussehen kann.</p>
<p>Gemeinhin können so sämtliche Zauber der verschiedenen Adeptenschulen durch ein Voodooritual ersetzt werden. Der okkulte Untergrund spottet über (und fürchtet) diesen „Mystischen Gemischtwarenhandel“ nicht umsonst.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/12/Voodoo_31.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-3030" title="Voodoo_3" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/12/Voodoo_31-1024x576.jpg" alt="" width="430" height="242" /></a></p>
<p>Tabu:  <br />
Ein Voodooist darf niemals eine Loa um ihren Lohn betrügen. War sie ihm in irgendeiner Weise dienlich, so muß er etwas für sie tun. Während in den meisten Fällen reicht, ihnen symbolisch Essen oder Trinken (insbesondere Rum) zu kredenzen, kommt es mitunter vor, dass der Loa den Körper des Adepten für einige Zeit übernimmt (s. das Kapitel „<strong><em>Dämonen</em></strong>“ im GRW). Zudem darf er eine einmal bezauberte Person nicht ein weiteres Mal durch Zauber schaden, ohne dass diese ihm in der Zwischenzeit auf vergleichbarer Weise Schaden zugefügt hat . Die Idee eines Ausgleichs der Macht ist für diese Magieschule zwingend.</p>
<p>Ladungen:<br />
<span style="text-decoration: underline;">Wie man eine <strong>schwache Ladung</strong> erhält</span>: Durch ein tägliches mindestens vier Stunden dauerndes Ritual vor dem selbstgebautem Voodoo-Schrein kann der Adept eine schwache Ladung erhalten.<br />
<span style="text-decoration: underline;">Wie man eine <strong>starke  Ladung</strong> erhält</span>: Grands Maitres sind geheimen Aufrufungen, Rezitationen und Formeln, die man in einem stundenlangen Tanz zelebrieren kann. Diese Rituale können nur an bestimmten Tagen eines Monats ausgeführt werden (mit so freundlichen Namen wie „Cassé Gâteaux“, „Fête Guédé“ oder „Mangé Gran-Bois“) und geben dem Adepten eine starke Ladung.<br />
<span style="text-decoration: underline;">Wie man eine <strong>mächtige Ladung</strong> erhält</span>: Einen der großen Loas über Tage reiten. Einen neuen Typ von Loa entdecken.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Ladungen zu Spielbeginn</span>: Ein Voodooist startet mit fünf schwachen Ladungen.</p>
<p>Terminologie:</p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline;">Gris-gris</span>: Der Ritualbeutel, den jeder gläubige Houngan sein Eigen nennt, je nach Kulturkreis vollgestopft mit billigen Schmuckstücken, Fetischen und Knochenstücken. Schützt vor magischen Angriffen und sammelt magische Ladungen.</li>
<li><span style="text-decoration: underline;">Ritt</span>:  Das Binden eines Loas an einen willigen Teilnehmer eines Rituals, welches auch der Houngan selbst sein kann.</li>
<li><span style="text-decoration: underline;">Ronde-des-Ames</span> (Seelenzirkel): das soziale Netzwerk im Voodoo das die ganze Welt umspannt. Die Schnelligkeit des Informationsflusses basiert natürlich darauf, dass auch Loas zu den Freunden eines Freudes gehören können.</li>
<li><span style="text-decoration: underline;">Veves</span>: Das Grafitti-Tag des Voodooisten. Es wird üblicherweise mit staubförmigen Materialien, beispielsweise zerstoßenen Eierschalen, Maismehl oder einfach mit Kreide auf dem Boden gezeichnet. Die Macht eines Veves steigt mit dem Grad korrekter Details in der Zeichnung.</li>
</ul>
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		<title>Battle on the Weihnachtsmarkt</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 00:11:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Schaufenster sind festlich geschmückt, von den Weihnachts- markt-Buden wehen die Bruch- stücke eines Weihnachtslied herüber, und in der Luft liegt der süßliche Geruch von Glühwein. Eigentlich ist alles perfekt festlich an diesem vierten Advents- wochenende am Samstagnach- mittag – doch für echte Weihnachts- stimmung ist es hier in der Fußgängerzone zu trubelig. Vor Buden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/12/impulskaeuferin.jpg"><img class="alignright  wp-image-3000" title="Impulskaeuferin" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/12/impulskaeuferin-300x271.jpg" alt="" width="300" height="286" /></a>Die Schaufenster sind festlich geschmückt, von den Weihnachts- markt-Buden wehen die Bruch- stücke eines Weihnachtslied herüber, und in der Luft liegt der süßliche Geruch von Glühwein. Eigentlich ist alles perfekt festlich an diesem vierten Advents- wochenende am Samstagnach- mittag – doch für echte Weihnachts- stimmung ist es hier in der Fußgängerzone zu trubelig. Vor Buden und Geschäften drängen sich tausende Menschen. Der Countdown zum Fest läuft &#8211; für Besinnlichkeit ist wenig Platz.</p>
<p>Dies ist der Austragungsort des ultimativen Kampfes der <strong>Gottesläuferinnen der Impulskäuferin</strong>.</p>
<p>Die Ausscheidungskämpfe erfolgten bei Ebay, so konnte man Anfang des Jahres auf den <a href="http://www.obsidianportal.com/campaigns/ua-seattle/forum"><strong>Mak-Attack Foren</strong></a> lesen.</p>
<p><a href="http://www.rpg.net/reviews/archive/9/9370.phtml"><strong>admin@</strong></a> hat die Rohdaten gesammelt. Auktionen von Objekten, die eigentlich absolut wertlos sind – Imitationen antiker Füllfederhalter, angekitschte Porzellankätzchen, abgelaufene Busfahrscheine -, die Preise in <a href="http://www.rundschau-online.de/html/fotolines/1297433568346/rahmen.shtml?16"><strong>absurder Höhe</strong></a> von mehreren Hunderttausend Euros erreichen. Doch das Besitzen scheint nicht wichtig zu sein, kurz nach Erreichen werden die Angebote (scheinbar) in Einverständnis gecancelt.</p>
<p>Mac-Attacs Auswertung zeigt, dass es sich dabei meist um <strong>Hausfrauen aus Vororten</strong> handelt, die die Scheckkarten ihrer Ehemänner bis zum Limit ausreizen. Doch einige dieser Karten sind auch nicht verfolgbar, nicht mal für die begnadeten Network-Usage-Analysten im Auftrag des Schotten. Interessant auch, dass diese Leute nachweislich keine vollautomatische Gebotsagenten nutzen, sie sitzen vor dem Rechner und verlassen sich auf ihre Fingerfertigkeit, um in der letzten Sekunde als Siegerin vom (Markt-)Platz zu gehen. Nicht wenige im okkulten Untergrund sagen, dass es sich um den modernen Nachfolger des <strong>Avatar des Gunslingers</strong> handelt.</p>
<p>Und nun kommt es zum Showdown, irgendwo auf einem Weihnachtsmarkt der Republik,dem Symbol für den alljährlichen Kaufrausch. Schnappt euch ein Glas bitteren Glühweins und bestaunt den Aufstieg der hochhackigen Göttin in den <strong>Unsichtbaren Rat</strong>!</p>
<p style="font-size: x-small;">Nach einer Idee von Menzoa aus dem englischen <a href="http://ua.johntynes.com/">UA-Forum</a>.</p>
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		<title>Angriff der Nikoläuse</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 02:33:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Nikolausarmee (engl. Army of St. Nicholas) ist eine weltweit operierenden Organisation, die sich dem Schutz kleiner Kinder vor den Schrecken des Übernatürlichen verschrieben hat. Ihr Netzwerk hat keinen globalen Einfluss, doch sie haben sichere Chatrooms und Server, auf denen sie Informationen über seltsame Angriffe auf Minderjährige speichern, auswerten und die Ergebnisse diskutieren. Sie wissen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/12/ArmyOfStNicolas.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2969" title="ArmyOfStNicolas" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/12/ArmyOfStNicolas-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a></p>
<p>Die <strong>Nikolausarmee</strong> (engl. <strong>Army of St. Nicholas</strong>) ist eine weltweit operierenden Organisation, die sich dem Schutz kleiner Kinder vor den Schrecken des Übernatürlichen verschrieben hat. Ihr Netzwerk hat keinen globalen Einfluss, doch sie haben sichere Chatrooms und Server, auf denen sie Informationen über seltsame Angriffe auf Minderjährige speichern, auswerten und die Ergebnisse diskutieren. Sie wissen, dass Kinder, mit den verformbarsten aller Gemüter, ein stetes Ziel von okkulten Gruppen sind, die die Macht ihres <strong>Gottläufers</strong> im <strong>unsichtbaren Rat</strong> stärken wollen. Insbesondere eine Gruppe gefallener Avatare, die als die „<strong><a href="http://www.unknown-armies.de/artikel/kleine-angste-fur-unknown-armies/">Sieben Könige</a></strong>“ bekannt sind und über eine große Zahl an übernatürlichen Wesenheiten gebieten, trachten den Kindern nach ihrer unschuldigen Seele. Natürlich verfolgen auch einige Mitglieder der <strong>Nikolausarmee</strong> den Weg eines <strong>Avatars</strong>, dem des „<strong>Großen Bruders</strong>“. Die Mitglieder der Armee bleiben stets anonym und nützen in der Online-Community allesamt Variationen des Namens &#8220;Nikolaus&#8221; wie Nico, Nikki oder Nicola. Der okkulte Untergrund nennt sie meist einfach die &#8220;Nicks&#8221;.</p>
<p>Es gab in der Vergangenheit Mitglieder, die mit Kindesmissbrauch in Verbindung gebracht wurden, sodass inzwischen einige verdeckte Ermittler offizieller Behörden sicherstellen, dass die Armee vor dem Unterwanderung durch Päderasten geschützt wird. Der Makel konnte jedoch nie mehr von den &#8220;Nicks&#8221; genommen werden.</p>
<p>Hier ein paar <strong>geheime Schnappschüsse</strong> aus dem <a href="http://sketchysantas.failblog.org/">Familienalbum</a>.</p>
<p>Als kleines Nikolausgeschenk verteilt das <strong>Haus der Renunziation</strong> dieses Jahr ein<br />
<strong><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/12/Kinderspiele_UnknownArmies_KleineAengste_Crossover.pdf">Kleine-Ängste/Unknown-Armies Crossover</a></strong>.</p>
<p>Wir hoffen, ihr habt Spass daran!</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/12/Kinderspiele_UnknownArmies_KleineAengste_Crossover.pdf"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2967" title="Kinderspiele_Cover" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/12/Kinderspiele_Cover-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Fritz Langs Projektor und die Silver-Screen-Geister</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 00:23:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fritz Lang, der 1890 in Wien geborene Regisseur, wurde schnell zum Star. In den 20er Jahren stand er, wie kein anderer, für den Begriff Großfilm. „Der müde Tod“, „Dr. Mabuse“, „Die Nibelungen“, „Metropolis“ –  das waren Filme, deren Budget alles Dagewesene übertraf. Schon früh rankten sich Legenden um Lang und sein Leben. Der Tod seiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fritz Lang, der 1890 in Wien geborene Regisseur, wurde schnell zum Star. In den 20er Jahren stand er, wie kein anderer, für den Begriff Großfilm. „<strong>Der müde Tod</strong>“, „<strong>Dr. Mabuse</strong>“, „<strong>Die Nibelungen</strong>“, „<strong>Metropolis</strong>“ –  das waren Filme, deren Budget alles Dagewesene übertraf.<br />
Schon früh rankten sich Legenden um Lang und sein Leben. Der Tod seiner ersten Ehefrau brachte ihn ins Zwielicht. Sie starb durch einen Schuss in die Brust, doch das offizielle polizeiliche Untersuchungsergebnis Selbstmord steht bis heute in Frage. Lang hat immer behauptet, es gebe auf der einen Seite seine Filme, auf der anderen sein Leben. Und das eine habe mit dem anderen wenig zu tun.</p>
<p>1933 floh er vor den Nazis aus Deutschland. Als er nach Amerika kam, hatte er bereits einen Vertrag in der Tasche.  <strong>Gary Cooper</strong>, <strong>Marlene Dietrich</strong> oder auch <strong>Marilyn Monroe</strong> spielten für ihn. Doch die Produktionen wurden kleiner, hatten eher dokumentarischen und gesellschaftskritischen Charakter.  Wegen seiner antinazistischen Filme und seiner Bekanntschaft mit <strong>Bertolt Brecht</strong> und <strong>Hanns Eisler</strong> geriet er ins Blickfeld des Kommunistenjägers <strong>McCarthy</strong>.  Eine kurze Rückkehr nach Deutschland Ende der Fünfziger wurde zum Fiasko:  „<strong>Der Tiger von Eschnapur</strong>“ und „<strong>Die 1000 Augen des Dr. Mabuse</strong>“ wurden von der Kritik lächerlich gemacht. Seine fortschreitende Erblindung zwang Lang ohnehin aufzuhören. In den letzten Jahren seines Lebens wurde es still um ihn. Am 2. August 1976 starb Fritz Lang in <strong>Beverly Hills</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/11/cinema_lang1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2858" title="cinema_lang" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/11/cinema_lang1.jpg" alt="" width="442" height="177" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch für den <strong>okkulten Untergrund</strong> blieb er ein steter Quell von Gerüchten, die viele nervös oder gierig machten. Und so gab es immer wieder Nachforschungen nach dem wahren Leben des Fritz Langs. Mancher Zufall kam dabei zu Hilfe und so kamen mehrere Angestellte  von <strong>Mak Attax</strong> 2010 in den Besitz von mehrere tausend Blatt persönlicher Korrespondenz, ein bis dahin völlig unerschlossener Schatz. Handwerker hatten die Unterlagen in einem Badezimmerschrank von Langs ehemaligem Haus in L. A. gefunden, lange nachdem dessen Witwe, seine dritte Ehefrau Lily Latté, gestorben war.</p>
<p>Lang war (bis zu seinem Zusammentreffen mit <strong>Orson Welles</strong>) der weltweit erfolgreichste <strong>Cinemant</strong>. Er konnte von seinem Regiestuhl aus Realitäten verändern und sogar  erschaffen.</p>
<p>Während der Dreharbeiten zu „<strong>Rancho Notorious</strong>“ (1952) schenkte <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marlene_Dietrich">Marlene Dietrich</a></strong> ihm eine Filmprojektor (Augenzeugen widersprechen sich bei der Frage der Marke „<strong>Bell-Howell</strong>“ oder „<strong>Ampro Premier</strong>“), den sie <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_von_Sternberg">Josef von Sternberg</a> </strong>während des Drehs von &#8220;<strong>The Devil is a Woman</strong>&#8221; (1935) gestohlen hatte.</p>
<p>Marlene soll den Projektor später –aufgrund ihrer Unstimmigkeiten während „Rancho Notorious“-  später wieder an sich genommen und ihn 1958 als Dank für ihre Rolle in „<strong>Touch of Evil</strong>&#8221; an <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orson_Welles">Orson Welles</a></strong> vergeben haben. Das könnte auch den spontanen Karrierebruch in Langs Schaffen erklären.</p>
<p><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/11/bellhowell.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2860" style="border: black 1px solid;" title="bellhowell" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/11/bellhowell-300x279.jpg" alt="" width="216" height="190" /></a>Nichtsdestotrotz entwickelte der Projektor in Langs Händen bemerkenswerte Fähigkeiten, die in den verschiedensten Tagebücher und Memoiren derjenigen Gästen, die an seinen ausschweifenden Partys teilnahmen, festgehalten wurden. Ob Lang zufällig darüber stieß oder er durch die fortwährenden Versuche <strong>von Sternbergs</strong>, wieder an sein Gerät zu kommen, Ideen von den mystischen Fähigkeiten des Bell-Howell bekam, ist inzwischen nicht mehr heraus zu bekommen.</p>
<p>Lang war in der Lage mittels des Projektors und eines durch Zeitzeugen nur unvollständig beschriebenen Rituals “geisterhafte Bilder” zu beschwören. Diese „Bilder” konnten physisch mit Gästen interagieren, einem Mann durchs Haar streichen oder sogar seine Krawatte richten. Diese „Geister“ konnte sogar ein Gespräch führen. Allerdings war ihr Wissen stets auf die „Rolle“ beschränkt, die sie zu spielen hatten.</p>
<p>1960, nach dem Fiasko von „<strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=BE2t8Lcah8k">Die 1000 Augen des Dr. Mabuse</a></strong>” und immer noch im Zielkreuz des <strong>FBI</strong>s (besser gesagt in dem der Abteilung <strong><a href="http://www.unknown-armies.de/artikel/psycint/">PSYCINT</a></strong> ) bekam Lang schwere psychische Problem, brach  in die Villa von <strong>Orson Welles</strong> ein, der zu dieser Zeit in Italien drehte, und zeigte auf dem Projektor eine Rolle alten Films nach der anderen. Dies brachte eine gewaltige Menge dieser <strong>„Silver Screen “-Geister</strong> in die reale Welt. Während einige sich bereits nach kurzer Zeit wieder auflösten, blieben andere stofflich und sind seither unter uns.</p>
<p>Insbesondere erzählt man von einer eigenartigen Erscheinung, die <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=6Xmz-p9FYW8&amp;feature=related">Bela Lugosi</a></strong> in seinem weltberühmten Graf-Dracula-Kostüm gleicht, welche immer noch durch Nordamerika streift und von den <strong>Schläfern</strong> im Zusammenhang mit einigen bizarren Morden in <strong>Mexiko City</strong> gesucht wird.</p>
<p>Seit diesem Zeitpunkt ist es interessanterweise immer einfacher geworden, den Projektor zu nutzen. Inzwischen kann auf das Ritual vollständig verzichtet werden, jedoch kann man ausschließlich durch das Abspielen von Schwarz-Weiß-Filmen diese <strong>„Silver Screen“-Geister</strong> manifestieren.</p>
<p>Angeblich soll sich der Bell-Howell derzeit im Besitz <strong>eines bekannten deutschsprachigen Regisseurs</strong> befinden, der ihn als Waffe gegen seine Konkurrenz in Hollywood dient. Diese werden nun von Herrscharen von durchscheinenden Cowboys, Buckligen, Werwölfen und Vampiren belästigt, die die Häuser und Studios verschiedenster Studiogrößen belagern, Kulissen sabotieren und Drehzeiten verzögern. Die <strong>Macher von Hollywood</strong> lassen das natürlich nicht an die Öffentlichkeit dringen.</p>
<p>Dieser Typ, den die okkulte Szene nur als „<strong>M</strong>“ kennt, sucht im Moment Adepten, die ihm dabei helfen, den Projektor für Farbfilme brauchbar zu machen. Nach dem <strong>3D-Boom</strong> der letzten Jahre soll dies der neue Hype werden.</p>
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		<title>Fünf Dinge, die man auf dem Flohmarkt gefunden hat</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 18:23:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einen Wandvorhang aus Makramee Unter einem Stapel alter Hausmatten und Badevorhänge lugt ein Makrameewandvorhang im Stil eines indianischen Traumfängers hervor. Dieses 20 mal 20 Zentimeter große Netz aus bunten Fäden und zusammengedrehten Taubenfedern beginnt, wenn man es in Mondlicht taucht, wie eine gewaltige Sternenkarte zu wirken. Bei jedem Vollmond kommt dabei jeweils eine bestimmte Konstellation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/11/corona-garage-sale1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2873" title="Flohmarkt" src="http://www.unknown-armies.de/wp-content/uploads/2011/11/corona-garage-sale1.jpg" alt="" width="502" height="377" /></a><strong></strong></p>
<p><strong>Einen Wandvorhang aus Makramee</strong><br />
Unter einem Stapel alter Hausmatten und Badevorhänge lugt ein Makrameewandvorhang im Stil eines <strong>indianischen Traumfängers</strong> hervor. Dieses 20 mal 20 Zentimeter große Netz aus <strong>bunten Fäden</strong> und <strong>zusammengedrehten Taubenfedern</strong> beginnt, wenn man es in Mondlicht taucht, wie eine gewaltige Sternenkarte zu wirken. Bei jedem <strong>Vollmond</strong> kommt dabei jeweils <strong>eine bestimmte Konstellation</strong> in den Vordergrund, die durch Fäden einer besonderen Stärke und Farbe verbunden ist. Es gibt keine augenscheinliche Verbindung zwischen diesen Sternen und denen, die man von der Erde aus beobachten kann.<br />
 <br />
<strong>Eine Schachtel Wackelköpfe</strong><br />
In einer Karton, in dem früher Schnapsflaschen verkauft wurden, finden sich zwei Dutzend <strong>Wackelkopffiguren</strong> aus billigem Plastik. Sie stellen Menschen in alltäglichen Situationen des Lebens dar und wirken so, als ob sie aus einer einzelnen Serie kommen. Auf jeder der Figuren sind mit Akrylfarben schwere Wunden aufgemalt worden. Es gibt keine Informationen über einen Hersteller, aber alle tragen <strong>kleine Plaketten</strong> mit Daten zwischen dem 4. Juni 1962 bis zum 28. Oktober 1976. Macht man sich die Mühe, so findet <strong>im örtlichen Polizeiarchiv</strong> Berichte über das Verschwinden verschiedener Personen zu genau diesen Daten.<br />
 <br />
<strong>Ein gefülltes Einmachglas</strong><br />
Ein 250-ml Einmachglas mit einer unidentifizierbaren bräunlichen Flüssigkeit und ohne Aufkleber. Öffnet man den Deckel, so finden sich auf der Innenseite des Deckels einige <strong>alchemistischen Zeichen</strong>. Dreht man das Glas so, dass die Unterseite nicht von der braunen Flüssigkeit benetzt wird, sieht man auf der Glasinnenseite<strong> winzige Handabdrücke</strong> und einige feine Haarrisse.<br />
 <br />
<strong>Plastik-Jesus</strong><br />
In einer Schachtel Gesangsbücher in <strong><a href="http://multitree.org/codes/kbp">Kabye</a></strong> liegt ein zwölf Zentimeter großes elfenbeinfarbenes <strong>Plastikkruzifix</strong>, das von einem braunen Staubtuch geschützt wird, das wiederum von einem 23 Zentimeter langem Stromkabel umschlungen ist. Das Kabel führt in die Rückseite des Kreuzes und wenn man es an eine Steckdose anschließt, leuchten <strong>das Gesicht</strong> und <strong>die Hände</strong> der Jesusfigur in einem sanften Ton. Überprüft man das Kabel, kann man erkennen, dass es gebrochen ist und eigentlich keinen Strom transportieren kann.</p>
<p><strong>Lotterielose</strong><br />
Eine Kaffeedose ist halbvoll mit größtenteils geöffneten Losen gefüllt. Auf jedem Los steht ein Sachgeschenk gedruckt („Ein Eierkocher“, „Ein Toaster“, „Ein Radioempfänger“), auf der Rückseite steht <strong>in verschiedenen Handschriften</strong> jeweils ein Name und eine Telefonnummer. Keiner der Namen und keine der Telefonnummer wiederholt sich. Auf einigen wenigen finden sich etwas „seltsamere“ Aufdrucke wie „Meine Seele“ oder „Die Liebe meines Lebens“. Es gibt noch sechs ungeöffnete Lose.</p>
<p>(nach einer Idee von Greykev aus dem amerikanischen UA-Forum)</p>
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		<title>ASW: Feuer</title>
		<link>http://www.unknown-armies.de/artikel/asw-feuer/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 19:04:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[A Softer World]]></category>
		<category><![CDATA[Alchemie]]></category>
		<category><![CDATA[Annihilomant]]></category>
		<category><![CDATA[ASW]]></category>
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		<category><![CDATA[Okkulter Untergrund]]></category>
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		<description><![CDATA[Feuer ist im globalen Bewusstsein tief verankert. Die erste Erfindung des denkenden Menschen. Ein klassisches Element der Alchemie. Es wärmt sowohl die Haut des Königs als auch die der Untertanen. Es verbrennt Papier, Holz und Fleisch ohne einen Unterschied zu machen. Es ist das reinigende Feuer, das Respekt verdient und der große Zerstörer, vor dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.asofterworld.com/index.php?id=298"><img src="http://www.asofterworld.com/clean/kerosene.jpg" alt="ASW: Kerosene" width="466" height="169" /></a></p>
<p><strong>Feuer</strong> ist im globalen Bewusstsein tief verankert. Die erste Erfindung des denkenden Menschen. Ein klassisches Element der <strong>Alchemie</strong>. Es wärmt sowohl die Haut des Königs als auch die der Untertanen. Es verbrennt Papier, Holz und Fleisch ohne einen Unterschied zu machen. Es ist das reinigende Feuer, das Respekt verdient und der große Zerstörer, vor dem man sich fürchten muss.</p>
<p>Neben dem klassischen Annihilomanten des okkulten Untergrunds gibt es seit Jahrhunderten einen Kult von Pyromantinnen genannt „<strong>Die Töchter des Aetna</strong>“.</p>
<p>Diese wissen, dass jedes Feuer eine Seele und eine Persönlichkeit besitzt. Dass die Bewegungen der Flammen einem Geheimnisse verraten können. Dass das Feuer ein Freund ist, das einen warm hält und die Feinde verbrennt.</p>
<p>Sie schufen ihre mächtigen Ladungen bei den gewaltigen Bränden von <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Brand_Roms">Rom</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Brand_von_London">London</a> </strong>und<strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Brand_von_Chicago">Chicago</a></strong>, doch seit sie sich beim <strong>großen Brand von Rom</strong> (64 nach Christus) aus der Deckung wagten, haben sie einen okkulten Gegenspieler, der ebenfalls bis in die heutige Zeit, mit den „Töchtern“ im Widerstreit liegt, die „<strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vigiles">Vigiles</a></strong>“.</p>
<p>Diese haben auch heute traditionsgemäß in jeder der vielen <strong>Feuerwehren</strong>, die es in allen Ländern gibt, ihre Kontaktleute und sind meist besser informiert als die fast allwissenden Schläfer. Bekannt sind diese „Wächter“, neben ihre <a href="http://www.focus.de/finanzen/karriere/perspektiven/berufe/feuerwehr-frauen-erobern-maennerdomaene_aid_339080.html">Mysogenie</a>, vor allem durch ihr skrupelloses Vorgehen gegen jedwede Form von Brandstifter, die sie –ironischerweise – meistens einem grausamen Flammentod übergeben.</p>
<p><img src="http://www.dlr.de/next/Portaldata/69/Resources/images/4_energie/4_2_gasturbinen/4_2_5_flammenforschung/Headergrafik_Flammen_722x226.jpg" alt="Feuer" width="455" height="142" /></p>
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		<title>Review: Dylan Dog</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 16:32:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wendigogo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Ex-Scotland-Yard-Mitarbeiter, der an Flugangst leidet, ein trockener Alkoholiker, der ausschließlich dunkle Jeans, ein rotes Oberhemd und ein schwarzes Sakko trägt (wovon er ein Dutzend identisch aussehende, im Kleiderschrank hat), ein selbsternannter Detektiv des Grauens (&#8220;indagatore dell´incubo&#8221;), der zugleich ein hoffnungsloser Romantiker und melancholischer Frauenfreund ist, Fahrer eines alten VW-Käfers mit dem Kennzeichen &#8220;DYD 666&#8243; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" title="Dylan Dog" src="http://www.dylandogfansclub.org/dylan3.gif" alt="" width="189" height="561" />Ein Ex-Scotland-Yard-Mitarbeiter, der an Flugangst leidet, ein trockener Alkoholiker, der ausschließlich dunkle Jeans, ein rotes Oberhemd und ein schwarzes Sakko trägt (wovon er ein Dutzend identisch aussehende, im Kleiderschrank hat), ein selbsternannter Detektiv des Grauens (&#8220;indagatore dell´incubo&#8221;), der zugleich ein hoffnungsloser Romantiker und melancholischer Frauenfreund ist, Fahrer eines alten VW-Käfers mit dem Kennzeichen &#8220;DYD 666&#8243; und Arbeitgeber eines Assistenten, der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Groucho_Marx">Groucho Marx</a> nicht nur ähnlich sieht, sondern auch so heißt und dem filmischen Original in punkto dämlich-tiefgründiger Kommentare in nichts nachsteht. Um sich zu entspannen, spielt er uncoolerweise Flöte oder bastelt Modellschiffe. Trinken hat er, nachdem er seine Sucht besiegt hat, aufgegeben, dafür versucht er jetzt regelmäßig wieder anzufangen zu rauchen, um cooler zu wirken.</p>
<p>Es ist erstaunlich, weshalb er überhaupt immer wieder heil aus seinen Fällen herauskommt &#8211; dafür sterben andere umso häufiger. Der Tod, in der Gestalt eines traditionellen Skeletts mit Roben oder als die wunderschöne Frau namens <strong>Hope</strong>, ist in den Comics omnipräsent. Alles andere sind Monster des Tages, die die feste Sitcom-Welt besuchen und wieder verschwinden. Es gibt Zombies, Vampire, Werwölfe, Gespenster, Hexen, Jack the Ripper, Frankenstein, Dr. Jekyll, gerne mal alles auf einmal. Dass übernatürliches Zeug existiert ist gar keine Frage. Die wahren Monster sind jedoch meist die Menschen &#8211; und Dylan durchaus einer von ihnen.</p>
<p>Dabei nimmt sich Dylan selbst nicht allzu ernst. Ganz bewusst hat der Autor und Journalist <a href="http://www.msw-medienservice.de/schwarzerklecks/autoren/sclavi/">Tiziano Sclavi</a> hier einen <strong>Antihelden</strong> geschaffen und damit eine Kultfigur des  italienischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fumetti_neri">fumetti</a>, der vom ersten Jahr (1986) an in Italien (und später anderswo in der Welt) einen unglaublichen Erfolg genießt. Dies ist nicht zuletzt der außergewöhnlichen Schwarzweiß-Düsternis der Zeichnungen sowie dem filmischen Touch zu verdanken, der die komplette Serie durchzieht, wobei letzterer bisweilen in eine ziemliche Filmzitate-Sammlung ausartet, ohne jedoch die Story zu stören oder zu gefährden &#8211; oder gar über Gebühr zu ironisieren. Das geht soweit, dass große Teile bekannter Erzählungen, wie “<strong>Das Schweigen der Lämmer</strong>“ oder “<strong>The Green Mile</strong>“ in einzelnen Folgen verarbeitet werden.<br />
Und Sclavi macht kein Geheimnis aus den Werken, die ihn beeinflusst haben. Da wäre in erster Linie <strong>David Lynch</strong> (insbesondere &#8220;Elephant Man&#8221;), <strong>Todd Browning</strong>s &#8220;Freaks&#8221; und immer wieder <strong>Alfred Hitchcock</strong>. Geschmeichelt von <strong>Umberto Eco</strong>s offener Verehrung baut Sclavi auch häufiger Zitate dieses Meisters ein. Dylan selbst ist optisch dem Schauspieler<strong> Rupert Everett</strong> nachempfunden, sein Name dem Autor <strong>Dylan Thomas</strong> entliehen, seine Adresse, Craven Road 7, dem Regisseur <strong>Wes Craven</strong>.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter" title="Dylan and Friends" src="http://wp.modernfilmzine.com/wp-content/uploads/2009/02/dylan1.jpg" alt="" width="337" height="480" /><br />
<strong>Dylan und Unknown Armies</strong></p>
<p>Doch ungeachtet der brodelnden Zitateküche nehmen Sclavi und seine Zeichner die Gestalt Dylan Dog ernst, auch wenn künstlerische Brechungen und Verfremdungseffekte immer wieder durch die Geschichten mäandern. Und das ist es auch, was die Figur für den <strong>Unknown-Armies-Spielleiter</strong> interessant macht. Die Geschichten spielen mit Zitaten aus der Horror-Welt und ordnet sie neu und überraschend und durchbricht auch mal die “<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vierte_Wand">Vierte Wand</a>”, wenn der Zeichner von Dylans Zombie-Abenteuer selbst in einer Welt von <strong>Zombies</strong> lebt. Und deshalb ist die Frage nach Realität und Fiktion in den Geschichten mehr als fliessend. Ähnlich wie sein ernsteres Alter-Ego <a href="http://www.unknown-armies.de/artikel/review-hellblazer-comic/">John Constantine</a> lebt er in einem <strong>okkulten Untergrund</strong> parallel zur normalen Gesellschaft.</p>
<p>2001 brachte der <a href="http://www.carlsen.de/">Carlsen-Verlag</a> den Comic in Deutschland auf den Markt. Aufgrund mangelnder Nachfrage stellte er allerdings die Serie nach Band 20 im November 2002 wieder ein. Die Edition <a href="http://www.msw-medienservice.de/schwarzerklecks/titel/dylandog/">Schwarzer Klecks</a> führt die Serie dankenswerterweise seitdem in niedriger Auflage monatlich fort. Da man sich bei dieser Ausgabe auf ein &#8220;Best of&#8221; beschränkt (wohl leider auch beschränken muß), fehlt eine klare Chronologie.</p>
<p>Optisch halten die wunderschönen Coverillustrationen von <a href="http://www.comicartfans.com/comic-artists/claudio_villa.asp"><strong>Claudio Villa</strong></a> und später<strong> <a href="http://www.comicartfans.com/comic-artists/angelo_stano.asp">Angelo Stano</a></strong> die einzelnen Ausgaben zusammen. Für die amerikanische Version wurde <a href="http://www.artofmikemignola.com/"><strong>Mike Mignola</strong></a> bemüht. Man findet eine Vielzahl an Autoren und Künstlern, die sich an dem Setting versuchen, ähnlich wie die verschiedensten Regisseure einzelne Episoden einer TV-Serie drehen, mit meist sehr gutem Ergebnis. Die schönsten Geschichten erzählt nach wie vor Tiziano Sclavi selbst, der schließlich einen guten Teil seiner Person auf Dylan projiziert hat.</p>
<p><strong>Dylan abseits des Comics</strong></p>
<p>Es gab Computerspiele (Dylan Dog &#8211; The Murderers)  und sogar ein kurzlebiges Rollenspiel (Dylan Dog &#8211; Il Gioco dell&#8217;Incubo), doch 1994 erschien der großartige Film “<a href="http://www.youtube.com/watch?v=XVEhAw7bGx4&amp;feature=related">Dellamorte Dellamore</a>” mit dem damals nicht allzu bekannten <strong>Rupert Everett</strong> in der Hauptrolle. Regie führte der gelehrige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dario_Argento">Argento</a>-Schüler <strong>Michele Soavi</strong>.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter" title="Dellamorte Dellamore" src="http://adamantiumbullet.com/wp-content/uploads/2011/01/7_22.jpg" alt="" width="414" height="233" /><br />
Everett spielt zwar nicht Dylan sondern den Friedhofswärter Francesco Dellamorte, der jedoch im typischen Dylan-Outfit herumläuft und <strong>Zombies</strong> auf seinem Friedhof durch einen Schuss in den Kopf oder Enthauptung endgültig in das Reich der Toten befördert. Doch dieser Film erzählt dann  nicht mehr und nicht weniger als eine wunderbar unheimlich-erotisch-poetische Geschichte über Liebe, Tod, Sex, Erwachsenwerden, Freundschaft und &#8211; last, but not least &#8211; dem Ende der Welt, eine Quintessenz aus den Comic-Geschichten.  Die Handlung basiert auf einem Roman von Sclavi, der wiederum aus der Dylan-Geschichte “Orrore nero” entstammt, in der ein Friedhofswärter namens Dellamorte vorkommt.</p>
<p>Zu bemerken bliebt, dass 2010 in den USA eine neue Dylan-Dog-Verfilmung in die Kinos kam. Regie bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=_mqp4QA9Om0">DYLAN DOG: DEAD OF NIGHT</a> führt Kevin Munroe (“TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES” und die Hauptrolle spielt Brandon Routh (“SUPERMAN RETURNS”). Anstelle in <strong>London</strong> lebt Dylan in <strong>New Orleans</strong>. Der Film wirkt ein bißchen wie “<strong>HELLBOY</strong>” trifft auf “<strong>BUFFY</strong>”, was für einen netten Kinoabend o.k. ist, aber leider nicht an die Genialität des Comics heranreicht.</p>
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